Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Uumer  247

7V  r  .

Personen  ösfEsi  verlehzt.  cine  53  Jahre  alte  Maurersfrau,

  die  gedrossell  wurde,  war  zeitweise
bewußtlos;  eine  Näherin,  die  ihre  Angehörigen
  suchte,  erlitt  durch  Stöße  auf  den  lagen

RKiampfe.  Die  deidel  murden  d.  r.h  ii:  Sanltelolonne
  in  hre  Wohnungen  gebracht.  Eine
Frau  erhtelt  cine  Qnelsckwunde  am  Kopf;  die
Sanitätskolonne  legte  She  einen  Verdand  an.
Zu  bedräng.e  Lage  geriet  in  dem  Zumut  ein
Wahnsel  er,  der  ron  allen  Seiten  umringt
  wurde.  Die  Bahnho#wache  sie  lite  die  Ruhe
wieder  ber-Snwerich

  i.

Grafing,  22.  Okt.  Auf  elende  Weise  umis
Leben  gekommen  ist  in  Kirchsecon  oer  allg.  geachtete
  62  Jahre  alte  Hausmeister  des  dortigen
  Gastwirts  Raucherschwander.  Joseph  Holler.
  Als  er  mit  einem  Wagen  nach  Dause  fuhr,
scheute  der  Gaul  und  ging  durch.  Holler  wurde
eine  Strecke  Wegs  geschleift  und  erlit:  u.  a.
einen  Schädelbruch,  dem  er  nack  lurzer  FJeil,
ohne  nochmals  zur  Besinnung  gele  umen  ##  sein,
erlap.

Memmingen,  22.  Okt.  Vezmutlich  durch  ein
weggeworfenes  Zündhelz  fingen  die  Kleider  der
gelahmien  Monteursfrau  Brarmaier  Feuer,  die
in  ihrem  hilflosen  Zustand  bei  lebendigem  Leib
verbrennen  muhte.  Ehe  Hilfe  lam,  war  der
Tod  bereits  eingetreten.  Das  in  der  Wohnung
bejmdliche  112  jährige  Kind  konnte  gerittet  werden.


Ingolstadt,  23.  Oll.  Der  Magiktrn#  har
auf  eine  Eingabe  des  Verbandes  des  Sanerischen
  Lolzgewerbes  um  möglichie  Förderung
dieses  schur-  r  geschädigten  Gewerbes  erwdert.
daß  unmiitelbar  nach  dem  Krieg  ein  Schuihans
am  Haupibahnhof  und  eine  Tramvdahnhalle  erbaut
  werden.  Auch  die  K.  Bahnverwaitung
wird  dam  größere  Dienstwohngebäude  herstellen
  lassen.

Viechtach,  22.  Ott.  Im  Weiler  Reol  wollte
die  Ehefrau  des  Bauers  Miethaner  die  Lampe
mit  Petroleumersatz  nack  füllen,  wobei  oie  Lampe
explodierte.  Die  Frau  erlitt  am  ganzen  Körper
  sctwere  Vrandwunden.  Bei  dem  Verduche,
die  Flammen  zu  ersticken,  erlilt  der  Cyemann
#  Brandwunden  an  den  Händen.

Sanerliches  Oberlend

Brannenburg,  22.  Ok:.  Die  GEde.  Hroßbrannenberg
  hat  ihrem  seitherigen  Schulbenefiziaten
  Adalbert  Obermaier,  für  jeine  heroorlagenden
  Verdienste  um  das  Schulwesen  in
unserer  Gemcinde  während  einer  13jähr.  überaus
  erspriebliten  Tätigleit  eine  wohlverdiente
Ehrung  zuteil  werden  lassen.  Einstimmig  wurde
dem  nunmehrigen  Pfarrherrn  von  Schliersee
das  Ehrenbürgerrecht  verliehen.

