Full text : Deutsches Kolonialblatt. X. Jahrgang, 1899. (10)

O  du  allerschönste  Zier,

Scheiden  das  bringt  Thränen.
Scheiden  macht  mich  so  betrübt,
Weil  du  mich  so  sehr  geliebt
Ueber  alle  Maßen  —

Soll  und  muß  dich  lassen.

Hat  dich  denn  das  Liebchen  lieb,
Nun  so  lass'  es  bleiben,
Und  wer  weiß,  wo  mich  der  Wind,
Der  Wind  noch  wird  hintreiben.
Scheiden  macht  mich  so  betrübt  u.  s.  w.

Wenn  zwei  gute  Freunde  sind,
Die  sich  recht  verstehen:
Thränen  giebt  es  da  genug,
Wenn  sie  von  einander  gehen.
Scheiden  macht  mich  so  betrübt  u.  s.  w.

Treibt  mich  denn  ein  kühler  Wind
Gleich  aus  meinem  Lande,
Nun  so  treibt  er  mich  doch  nicht,
Doch  nicht  aus  meinem  Stande.
Scheiden  macht  mich  so  betrübt  u.  s.  w.

—.