Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

Englische  Eingeständnisse.

London,  J1.  Mai.  Der  militärische  Mitarbeiter
  der  „Morningpost“"  schreibt:  Es  wird
täglich  klarer.  daß  die  militärischen  Hilf-quellen
  Deutschlands  keineswegs  erschöpft  und  daß
der  Geist  von  Nation  und  Armee  und  ihr  Vertrauen
  in  den  schließlichen  Sieg  unerschuttert
sind.  Sie  verbergen  nicht  den  Glauben  an  vie
Uneinnehmbarkei  ihrer  Stellungen  in  Frankreich
und  Flandern.  ODas  Selk  #vertrauen  Deutschlands
  scheint  auch  nicht  durd  die  Intervention
Italiel#e  star-  erschüttert  worden  zu  sein.  Die
Haltung  der  Deutschen  istmutig  und  vertrauensvoll.

  Sie  sagen,  dan-  entsrrechende  Vorkehrungen
  gegen  die  italienische  Offensive  Zetroffen
worden  sind.  Zugleich  zeigen  die  Deulschen.

Ocslerreicher  und  Ungarn  keue  Shwächung  ihrer
Haltung  an  der  Ofront.  Die  Berichte  der  letzlen
  Tage  haben  gezeigt,  daß  die  Ideec  verftrüht
war,  ihre  Osffensire  gegen  die  russische  Fron
hätle  sich  erschöpft.  Sie  wiederhollen  ihre  Angriffe
  mit  anscheinend  unverringerter  Stärle  und
Enischlossenheil,  obwohl  sie  unter  großen  Nachteilen
  lämpfen.  Ihre  Artillerie  scheint  nicht
verbraucht  2#  sein.  sondern  sich  verstärkt  zu  haben.
  Die  Deutschen  waren  imstande,  trotz  Rußlands
  gewaltigem  Menschenmaterial  überlegene
Streitlräfte  an  die  Stellen  zu  bringen,  die  sie
selbst  als  erjolgveriprechend  ausgewällt  haben.

London,  30.  Mai.  Der  mililärische  Mitarbeiter
  der  Daily  News  schreibt:  Die  Deutschen
  versetzten  den  Ruisen  im  letzten  Monat
einen  schwereren  Schlag  als  je.  Der  Angriff  war
dem  Grosifürsten  Nikolajewitsch  und  seinem
Stabe  eine  völlige  Ueberraschung.  Diese  glaub
ten,  daß  der  deutsche  Hauptangriff  aus  Ungarn
durch  die  Karpathen  kommen  würde.  Die  Ge
heimhaltung  der  Vorbereitungen  und  die
Gründlichkei:  der  Konzentrierung,  besonders  der
Artillerie,  die  Entschlossenheit  des  Angriffs  am
28.  April,  der  mit  unermüdlicher  Energie  einen
Monat  sortgesem  wurde,  find  ein  weiteres  Zeugnie
  für  die  Macht  der  gewaltigen  Maschinerie,
die  Deutschland  geschaffen  hat.  („Z.)

Der  verächtlichste  unserer  Feinde.

Berlin,  31.  Mai.  In  einem  Rückblick  auf
die  Kriegsereignisse  im  Mai  sagt  die  „Nordd.
Allg.  Ztg.“:  Voll  Vertrauen  sehen  Deutschland
und  Oesterreich  Ungarn  auf  ihre  herrlichen
Heere,  die,  fortschreitend  auf  ihrer  Siegesbahn
im  Osten,  auch  dem  neuesten  und  verächtlichsten
aller  unserer  haßerfüllten  Feinde  so  zu  begegnen
wissen  werden,  daß  wir  auf  die  Wiederholung
der  glorreichen  Tage  von  Novara,  Mortara,
Custos#a  und  Lissa  hoffen  dürsen.“  (3.)

