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4. Die Neugründung durch Friedrich von Hohenzollern. 1
„Gen Norden flog ein kühner Aar
Vom Felsennest, dem alten;
Nicht fürchtet er der Neider Schar,
Nicht feindliche Gewalten.“
Kaiser Sigismund verdankte die Kaiserkrone sowie die ungarische Königskrone
vor allem dem Burggrafen Friedrich VI., der ihm auch sonst „in Reichsund
anderen Sachen die mannigfaltigsten Dienste und Werke“ erwiesen, seine Heere
geführt und ihm in der Türkenschlacht bei Nikopolis an der unteren Donau
das Leben gerettet hatte; dafür wollte er sich jetzt dankbar erzeigen, indem
er ihn zum Statthalter in der Mark ernannte, wobei er die Hoffnung aussprach,
daß Friedrich „mit seiner eifrigen Sorge und Kraft die Mark wieder
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Die. Burg zu Nürnberg, am Beginn des 15. Jahrhunderts.
aufrichten werde“. Nur die Kur eines jeglichen römischen Königs behielt er
sich und seinen Erben vor. Damit aber Friedrich die Mark besser aus ihrer
jammervollen Lage befreien möge, verschrieb Sigismund ihm, zugleich als
Anerkennung für seine ihm geleisteten Dienste, 100000 ungarische Gulden
(1 G. etwa 8½ Mk.), welche ihm für den Fall versprochen wurden, daß
ihm Sigismund oder dessen Erben die Mark wieder abfordern sollten. Diese
Summe wurde später auf 400000 Gulden erhöht. Zugleich forderte der
Kaiser alle Einwohner Brandenburgs auf, Friedrich in allen Stücken gehorsam
und gewärtig zu sein und ihm zu huldigen.
Friedrich war ein Bild ritterlicher Schönheit, unerschrocken, voll Tapferteit,
dabei klug, besonnen und besaß eine glänzende Bildung; auch fehlte es
Hoffmeyer, Unser Preusen. 2