Feilnbach,  22.  Oll.  Die  Obsternte  ist  hier
nicht  gut  ausgefallen.  Virnen  hat  i(s  heuer
gar  keine  gegeben,  obwohl  die  Birnen  hier
die  Hauptfrucht  sind.  Die  Zwetschgenernte  ist
gänzlich  verregnet,  sodaß  von  der  Halle  der
Obswerkaufsrereinigung  aus  überhaupt  keine
Zwetschgen  versandt  werden  konnten.  Bestellungen
  auf  Winterobst  gehen  in  großer  Zahl
ein,  sie  lönnen  jedoch  nur  zur  Hälfte  ausgeführt
werden.  Weitere  Bestellungen  tonnen  nich!  mehr
berücssicht  tigt  werden.  Die  Verkausshaile  ist  jetzt
nur  noch  Dienstags  und  Freitags  geöffnet.

iesba  Die  Oeckonomiepächterseheleute
  Kaspar  und  Therese  Kotlechner
in  Wies  sind  des  Meineids  beschuldigt.  Gegen
beide  schwebt  ein  Strafverfahren.  Die  Frau
sitzt  schon  seit  14  Tagen  hinter  Schloß  u.  Riegel.


 

 

Groezig

Salzburg.  22.  Oll.  In  Mittersill  bei  Zell
am  See  wurde  heute  morgens  der  fast  r*d
Besitzer  der  Gsodingergutes  in  der  Wacht
Jochberg  in  der  Küche  des  Hauses  mit  eiger
schlagenem  Schädel  rot  aufgefunden.  Auch  delsen
  fast  gleich  alte  Schwester  war  erschlagen.
Die  Gendarmerie  fahndet  eifrigst  nach  dem  unbekannten
  Täter.

Aus  dem  Gerichlssaale

(Gemeine  Handlung.

München.  22.  Lt  Ein  schon  in  Oltober
in  das  Feld  ziehender  Metzger  hatte  vor  dem
dei  Ausmarsch  sein  uf  1440  Mk.  lautendes
Sparkassenbuch,  sowie  seine  Zivillleider  bei  jei
ner  Tante  zur  Aufbewahrung  hinterlegt.  Daron
erfuhr  seine  Geliebte,  die  Kellnerin  Therese
Meiler  von  München,  die  daraufhin  das  Spar- 



Neserre

 

 

—#
kossenbuch  heimlich  wegnahm  und  vom  Wuthb

nad  und  nach  geideriehtih  78  Ml.  ethob

und  für  sich  verbrauchte.  Ueberdies  flahl  sie

nod,  die  goldere  Uhrtette  ihres  vor  dem  Feinde

errenden  Bräutigams.  Die  ehrlose  Person  wurdshe

  Lom  Landgeriche  Münch'n  1  zu  zehn  Mobi.

  Gefängnis  verurleilt.

Wohlverdieute  Sktrafe.

wWürzburg,  22.  Okt.  Der  Landwirt  Baiemin
  Feineis  von  Waldbättelbrunn  hal  rorlaulich
  acht  Tagwerl  Felo  brach  liegen  und  sie
uuirh  Aufforderung  der  zuständigen  Distriktsrerwaltungs=
  und  Gemeindebehörde  nicht  bebauen
  lassen.  Der  Widerspenstige  wurde  von
dem  hiesigen  Sc  öffengericht  megen  eines  Vergelen
  wider  das  Kriegszustandsgesetz  ziu  sechs
Wrchen  Gefängnis  verurteilt.

 

Cokaluocrichten

Nosenheim,  23.  Ofibr.
dver  Ehre  gefallen:
Maurermeierssehn  aus
Ers.-Inj.-Reg.,  Inha-Auf

  dem  Felde
Wolfgang  Neumeier,
Prutting,  Soldat  i.n  1.  E
ber  des  Eisernen  Kreuzes:  Joseph  Reisberger,
Oelonomiebaumeister  aue  Kaßen  (Hausham),
Landsturmmann  im  17.  Rel.--Ins.  Reg.;  Al#i-Süqwarz,
  Fabritarb.i.et  am  Vaum  bei  Miesbach,
  Soldat  im  3.  Jus.-Reg.:  Franz  Tav.
Stögmeier,  Bergmann  aus  W.  stenhosen  bei
Schliersce,  Reserrisl  im  159.  Juf.-Regimenr;
Hane  Wagner,  Sohn  des  Hauptlehrers  Benedikt
  Wagner  in  Schwindlicchen,  Kriegsfreimiüliger
  im  Juns.-Leib-Reg.:;  Georg  Dichil,
Sohn  der  Oberpadmeislerswiiwe  Maria  Dichtl
in  Traunstein,  Soldal  im  16.  Res.-IJuf.-Reg.