Die  „Zivilisation“  in  den
feindlichen  Heeren.
Wien,  31.  Mai.  Aus  dem  Kriegspressequartier
  wird  gemeldet:  Wie  nicht  anders  erwartbar,
  bieß  der  französische  Oberlommandant
Joffre  den  neuen  italienischen  Bundesgenossen
mit  schwungvollen  Worten  willkommen.  Die
Not,  die  längst  schon  die  Hilfsvöllker  aller  Farlen
  aus  Asien  und  Afrika  als  heißbegehrte
Wafssenbrüder  betrachten  ließ,  ergreift  jede
Hand,  die  sich  zur  Hilfe  bietet,  ohne  wählerisch
zu  sein  und  sich  etwa  dadurch  abschrecken  zu  lajsen,
  daß  der  Treubruch  sie  befleckte.  Die  sranzösische
  Findigleit  wein  auch  unangenehmen  Dingen
  ein  schönes  Mantelche  en  umzuhängen.  So
begrüßt  Joffre  die  Italiener  als  Mitkämpfer
in  dem  großen  Ringen  der  Jivilisation  gegen
die  Barbarei.  Er  lann  versichert  sein,  daß  die
Barbaren  sich  ungemein  wohl  fül  len.  weil  sie
Kirgisen,  Tartaren,  Tscherlessen,  Turimenen,
Serben,  Kalmucken,  Tschungusen  und  Asghanen
nicht  in  ihren  Reihen  als  Kämpfer  der  Zioili-Erkämpftes

  Glück.

18  Roman  von  A.  Below.
Machdruck  verboten.
...  ·«.--«.-—-Zuerst
  lief  ich,  un  dem  Gra'en  di-Hruhen.
  aber  Ler  Mitte  de-   



hiel  ich

ich  lete  mich  vor  den  Voch#trrien.  und
ist  c

bumubcuskt
kommqu

dann  kaerdechdnnh
sicher,  daß  die  Kinder  v
KNann  i.b  uch  nien  r’en  haben  in
Tumull,  im  Smm  und  Lunkel  und  meinen
Schunkeiobtenen  z:  Siulen  aus  dem  Wai  L
vorrat  der  hollandiselen  Tau:  beleen  Laben?
Wis  sollte  ichl  *  wankte
und  ##rr  u.  bünn  Uerscn  in  *  Mäutene:  (19
anF  den  Kden  Tag  und  u#n  dn  #m  ieder
auf  den  nächsten.  So  ging  es  eine  Weile  fort,
bis  es  zu  spät  war.  Dann  hatte  ich  auch  mit
meinen  eigenen  Sachen  genug  in  tun.  Mein
Zugendbelaunnter  halle  sich  an  ein  anderes  Mädchen
gehangen,  und  ich  erlitt  eine  berbe  Enttanschung.
So  ließ  ich  die  zeil  verstreichen  und  dachte  endlich
gar  mcht  mehr  daran,  dem  Grafen  Mitteilung
zu  machen.  Erst  viel  späler  ist  mein  Gewiisen
ausgewacht,  und  ich  bin  eigentlich  froh,  daß  ich
mir  igtt  die  Sache  von  der  Seele  heruntersprechen

laun.

Mit  alemloser  Spannung  bate!  andwis
Glinther  zugehört.  Ihm  wirbelle  der

„Um  Gotteswillen.  sagt  mir  nur  #  eine
rief  er  nach  einer  Rause,  in  der  er  seine  Gedanken
zu  ordnen  sich  bemuht  haite,  „alles,  was  Ihr  mir
hier  rs  habt,  uns  buchstäblich  wahr?  Ihr
lönnt  es  beschwör
das  onn  ich  und  will  ich,  wenn  Sie's

Sind  Sie  das  Kind  von  damals,  so

  

     

—ies

 

 

—

Flucht  englischer  Solbaten  vor  türnischem  Keuer  auf  Gauuiboll.

