Full text : Deutsches Kolonialblatt. XI. Jahrgang, 1900. (11)

 

Rosenhei

 

 

und  Felertage).  —  Der  U  nement

 

Der  .Rosenhelmer  eigen  weichen  töglich  nochmillags  4  ud  (mit  Ausnahme  der  Sonn-Spreis
  beträgt  ole
monatlich  Igsennts  Für  o  Justellgebühr  frel  ino  Haus  14  PHsenmig  monat#t#ch

Vernsprecher:  Verlag  und  Neda  r.  72;  Inseraten-Abtellung  Nr.  28

rietãahrsich  Pleunig,

 

 

—

  

 

 

—.

 

 

Amtliches  PFublikafions-Oeqdos-Tle

  elmpaltige  Petttzelle  ###  Anzeigentell  kostet  10  Pf.,  die  Petitzelle  im  —.
####nahme  von  Unzeigen,  Reklamen  und  Bellagen  durch  dle  Annoncen-Epedi#io#nt
&  Vogler  A.-G.,  Rosenheim.  München,  Nürnberg.  Berlia  u##

Schluß  der  Anzeigen-Annahme  1  Uhr  müttats.

nosenheimer  Tagblakt

 

 

Nuimmer  136  A  Hatholisch:  #enno

Samstag,  16.

Juni  1917

Protestantisch:

Justina

63.  Jahrgaug

Amgaruppierungen  der  enslischen  Krüste  nach  dem  Mißerfolg  in  Tlandern

Die  treffliche  Wirkung  des  Flugzengang#isfes  auf  London  —  Das  rumänische  Getreide  —  Der  Naubzug  des  Vierverbandes
im  geknebelten  Griechenland  —  Die  Stockholmer  Konferenz  auf  dem  toten  Punkt  —  Die  itallenische  Krise.

Die  Rriegs’aze.

WTB.  Großes  Hauptquartier,
15.  Jum.,  vormitlag.  Amilich.

Westlicher  Kriegsschauplan.
Front  des  General-Feldmarschalls
Kronprinzen  Ruporecht  v.  Bayern

En  lundern  setzte  nach  verhältmiemästig  ruhi
ngem  Tage  zwischen  Nrern  und  Armenlieres  g
#ern  6.30  Uhr  abend?  Narles  Trommelfeueren.
dem  der  gumen  From  englische  Angriff:
seigten.  Se  dinelen  nuch  Kam#  fer.  die  an  ein
elnen  Sieilen  be  um  Morgen  andauerten,  oie
Sicherungen  zuruck,  die  unfere  witer  ösllich  lie
crend,  Bampflimie  zwicchen  Hollebecke,  Douv=Grund
  und  fudwesisch  von  Warnelon  seit  dem
10.  Mai  erfolgreich  gegen  alle  Srinndungsvorflöhse
  der  Engläander  verschleiert  haben.  Nürd
lich  des  Kampfseldes  bis  zur  Kuste  nur  geringe
Artillerielatiglein.

JIm  Handureich  hoben  Stof  truppen
niedercheinischen  Regimentes  am  WMser  Kanal
enen  belgischen  Posten  von  20  Mann  auf.

An  der  Artoisfrom  grifssen  die  Engländer
murgens  nach  bestigen  Feuerwellen  umere  Grä
ben  ollich  von  Monchy  an:  sie  brachen  an
enigen  Punkien  ein,  wurden  jeroch  durch  Ge
gennob  der  Vereit'chaften  sofort  hinausgewor
sen.  Gin  (brabenilück  westlich  de#  Bois  du  Sart
ist  noch  in  Feindeshand.  Abends  ilürmten  meh
rere  englische  Balaillone  blich  von  Loos  vor.
Auch  h'er  murde  umiere  Stellung  durch  kräftigen
Gegenungr.i##  gehalten.