In  Siebenbürgen  gefallen.  Wie  bereits
  gemeldet,  ist  jüngst  der  Bergschüler  Hans
Schaad  aus  Rosenheim,  der  als  Ofsizierssteilvertreler
  und  Osfiziersaspirant  mitkämpfie,  auf
dem  Felde  der  Ehre  gefallen.  Wie  aus  einem
ron  seinem  Kompagmefuhrer  an  den  Vater
des  Gesallenen,  zugsuhrer  Vinzenz  Schaad.
gerichieten  Vrief  hervargeht,  fiel  Shaad  ani
7.  Ollober  in  der  Näl,  des  Roten-Turm-Pas-.
ser  bei  Abmehr  eines  seindlideen  Angriffes.  In
dem  Schreiben  heißt  es  noch:  „Er  starb  als
mahrer  Held.  Nachdem  er  sich  tapfer  geschlagen,
wurde  er  von  einem  Quersch  läger  getroffen,  und
der  Tod  trat  sehr  bald  ein.  Wir  haben  ihm
eine  würdige  Grabstätte  bereitet;  er  liegt  in
einem  Einzelgrab  an  der  Seite  von  Leutnant  der
BPranddduand  13  Angehbrigen  der  Kompagnie.
  Leider  hat  der  Gefallene  nicht  mehr
erfahren,  daß  er  mit  dem  Militärverdienflkceuz
ausgezeichnet  wurde;  auch  wird  er  für  sein
wacleres  Verhalien  noch  das  Eiserne  Kreuz  erhalten.
  Ich  werde  es  Ihnen  zum  Andenlen  #nu
fden  gefallenen  Helden  zuschiden.  Er  war  bei  der
Kompagnie  äuferst  beliebt,  und  sein  Name  wird
bei  uns  unvergessen  bleiben.“

Auszeichnungen  im  Felde.  Der  Sanitatsunterosffizier
  Martin  Kasfl  im  1.  Feidart.
Reg.  wurde  mit  dem  Militärvrerdienslkreuz  3.
Klasse  mit  der  Krone  und  mit  Schwertern  ausgczeichue!;
  das  Efserne  Krcut  wurde  ihm  schon
im  vorigen  Jahre  urrlieh:  u.  Kasfl  war  früher
Eisengieß  er  in  der  Firma  Stmlbeck  und  ist
ein  Sohn  des  Telegraph  enbaugehilsen  Näolaus
tlr  von  der  Aisingerlandstratzc.  Der  bei  der
Firma  Sieinbtie  in  Brannenburg  beschäftigte
Hobarbei#eMichel  Schröder,  der  b.reite  seit
Kriegsbegiiem,  bei  der  Füaljar#tillerie  dienend,  im
Felde  sicht,  wurde  für  besonderes  tapferes  Verhallen
  in  den  Sommelämpfen  mit  dem  Eisernen
Kreuz  2.  Kl.  ausgercichnet.  Gleichzeitig  vurde
er  zum  Gefreiten  befördert.

In  englischer  Gefangenschaf:.
aus  den  amtlichen  Meldungen  aus  dem  oberbayerischen
  Schuldienst  hervorgeht,  ist  der  Lehramtskandidat
  Rupert  Pregler  aus  Rosenheim,
zurzeil  im  Heere,  zum  Hilfslehrer  auf  d.e  bis
auf  weiteres  mit  einem  Hilfslehrer  zu  brsetzende
  Schulrerweserstelle  in  Friedberg  ernann  wocden.
  Herr  Pregler  stand  als  Viefeldwebel  und
Offizi  jersaspirant  in  einem  bayer.  Jnf.-Negim.,
geriet  aber  während  der  heftigen  Kämpfe  an
der  Somme  in  englische  Gefangenschaft.  Seit
Kriegsbeginn  ununterbrochen  im  Felde  stehend,
wurde  er  seinerzeit  mit  dem  Eisernen  Kreuz
ausgezeichnet  und  am  Tage  vor  seiner  Gefangennahme
  zum  Militärverdienstkreuz  vorgeschlagen.
  Nach  den  von  ihm  bei  seinen  Angehsrigen
  eingetroffenen  Nachrichten  geht  es  ihm
gut.  Herr  Pregler  ist  ein  Sohn  des  Führerheizers
  M.  J.  Pregler  in  Rosenhelm.