 

 

 

 

sation,  sondern  ledigli.h  ais  Gesangene  zu  sehen
bekommen.  Die  bume  Müschung  von  Jioilisa
lionostreitern  wird  jotzt  t  bald  eine  neue  B.reicherung
  erfal  7  da  sicherem  Vernelmen  nach  Italien
  seine  bewährten  skuris.  auch  auf  dem
enropäischen  Kriegsschauplatz  nicht  missen  kann.
Die  schwar2en  Söhne  der  Ernthräg  werden  sich
würdig  den  farbigen  Engländern  und  Franzosen
  als  Stügen  und  Träger  der  Zivilisalion
im  Kriege  anichlichen.

6510!100  Familien  aus
Rußland.

Kopenhagen,  31.  Mai.  Aus  Peterebura
wird  gemeldet:  Der  Stadthaupimann  gibt  be
lannt,  daß  in  den  nächsten  Tagen  über  301000
Familien,  deutscher,  österreichischer,  ungarisher
und  türlischer  Staat:  Langehöriger,  die  in  die
Gonvernements  Wologda  und  Wialla  verbannt
waren,  in  Pelersbu#ng  eintreffen  werden.  Der
Stadlhauptmann  brsierht  den  Polizeiorganen,
darauf  zu  achten,  das  die  Ankommenden,  ohne
geringsten  Aufenthalt.  Kis  Reise  nach  Schweden
sortsetzen.  20½  Personen  feindlicher  Staatsangehörigkeil,
  denen  der  Aufenthalt  bisher  gestaitet
  war  und  die  um  die  Aufnalme  in  den
russischen  Siaatsrerband  naddgesucht  hatten,
wurde  befohlen,  Petersburg  sofort  zu  verlassen.
  (3.)

Rüdlehr  von

dem  westlichen  Friegsschnaplas
Dermißlungene  Luftangriff
auf  Ludwigshafen.

Basel,  31.  Mai.  In  Straßburg  ist  feilgestellt
  worden,  daß  von  den  18  franösischen
Fliegern,  die  am  Freitag  Ludwigshafen  angrifsen,
  nur  12  zurüdgelehrt  sind.  Außer  dem  geranzerten
  Führerilugzeug,  das  östlich  von  Neusladt
  niederging,  wurden  ewm#i  Flugapparate  getrofjen
  und  zur  Landung  gezwungen.  Einer  von
diesen  landete,  da  er  von  den  Deutschen  mit
Erfolg  beschossen  wurde,  dei  Oetigheim  unterhalb
  Rastatt  in  einem  freien  Ackerfelde  und
überstürzte  sich.  Die  beiden  Flieger  wurden  aus
dem  Flugzeng  herausgeworfen  und  erkeblich  verletzt.
  Sie  lonnten  ihre  Absicht,  das  Flugzeug
und  die  technische  Einrichtung  vor  der  Gefangennahine
  zu  verrreunen,  infolge  ihrer  schweren
Verlehzung  nion  mehr  ausfüren,  so  daß  sehr
wichtige  Papiere,  vor  allem  der  Flugplan,  in
deutsche  Hände  fielen.  Die  beiden  Flieger  wurden
  mit  einem  Krankenantomobil  nach  dem  Gemag

  Gott  im  Ommel  allein  wusen,  ob  Sie  ein
Graf  von  Varel  oder  ein  van  der  Vaick  sfind.
Uebrigens  labe  ich  viel  später  eriehren,  daß  die
bolländische  Familir  ebenialls  gereltel  worden  ist.
Auch  soll  dar  kleine  Kind  nicht  tol  gewesen  sein,
doch  weiß  ch  das  nicht  gewiß.“