Pron-deutscher  Krond'inz

Am  Cliemin  der  Damer  Ulebte  in  den  Abend
f.  usnden  cher  Feuerlanuf  zu  beiden  Seiten  der
-trase  Luon  Soüfen:  und  am  Winterberg  auf.
Umere  Sturmirurpen  brachten  von  Unterneh
mungen  gegen  framöfische  Gräben  nordhistlich
von  Mane.  westlich  der  Zuiphes  Niederung  u.
auf  dem  vüllichen  Maas  User  Geiangene  und
Vetits  zurüc.

Oestlicher  Kriegsschauplat.

Lebhaste  Keuertüligleit  bei  Smorgon,  west:
lich  von  Luck  und  an  cen  von  Zlzow  und  On
lycz  auf  Tarnopol  füh-enden  Bahnen.

GVer  erste  Generalquartiermeister:
Ludendorff.

Der  amtliche  österreichische  Bericht.
Oestlicher  Kriegsschauplatz.

In  Osigal  zien  und  Wolhynien  hält  de  vermehrte
  Gefechtstätigleilt  der  Russen  an  mehreren
Stellen  an.

Italienischer  Kriegsschanglas.

Bei  der  Jon#  Armee  leine  Ereignisse  von
Belang.  In  Kärnten.  stelgerte  lich  das  seind
liche  Artillerieseuer  im  Plöcken=  und  Flitscher-Abschuitt
  zu  gröster  H##tigleit.  Ein  gegen  un
sere  St#-  uungen  am  Nombon  geführter  Angriff
wurd.  ibgewic'en.  Auf  der  Hochfläch:  der  Sieben
  Gemeinden  verslärlte  sich  der  Artilleric
lampf.  «

ben

 

 

an

eines

Der  Ches  des  Generalstabes.

 

Die  cheieschische
VBon  Unle  nach  rech  12:  Die  Gemahlin  Konig
Konfstantius,  Konun  Zorh'e  von  Griech-#n  55#:
land.  (Schweiter  Kaisser  W#hm  i1  de

Muaigẽésfamilie
neue  2  Prin;  Alerander  □,  Primiessin
#rur.  Ron  Konnamin,  Kronprinz  Heorg.

 

 

 

Der  kufkang'  iab  auf  Kondo.

Am  13.  Juni,  1  Ubr  iatlag  deutscher  dell
wurde  die  Festung  London  bei  llariem  Weitter
von  einem  geschlosienen  Geschmader  deul  cher

Großbflug3zeuger  unter  personlicher  Führung  des
Geschwaderlommtent  ur-  Brandenbur
grijsjen.  Die  Hele  des  Angriises  w.  ren  die  in
der  -  der  Ea1  geleginen  Doas.  Wer'

ten  und  Bahnanlagen.  sonn  jtaat  iche  Maga
z'ine  und  Speicher.  de  sich  ani  beiden  Aiern  der

hemse  entlang  zellen.  Jahireich#  Vrande  bra
cei  aus  und  fanden  an  den  austenapelten  Vor
raten  reiche  Nahrung.  Da:  ur-  chwader  hielt
sich  länger  als  ein?  Viertelitunde  ubet  s.ifen  Au.
erüffozielen  auf.  Trob  eng!  #ter.  Abꝛ  wehtmu.

nahmen  lehrien  samil  de  F.  ##3o  brr:
in  ihre  Häsen  zurack.  —  siuelt  Fiun
u  urde  über  der  Temse  im

#uine

 

    

 

    

vu  tlampi  abgesn  of
senn  und  flurzle  rasneno  in  die  Tiese.

Im  Unterhaus  hal  Vonar  Law  eine  lunie
Crllärung  über  den  jüngilen  deutscen  Lustan
crüs  abgegeben.  Er  sagie.  daß  12  bler  15  semnd
lche  Flugzenge  bei  Northfereland  die  Küne  par
serten  und  uber  Eser  dinrelt  auf  London  zu
steuerten.  Bei  Northioreland  wurden  2  Boim
ben  abgeworsen.  Mo  um  11.25  Uhr  siel
de  ersie  Bomle  in  #rr.  13  Bem
ben  fielen  in  de  City.  Die  Abwehr##sch  ütze  wur
den  auf  den  Feind  geri-  l  lei,  während  eine  ge
Anzahl  Flugzeuge  zur  2  Verjolgung  aufsfteg.
Unglücdsstellen  in  anderen  Teilen  Londons  X
nod  nicht  belanm,  aber  in  einer  Süule  in

Tastend  wurden  10  Kinder  gelötel  und  15  ver
nundet.  Bisher  ist  wenigilen  eine  Maschine
als  abgeschossen  gemeldet  worden.