Oberbayerischer  Schuldienst.  Versetzt
  wurden:  Die  Sachlverursenig.  *
Maierhofer  von  Ehrenberg,  B.  Flahe  ho-Wie



 

sen,  als  Schulverweserin  auf  die  Wsa  rerinr1—


1—W
neimne  in  Schwindlirchen.  B.  A.  Müllidorf;:  die

Johanna  Hofmam  n  Hausem.
  B.  A.  Miesbach,  nach  Maisach  V.  A.
*-  #ee:  sseldbruck;  der  Bellsschuneehrer  Ono
Irt  berger  in  Oslerwarn  B.  A.  Miesbach,
  :.  Ii.  im  Heere  ab  1.  November  nach
ohenrain,  B.  A.  Wolfratshausen.  Neu  ernannt:
  die  Kandidalin  des  Vollsschuldienste-Maria
  Lieber  von  Mäünchen,  z.  It.  zur  Aushilje
  in  Riederasc,  au,  B.  A.  Nosenheim,  unler
  norläusiger  Belassung  auf  bieser  Stelle  zur
Hilslehrerin  in  Gölling.  B.  A.  Aibling;  die
Kandidaten  des  Vollsschuldienstes  Nupert  Pregler
  von  Nosenheim,  z.  Zl.  im  Heere,  zum  Hulslehrer
  der  bis  auf  eierts  mit  einem  Hilfslel#n#er
  zu  besetzenden  Schulverweserstelle  in  Iriedlerg;
  Simon  Schoit  von  Pasing,  z.  Zt.  im
Tcere,  ab  1.  November  zum  Hilfslehrer  auf  der
mit  einem  Hi  ilislehrer  zu  besetzenden  Schulrer=U
  sertelle  in  St.  Wolfgang,  B.  A.  Wasserburg:
Franz  Voiehenleilner  von  Pittenhart,  B.  A.
Traunsiein,  z.  It.  in,  i  zum  Hilfslehrer  in
Öerneulirden)  B.  Mu  ahldors:  Beförderl:
der  Zculverweser  o  Weiß  in  St.  Wols—
galg.  B.  A.  Waiserburg,  z.  It.  im  Heere,  ab
zum  2.  Vollsschuliehrer  In  JAE  f

1.  Nov.
gang.  B.  A.  Waseerburg.

Sntrerueserin

Silberde  Lo  czc  it.  Herr  Rentamtsse-5
  Sebaitian  Doi  b5er  und  de  sten  Oalten  feiin
  am  24.  Oliober  in  roller  Rufligleit  das
bei  der  -!*  neu  Hockgeil.  Das  Jubelvaar,
nelches  in  Rosenheim  seit  14  Jahlen  seinen
Tüahnsitz  hat,  ist  wohl  belannt  und  allgemein
grac  et.  Zum  fdönen  Tige  une  e  be  #en  Wünsche!


sur  Gemüse.  J##  Not.
lrant.  Wirsing,  gelbe  Rüben  und  Dorschen
sino  Höchstpreise  alo  Erzeuger-  und  Grothandelepreise
  festgesent  worden.  Se  silellen  sich
füt  Rolkraut  und  Wirsing  auf  6  bzw.  7.50
Mäarkl,  für  gelle  Rüben  auf  5.5100  bzw.
Mark,  fur  Dorschen  (Steirübc#)  auf  3  bezw.  1
Meri  fur  den  zenmer.  Die  Kommunalver--bande
  ind  berech  igt,  und  rerpflint.t.  sofort  fur

Höchstpreise

-  nusesorein  auch  Höaͤstpreile  für  den
--  duri  den  Kleih  indler  an  den  Verbraueer
  (eitbe  nbi  Wlo  ise)  so  eilzuse.  en.  Fyr

kraßbtandl  ereis  mit  5  Mark  fur  ven  Jit.
seugesetzt.  Beim  Verlauf  von  frisczem  Meerreitich
  durfen  hochstens  folgende  Prese  gesordert
  und  bezahlt  werden:  Erzeugerpreis  30
Mart  für  den  Ztr.,  Grosthändlerpreis  35  M.
für  den  Zeniner,  Kleinhändlerpre's  45  Pfg.
für  das  Pfund.  Die  Vorschriften  treten  sefün
in  Krafst.