Frau  ahnte  wohl  schwerlich.  was
für  einen  Sturn  sie  mit  ihrer  Miueilung  in  dem
jungen  Grafen  wa  .Das  Alter  hatte  sie
bereits  etwas  stumpf  gemacht.  Gewaltsam  suchte
sich  Ludwig  Günther  endlich  zu  sassen  und  mehr
schmerzlich  als  vorwurseroll  sagle  er  zu  der  Greisin,
die  sich  in  ihrem  Lehnnuhl  zusammenlauerte:

.Ihr  habt  damals  unrecht  getan,  Albeit
Mertens,  es  war  Eure  Pitilhl,  Euch  dem  Grasen
zu  enldecken.  Schwerlich  hälle  er  Euch  Vorwurse
hemacht.  Tenn  für  die  Verwechslung  der  Kinder,
wenn  siec  slallgesunden,  lönm  Ihr  nicht-:  unter
solchen  Verhaälinissen,  wie  Zhr  sie  da  gesehildert
habt,  ist's  nur  zu  erklärlich,  daß  dieseibe  vorgekommen
  ist.“

.„Gebl  mir  die  Hand,  Herr.  ku  die  Alle,
als  er  sich  zur  Tür  wandie,  „und  seien  S  Sie  nicht
böse,  Sie  haben  ja  nichts  verloren,  sind  ein  Graf

geworden.“
Ludwig  Günther  lachte  laut  aund  bitter-  auf.
„Ja  ein  Dunlelgraf,  nun  mehr  als  je!I'  Dann

aber  besann  er  sich  und  seine  edle  eer  gewann
die  Oberhand.  Er  reichte  der  Frau  seine  Hand
hin  und  nahm  kurzen,  doch  nicht  unfreundlichen
Abschicd  von  ihr.  Draußen  wandie  er  sich  mit
hafugen  Schrinen  dem  Freien  zu:  er  muste  allein
sein,  mit  sich  selber  ine  Klare  lommen,  bevor  er
wieder  einem  Menschen  ins  Anar  zu  schauen
vermochte,  und  sollte  es  der  treue  Philipp  sein.
Auf  einem  schmalen  Fußpfade  schrin  er  an
der  Hunte  entlang  dahin.  Altc,  längst  eingesargte
und  bearabene  Schmerten  waren  in  seiner  Seele

 

fangenenlazarct!  Rastatt  gebracht.  Sie  halten
nichl  nur  dureh  den  Srurz,  sondern  auch  durch
Schüsse  erhebliche  Verlegzungen  erhalten.  Das
dritle  Flugzeug  erhielt  bei  Germersheim  einen
Treffer  und  stürzte  in  der  Nähe  von  Ludwigshasen
  bei  Mutierstadt  auf  eine  Wiese  ab.  Als
Leute  binzulamen,  fanden  sie  die  beiden  Flieger
  beril#  .  Die  Toten  wurden  durch
beutsche  Soldaten  nach  Ludwigshafen  übergeürt.
  (.).)
·  4  #

der  Kam##f  zur  See.

Die  U  Bootsgefahr.
Haag.  (1.  Mai.  Ein  Londoner  Telegramm
teldel,  daß  die  Cunardlinie  beschlossen  hat,  ihre
-  5010560  Tonnen-Dampfer  nicht  mehr  in

Dienit  zu  #lelien.  Im  Schifsahrtskalender  ist.
eine  enisprechunde  Eintragung  vorgenommen
morden.  (.).)

Versenkte  englische  Dampfer.

Amsterdam,  31.  Mai.  Reuter  meldet,  der
Dampser  „Dulloch  moor“  wurde  auf  der  Höhe
der  Insel  Quessant  gegenüber  von  Brest  an  der
franzosischen  Nordwestlüste  am  28.  Mai  von
einem  deutschen  Untersecboot  torpediert.  Die
Mannschaft  landete  in  Barry.  Nach  einer
Llondemeldung  passierte  das  französische  Schiff
„Diri“  Quessant  auf  dem  Wege  nach  Brest  mit
der  Wiaunschast  des  engl.  Dampfers  „Glenlee“,
das  von  Cardiff  nach  Aden  unterwegs  war  und
ebenfalls  von  einem  deutschen  Untersceboot  torpediert
  wurde.  (.3.)