In  einem  offiziellen  Regierungoberichte  he.ßt
welter:  Die  erste  Bombe  siel  gigen  11.30  Uhr
4anl  dem  östlichen  Nande  von  London.  Darauf
fielen  schnell  aufeinander  eine  grose  Anzahl
Vomben  auf  verschiedene  B.ziric  von  Castend.

 

 

nerionen“  hervorgehoben,  daß
„Annerion“  in  ganz  verkehrtem
ent  werde.  Oisfene  und  acheime
braden  vonein  eerbesserung  enn  Uj
B.  efreiung  der  Foller  und  5rPr  Hervertini—
cuing  einit  entrisener  Gebiele  mit  dem  iruhbeten
aerk#nd  Wenn  diese  Ausiegung  uangeno#nmen
  werde.  mußte  so  lange  gelämpit  b.5

der  Begriff
Sinne  ausge-Imperiali-
  steu

ier  V

 

der

 

nFen,

    

 

    
   

 

11  Hu.  nd»Will-"kr«11tcs..111..1»P«
lech  in  die  Pro#  1;  JFele  de  Frane  und  Nul.
land  in  dr  Gromurnentum  Mo#lau  jurückherieht
  ĩei.  Das  ware  «  Tnde.
NNi  lan  *'--  Sber  baldtn:  Wenn
e  s  ,-«xr·«ck")n  "ls1«-1.  ins
sclne  rb  sie  Leschrieben  hühe,  io  veriuehe:  es  un.
ler  Ann:  krin  nen:  „„Die  Aneimiung  von  Landes
teilen.  die  am  Tage  der  Krieqgs  rerllärung  eEinem

anderen  Staat  g.:  khorten.  D  fer  ar  uUno
deutlim.  Nur  derienige  lonne  dies  nicht  negrei
ien,  der  niät  begreiser  wolle.  Das  iit
ehne  denilicke  Absage  an  die  Ampruche  Frankreic
  am  Slfan  Lothringen.

#

Der  Kampf  zur  See.
Pomnd

Cin  sranzosischer  amupier
vorsenkt.
Vei  dung  wurde  der  franz.
(5(57  2  **
rpediert.  Er
1  Besanunag
ertitlen  beträgt  100.

a  z  einer  Havas

   

Juni
haltle  Vai  5n.  ere  #und  17  M

an  Bord.  Die  Jehl  der  de

 

Tine  Vombe  wurde  auf  eine  Eisenbahnanton
eschlendert  und  traf  einen  einfahrenden  Zug.
Passaglere  wurden  getolet,  16  verwundet.
Erne  andere  Bomve  vernichtele  eine  Schule  und
171.  le  1½  Kinder  und  verwundet:  500.  Eine  Au- 



in  Magaz'ur  wurd.  beschädigt,  auch  ennan
den  vi  Brande.  Sowert  bieher  belan  n  sind
in  Louden  45  Be  ersonen  gelolet  und  135  verwun:

dei  woe  rz.  Dei  Line  in  nicht  vo  28  de
e  drullege  isfer  dürite  hoher  sein.  Der  An
griff  über  London  dauerte  eine  Viertelnunde.

In  einer  zweitem  Milleilung  im  Unterhause
Bonar  Lam,  daß  die  Anzahl  der  Toten
6  b.eF*.  9%  und  die  der  Herwungeien  ungefahr
Ol-mwmebl  man  meine.  einige  Fing
seuge  abgeschnien  in  haben,  lonne  er.  nat  mit
ie  len,  das,  er  lievon  leinen  offiziellen  Bericht
besitze  aui#er  von  eitem  Flugzenge.  von  dem  er
müläg:  bereite  gesprochen  habe.  Bonar  Lam
sutzie  hinzu,  dan  eine  erusle  Munitionserpiosion

fügle

in  Asliun  bei  Manckeiler  flattgesunden  habe.
Dei  Ernlosion  üilehe  jedock  nicht  mit  dem  Lust
angrüf  in  Zusammenh#na;  es  gab  eine  Anzahl

Tote  und  Vermune.  e.