Der  4.  Oktobersonntasz  brachte  trübes,
inoniges  Weukc  nur  für  kurze  Zeit  am  Nachmirtar
  lam  di:  Sonne  zum  Vorschein.  Wahrend
  in  der  Sladt  der  Schnee  nur  aus  Hausdächern
  sich  hielt,  waren  die  Felder  und  Wiesen
der  Umgegend  noch  zum  größten  Teil  weinz  gededl.
  Der  t  xTsflugsrertehr  war  in  folgedesien  nur
gering.  Doch  konmen  alle,  welde  en  die  Berge
wandorten,  dort  einen  schönen  Wintertag  verleben,
  „ie  um  We.hnachten.  Am  Sonntagabend
tlarle  das  Weiter  ganz  auf  und  zieß  Nachlfrost

befürchien.  Durch  starken  Nebel  ist  er  aber  grosenieils
  verhinder:  worden.  Leute  früh  war  es
empfindlich  frisch.

Diebstähle.  Am  Guierbahnhof  dahier
wurven  von  einem  Wagen  6  Zir.  Werblraut
gestohlen.  —  Einem  Gastwirt  dahter  wurden
von  E  Bierkrügen  die  Zinndeckel  abgedietzt  und
entwendet.

Sperl.
Rennen  in  Riem.  Da  am  g
Schneejall  eingetreten  ist,  mußte  auch  der  zweite
NRenntag  verschoben  werden.  Die  Nennen,  die
am  22.  Sepiember  stattsinden  sollten,  mußten
auf  Freilag  den  27.  Okt.  verlegt  werden.

Der  Welltkrieg.

Der  Luftkrieg.

WTB.  Berlin,  23.  Okt.  Amtlich.  Am  22.
Oitober  morgens  erfolgte  ein  Angriff  feinolicher
  Wasserflugzeuge  auf  unsere  ostfriefischen
Inseln.  Der  Angriff  verlief  ergebnislos,  es
ist  keinerlei  Schaden  angerichtet.

Am  22.  Oltober  nachmittags  beiegte  eines
unserer  Marineflugzeuge  den  Bahnhof  und  die
Dodanlagen  von  Sheerneß  in  der  Thememundung
  erfolgreich  mit  Bomben.

Der  Chef  des  Admlralstabes  der  Matine.

Samzag

Nechtes  bildeten.

  

 

Dienstag,  24.  Oktober  1916
Ein  amerilunischer  Schritt  ge  gen

9.  Boot-Krieg.

Bern,  23.  Ok.  Enen  Kabeltelegramm  z.#

Pelit  Pari  sien“  zufolge  soll  die  Washingtonce

NRegierung  sid,  mil  dem  Gedanken  tragen,  wegen

des  Ul-ootkrieges  in  der  Nähe  amerikanischer
Geuäisser  cine  gleichlauiende  Note  an  die  Mitleimächte
  und  an  die  Eniente  zu  richten.  In
der  Noie  soll  gesagt  nerden,  daß  solche  Kriegshundungen
  von  den  Vereinigten  Slaaten  als
seieedliche  Aite  angesehen  würden,  selbst  wenn
sie  leine  offene  Verletzung  des  internationalen
Es  beflehe  ein  Präzedenzfall,
nämlich  die  an  Frankreich  gerichlete  amerikanische
  Note  wegen  der  französischen  Schiffe,  die
1677  die  amerilanische  Kuste  überwachlen.
Versenkt.

Amsterbam,  23.  Otl.  Nach  Lloydoepeschen
urnde  der  norwegische  Dampfer  „Fulwio“  versenll.
  Die  englischen  Leichter  „Gr#it“,  „Princel“
  und  „May'“  sind  ebensalls  verfenli,  die
AUehnüungen  geretien.

Norwegen.

Berlin,  23.  Ol..  Wie:  in  verschiedenen  Blät.
lern  Uer#egeyoben  mird,  bemüht  h  das  Paier
  halbamilsche  Organ,  Norwegen  zum  krua#-tigen

  Widerftand  gegen:  über  den  deutschen
u.  Vootsferderungen  auszurcizen.

Fie  Kie  Elung  Griechenlands.

Amsierd#n,  .  Oll.  Nach  einer  Neulermelonng
  aus  Allen  uberreichte  der  iranzoss.  sche
Mrärattache  dem  König  Forderungen,  die  die
lleerfuhrung  der  gesemen  Truppenmacht  r*
Tlesialien  nach  dem  Peloponnes  und  ote  Ausleserung
  des  füur  die  Truppen  in  Thesialien  beflimmeen
  Kriegemactrials  an  die  Alliterten  einfe##ließen;
  die  übrigen  Forderungen  sind  nnbelannt.