4

Die  Schlacht  in  Galizlen.

Berlin,  31.  Mai.  Der  Korrespondent  des
„Lolal  Anzeigers“  im  k.  u.  k.  Kriegspressequartier
  berichtet:  Trotz  aller  Bemühungen  war
es  den  Russen  selbst  bei  Sieniawa  nicht  gelungen,
  ihre  starle  brüdenlopfartige  Stellung  wesllich
  des  San  zu  erreichen.  Was  verloren  ging,
war  unsere  Brückenlopfstellung  östlich  des  San.
Diese  Siellung  ist  aber  auch  durch  die  Fortschritte
  der  Verbündeten  an  der  Lubaczowlarom
  Süden  und  Südosten  her  bedroht,  so  daß
sie  von  den  Russen  auf  die  Dauer  nicht  gehallen
  werden  kann.  Hand  in  Hand  mit  diesen,

wieder  ausgewacht  und  quälten  ihn  aufs  neue.
.Groseer  Gott,  wie  solite  er  Licht  in  das  Tunkel
briunge  en:  nach  so  viel  uiven  erwies  es  sich  ja  als
völlige  Unmöglichleil,  in  ##nd  weliineinchonsihungen
anzustellen,  um  Geristtreit:  errilangen.  Er  dachle
an  die  hohe  Greikn  in  Varel.  Sollte  er  ühr
diese  wunderlich  Lingende  Mär  mitteilen  oder
nich!?  Wie  wirde  sie  dieselbe  aufnehmen?  Sie
liebte  ihn  zärtlich,  die  alle  Frau,  bereitete  er  ihr
nicht  herbes  Weh  mil  der  Nachricht?  Andererseits
sträubte  sich  sein  reiz  pa  Ehrempsinden  gegen  das
Verschweigen.  Usurpierte  er  denn  nicht  einen  Tieel,
einen  Namen,  der  ihm  nicht  zulam?  Oh.  nur
einen  Monschen.  eine  treue  Brust,  an  welche  er
sich  flüchten  konnte!  Was  hätie  er  nicht  in  dieser
Stunde  für  einen  treuen  Freund  gegeben,  mit
dem  er  sich  aussprechen,  dem  er  alles  anvertrauen
lonnte.

Weiter  und  weiter  schritt  der  Jüngling  dahin,
längst  halte  er  den  lleinen  Jus#pfa  verloren,  aber
es  trieb  ihn  vorwärts  mit  bastigen,  unruhigen
Schritten.  Endlich  legten  sich  die  stürmischen
Wogen  in  seinem  Innern;  er  wurde  ruhiger.

Noch  einmal  erwog  der  Enlel  der  alten
Reichogräsin  von  Varel  alle  Punkte  für  und  r-*

ar  er  der  Sohn  Johann  Alberts  oder  w.

es  nicht?  War  ers's  nicht,  dann  hieß  er  van  oer
Valck  und  an  Stelle  des  sitbernen  Ankers  führte
er  einen  Falken  im  Wappen.  Seltsames  Schicksal,
das  über  ihn  wallete.  Seilem  er  zum  jelb
stäudigem  Denken  erwacht  war  haite  das  Geheimnis
  seiner  Geburt  immer  als  dunlie  Wolle
an  seinem  Lebenahmmmel  gestanden,  und  jetzt  —
lachte  so  schallend  und  biller  auf,  daß  er  sast
suͤbs  darüber  erschrak.  „Ich  bin  der  ich  bin  und

ben  der  ich  nicht  bin,  sagte  er  dann  vor  sich  hin,
mals  wohl  ich  das  Dunkel  lichten,  von.
em  meine  Eristenz  umgeben  ist.  ett  schon  trage

  