In  der  letzten  offiziellen  Mieteilung  jind  25
Manner.  1  .  rauen,  20  Kinder  als  getölet,  123
Männer,  12  Frauen  und  21  Kinder  als  ver
lezl  angeq#’ben.  Die  deutschen  Fiutz:  uge  fio
den  in  einer  Höhe  von  17  0.,20  Fuhß.  Bis  weit
in  die  Vorflädte  hinein  war  das  Platzen  der
GWranaten  und  der  Lärm  der  Abwehrgeschütze
hörbar.  Eaĩtend  "  zie  am  i  zu  keiden.

Um  den  Fredes.
ODerrussiscke  Begriff
da#r„Annerion“.
Ju  dem  amilchen  Blalt  des  Peterebur#er
Arbester  und  Soldatenrates  „IJswestija“  mird
in  einem  Artilel  nit  der  Ausschrift  „Shne  An- 



Das  geknebelle  Griecheulend.
Immer  deutlcher  zeigt  es  sich.  daß  die  En
lente  um  l  1h"  «  .«,1.»c  JannIaPchqcsIJSkie

   

 

 

  

denlan  d  Smeigung  der  Ernte
in  wrn“  sallen  Gun-  der  Sarrai  Armer
im  Auge  ba:  Jufols-  r*  II  Boote  Krieges
ist  der  Armee  Sarrtals  und  seinem  Saloniki
Unternelmen  der  rrec.  Saden  abgeschuitten.
deshalb  mun  jem  aur  dei  armen.  gequälten

 

sichis  der  reisenden  Ern
wias  sich  mit  allen
(vdedie:  um  Larissa

grech  schen  Bauer#n  an:
te  heraueger  rei#  werden.
Milel  holen  §si
iteht  u  ltier  den  lndirhnt  Produb:ivnsgeb.eten
  Grieg  eniean  d  in  die  (Getrei
deerrte  dieser  Kor##mer  lommt  da!  et  zuerst
an  de  Reihe.  Fen  FVeris  rgung  der  Truppen
Sarraile  in  also  nur  durs  den  unerhörten
Nen  lebruch.  der  mit  der  Absenung  des  Konigs
Konftannin  “Wö  anden  wurd.,  und  durch  die  dru
lale  Aus-  augung  der  griechischen  Bauern  noch
möglid.  Dar  Urteii  der  Gesmichte  uber  diese
unerho  eten  Rechtebengungen  und  gemeiaö  ne  Brulalttät
  sliehl  heute  s#  on  sen:  noch  nie  int  eine
sci  amloĩsere  Heuchelei  und  RNiederttacht  im  Na
men  der  „,  BRolerfretheil!“  begangen  worden.
als  fle  *  r  gegen  Griechenland  rurchgefuhrtn
wird.  Ein  gewiß  unverdag  tiger  Zeuge.  das
Sto  dbalmer.  Astonbladet“  serrebt  dazu:  Schon
jeht  erscheint  die  an  Griechenland  be  Jangene
Tut  al#:  einer  der  ichwa  rzeilen  Schandflecken
der  Geschichte  unterer  Tage.  Daß  die  Staatemanner
  der  Cuteme  noch  wagen,  sich  den  An
i  ein  zu  geben,  al#n  handelten  sie  aus  rein
ddealen,  moralise,  hochnelenden  Gründen,  muß
als  eine  freche  Lästerung  götlicher  und  menschlicher
  Geselkhe  bezeichnet  werden.
Die  Absetzung  des  Kön  igs.

Die  Berliner  griedische  Gesandtschaft  erhielt.
auf  indireltem  Wege  folgendes  Telegramm  des
Ministerrrasidenten  Jaimis,  datiert  vom  13.  os.

er  *5*  Lin  *