1#  *Pßé  ——  .
ie:ievk;ik?eing-cks.
Las  AtththLnÆicn

Wien,  O..  Das  Leichenbegänents  für
den  ie⅝  Grasen  Slurgko  fudet
  om  21.  Ollober  nall.  Die  Leauht  wird  in
Wi##n  eingesegue:  und  sodann  zur  Bchehung
nach  Halbenrain  (Slteiermark!  gebracht.

Wien,  23.  On.  Bezeichnend  in  ein  Vor-Larg,
  der  sich  am  Abend  zuvor  in  der
sraucusmännerrersammlung  der  jozialdemokralschen
  Partei  ab'pielte.  Dort  griif  Friedrich
Adler  die  Partelleilung  aufs  heftigue  an.  Se#
lönne  es  nichl  weitergehen.  Man  musée  zur
Ta“  schreiten.  Nach  dem  Kriege  werde  das
Voll  die  fozialdemokratischen  Fuhrer  für  ihr
Schweigen  verantwortlich  macken.  Es  muhten
Kundgebungen  stattsinden.  Die  Anwesenden  tralen
  Adler  zumeist  in  der  entschiedensten  Aesse
entgegen.  Er  war  sehr  erregt.,  schlug  mit  der
Faust  auf  den  Tisch  und  verließ  das  Beralungszinumer
  mit  den  Worten:  „Wenn  Ilr  nicht
t  was  zu  geschehen  hat,  ich  weiß  S  Man
diese  Worte  jür  die  Anlündigung  ieines

u
hieli
Ausirilts  aus  der  Partei.

Berlin,  23.  Oki.  Im  „„Vorwärt-“  schre
Stampser:  Wir  schütteln  Friz  Adler  nicht  ab
Er  war  k.  in  Vube,  aber  er  war  ein  kranker  Ma#n,
der  unter  den  Aufgaben  politischer  Arbeit  in
sä;wersier  Zeit,  denen  er  nicht  gewachlen  war,
zufammenbrack.  Er  war  einer  der  Unfrigen.
Erst  seine  U#rre  brachte  ihn  außerhalb  des
Rahmens  der  iei.

Wien,  5  Sl.  In  politischen  Kreisen  verlaulet,
  das,  Dr.  Körber  als  Nachfolger  des  Mi-Liflerpra
  #em  (Orafen  Stürgih  i  Aussicht
genomma  in.  Sei  dies  der  Fall,  so  sei  eine
Neubildu.  es  gesamten  Kabmetis  nolwendig.

Pflaajt  Swieb  In  im  herbst.

Von  zergürtner  Franz  Rochau  in  Berlin.
aun  eglen  Frühjahr  waren  die  Speisezwiebeln

23.

  

 

des-·  uchtliappundlcucnsubusOkapro
Pia-A  und  dann  noch  nicht  mal  ersillaisige
Ware.  Esh  empfiehlt  sich  daher,  rechtzeitig  für

Zuriebein  zum  nächsten  Jahre  zu  sorgen,  indem
man  jeßtzi  Zwiebeln  im  Garten  pflanzt.

Da  isi  zuerst  die  winterharte  Fruhlingszwiebel,
  die  im  freien  Lande  ohne  Bedeckung  den
Winter  über  aushält  und  dann  im  nächslen
Frühjahr  schon,  im  April,  Mai,  schöne  Zwie.
beln  ergibt.  Zur  Saat  ist  es  jett  zu  lpät,  desholb
  laufe  man  beim  Gäriner  Zwiebelpflanzen.
  Aber  nicht  nur  diese,  auch  alle  anderen  Zwiebeln
  sino  winterhart,  sobald  man  sie  jent  ins
Land  legt,  denn  der  Frost  schadet  ihnen  nicht
und  ziehl  beim  Auftauen  des  Bodens  wieder  aus
der  Zwiebel  heraus.  Man  lauft  jetzt  Zue#ebeln,
die  verhaltnismäßi  billig  sind,  und  legt  etwa

wie  man  im  Krühjahr  Sieckzwiebeln  legt,

so,  wi
die  kleinsten  Zwiebeln  auf  ein  Beet,  am  besten