 

die  Abschnürung  Przemysls  im  Gefolge  haben:
den  Operationen  nimmt  die  Beschießung  der
Festung  mit  schwerem  Geschütz  ihren  Fortgang.
Nachdem  die  Russen  mil  Rückssicht  auf  Gründe
militärischer,  nationaler  und  weit  mehr  noch  volitischer
  Natur  auf  die  rechtzeitige  Räumung  von
Przemysl  zu  verzichten  scheinen,  minlt  auch  dort
den  Verbündeten  ein  schöner  Erfolg.  Sobald
die  letzten  Gegenangrisse  der  Russen  am  mittleren
  San,  sowie  vor  der  Dujestrfront  ausgeblutet
  haben,  muß  Stryi,  muß  Moscisla  und
müssen  die  Stellungen  des  Feindes  auf  der
Wasserscheide  zwischen  Dujestr  und  San  unser
werden  und  damit  hat  der  Widerstand  der  Russen
  am  San  sein  Ende  gesunden.  Ok  der  Feind
hernach  noch  imstande  sein  wird,  die  Lemberger
Linie  zu  halten,  hängt  von  der  Nachhaltigleit
ab,  mit  der  er  in  der  noch  im  Gange  befindlichen
  Schlacht  geschlagen  wird.  Fachlundige
Militärs  messen  schon  heute  der  zweiten  Schlacht
am  San  entscheidende  Bedentung  für  das  Schicksal
  Galizieons  und  somil  einer  großen  Phase  des
Krieges  gegen  Ruftlland  bei.  Russische  Offiziere,
die  am  mittleren  San  zu  Gefangenen  gemacht
wurden,  bestäligen,  daß  der  Kommandant  der
geschlagenen  dritten  russischen  Armee,  Fürst
NRadkow  Dimitriew,  seines  Kommandos  enthoben
  worden  ist.  (JZ.)

·

Eine  russische  Darstellung  über  die
Arlillerielämpfe  in  (Galizien.

Petersburg.  Z1.  Mai.  (Meldung  der
Petersburger  Telegraphen-Agentur.)  Aus  den
Berichten  fremder  Zeitungen  über  die  Kämpse
an  der  Linie  von  Gorlice  zum  Dunajec  ging
hervor,  daß  der  Feind  dort  gegen  unsere  zwei
)  Korps  ungefähr  1511)  Kanonen,  von  wel
chen  ein  beträchtlicher  Teil  mittlere,  schwere  und
42  Zentimeler-Stücke  waren,  in  ganz;  lurzer  Jeit
in  heflige  Tatigleit  gesetzt  hat.  In  einer  nur
4  stündigen  Beschiesung,  als  die  dem  Sturm
vorangehende  Artilerietatigleil  besonders  beflig
  war,  verfeuerte  der  Feind  allein  ungefähr
700  000  (2)  Geschosse,  eine  Menge,  deren  Be
förderung  mehr  als  tausend  Waggons  nötig
hat.  Diese  Geschoßmenge  übersteigt  das  Dop
pelte,  was  eine  fünf=  bis  sechemonatige  Be
lagerung  einer  wohlrersorgten  großen  Feslung
verlangt.  Weitere  zehntause:  id  Ceschosse  waren
vom  Feind  für  die  Durchfuhrung  seiner  Offensiue
  bereitgestellt.  Allem  Anschein  nach  waren
diese  tatsächlich  schon  am  10.  Mai  verbraucht
  (7),  als  sich  die  ersten  Anzeichen  eines
Stillstandes  in  der  Offensive  Macensens  zeig.
ten.  Im  allgemeinen  hat  der  Feind  bei  dem
Angriff  auf  unsere  Stellungen  auf  je  11Schritt
Schritt  unserer  Front  10  Geschosse  mittleren  Kalirers
  im  Gewicht  von  zwanzig  Pfund  ver
seuert  (r).  Das  Vordringen  des  Generals  Mallensen
  von  Gorlice  über  Jaroslau  nach  Nalloim
  Nordosten  von  Prs  emy  wurde  nur  dadurch
möglich,  daß  jedes  von  unseren  auf  die  entschei
denden  Posten  gestellten  Bataillone  während
ganz  lurzer  Zeit  mit  ungefähr  10000  Artilleriegeschossen
  beschossen  wurde.  Bei  einem  so
hefuigen  Feuer  wird,  abgesehen  von  den  bedeutenden
  Verlusten,  jeder,  der  sich  in  seiner  Wirlungssphäre
  befindet,  mehr  oder  weniger  beschädigt
  oder  betäubt.  Augensch  einlich  sind  selbtt
sehr  viele  Geschoßfabriken  auf  die  Dauer  nicht
im  Stanve,  zu  einer  solchen  Lieserung  von  Geschossen,
  wenn  210100  in  der  Stunde  verbraucht
werden  (1).  Es  scheint  tatsächlich,  daß  die  Deutschen
  die  Vorräte  von  Krakan  und  einigen  anderen
  Festungen  erschöpft  haben.  Unter  der
deutschen  Infanterie,  die  durch  die  Unterstüt!

