451
Scopolaminum hydrobromicum.
Skopolaminhydrobromid.
C#nIHON. HBr. 3ILO. Mol.-Gew. 438,15.
Ansehnliche, farblose, rhombische Kristalle. In Wasser
und in Weingeist löst sich Skopolaminhydrobromid leicht
zu einer farblosen, bitter und zugleich kratzend schmeckenden
Flüssigkeit, die Lackmuspapier schwach rötet. In Ather und
in Chloroform ist es nur wenig löslich.
Die wässerige Lösung dreht den polarisierten Lichtstrahl
nach links. Das Drehungsvermögen einer 5prozentigen Lösung,
berechnet auf wasserfreies Salz, beträgt lalb###2 15
Skopolaminhydrobromid verliert durch Trocknen über
Schwefelsäure oder bei 100° etwa 12),3 Prozent an Gewicht.
Schmelzpunkt des über Schwefelsäure getrockneten Skopolaminhydrobromids
gegen 190.
In der wässerigen Lösung (1 + 19) wird durch Silbernitratlösung
ein gelblicher Niederschlag hervorgerufen, durch
Natronlauge wird die Lösung nur vorübergehend weißlich
getrübt, durch Ammoniakflüssigkeit dagegen nicht verändert.
0,01 g Skopolaminhydrobromid hinterläßt, mit 5 Tropfen
rauchender Salpetersäure in einem Porzellanschälchen auf
dem Wasserbad eingedampft, einen kaum gelblich gefarbten
Rückstand, der, nach dem Erkalten mit weingeistiger Kalilange
übergossen, eine violette Färbung annimmt.
Werden 5 cem der wässerigen Lösung (1——99) mit
1 Tropfen Kaliumpermanganatlösung versetzt, so darf die rote
Järbung innerhalb 5 Minuten nicht verschwinden (Apoatropin).
29