ich  schwer  an  di#eser  Aurde,  wie  harl  durste  sie
nuch  nicht  in  Zukunft  drücken!  Und  wenn  der
Schleier  meiner  Herlunft  geluste:  wird,  ich  den
mbsb  meiner  Muner  und  die  Geschichte  ihres
Liel  esbundes  erfahre,  desio  quälender  werden  minh,
alrbald  die  Zweifel  ansallen,  ob  ich  ben,  sur  was
ich  mich  biser  gehalten,  ein  Sproß  der  Familie
Owenburg=  W  oder  ein  Ablömmling  der  von
der  Valck.“  var  körperlich  müde  und  damit
zugleich  seelisch  rühiger  geworden.  Eine  trübe
Nesignation  griff  bei  ihm  Play,  die  auffallig  ven
dem  frischen  Lebensmut  abstach,  der  ihn  Keradein
  der  letzten  Zeit  seit  dem  Abentener  mi:  den
Strolchen  und  der  Reltung  Leonore  Sophies
erfüllte.
Philipp  bemerlte  das  veränderte  Wesen  seines
Leru-  sofort.  Der  ireue  Mann  machte  sich  schwere
Sorge  darüber,  um  so  mehr  als  der  Graf,  ganz
wider  seine  Gewohnheit,  eine  bescheidene  Frage
nach  der  Ursache  seiner  Verstimmung  barsch  und
unfreundlich  beantwortete,  sich  Uberhaupt  nervöon
und  unzufrieden  zeigte.  Freilich  tat  es  ihm  dann
sosort  wieder  leid,  wenn  er  den  allezeit  in  seinem
Tiensteiser  und  seiner  Anhänglichleit  sich  gleichbleibenden
  Blondkopf  hart  angrsahren  hatte,  wo
Car  leine  Ursache  dazu  vorlag,  und  er  suchle
damm  wohl  durch  ein  hergliches  Wort  sein  Versehen
wieder  gut  zu  machen.  bllion.  sann  und  grübelte
über  die  Veränderung,  die  mit  seinem  rorliebten
sung  gen  Herrn  vorgegangen  war,  aber  e
einem  Resultat.  Diese  Alheit  Mertens  l  Et
ja  wohl  verhext  haben.  Er  beschloß,  die  Frau
Lufusuchen  und  sie  zu  befrogen.  dacht,  getan?
anges  sinnen  war  niemals  die  ache  d
KJauges  Varelers  gewesen  nalsd.  er  einmal  aus
eeem  gewohnten  An  aufgerittelt  war.  Hier
ades  bekam"  e  Alte  selber  hatte
die  Fnla¾  u  ul.  als  habe  sie  Ludwig

—