10
20
25
Gültbüchlein. 401
Rudelsdorff. Der ober hoff, den Clauss Weeber iezo besizt,
geit . ... 1 bz
Das nechst gut darbey uff dem ı rain, welches iezo der Bidermann
besizt, get. . . . » 0.0.2.6 be.
Dass nechst gut darunder, welches | iezo Leonhardt Weber besizt,
get . . . 2. 0. 4 sch.
Das gut über der. gassen, neben der wett, welches iezo Georg
Kress besizt, get . . .. 002.6 ba.
Das under guet mit dem ungezimmerten gütlein, welches iezo
der Stinz besizt, get . . . . 2 000..6 ba.
Das under gut, oberhalb des hirthenhauss uff der rechten
hand gegen Reinsperg, welches iezo Kern Lilgi besizt, geit 3 bz.
Das ober gut, neben der stigel gegen Keinsperg, das iezo Leonhardt
Gronlin besizt, geit. . . - 2 0.0..8 bz
summa 1 fl. 15 bz. 1 sch.
Der klein zehend, den mann mit dem pflug bauet, soll gereicht
unnd geben werden dem pfarrhern, so weit die pfarr Reinsperg
sich erstreckht, von dem sunst niemandt keinen theil hatt.
Erstlich die sommergerst, wie oberzehlt, ist dess pfarrhern,
sol die zehendt garb uff dem ackher geben werden.
Flachsszehendt, der soll uff dem ackher verzebendt werden,
soweit die pfarr ist; also, sobald der flachs aussgeropft und an die
garben bunden, soll der flachs mit den bollen, die zehendt garb, zu
zehenden geraicht werden.
Den rübenzehendt hat man biss anher also geben. Nachdem
der kaur die rüben aussgraben, heimbgeführt unnd abbutzt, so hat
er dem pfarrern den zehendt darvon bracht; dieweit es aber dahin
kommen, dass sich die baurn nit sünd förchten, wenn sie den zehendt
nicht recht geben, unnd etwan einer viel, der ander kaine, ist mir
gar wenig rüeben auss den filialiis oder weylern der pfarr worden.
-Derowegen hab ich den rübenzehendt also abgebuzt bey ihnen hohlen
lassen, und hat die mühe ausstragen.
Erbiszehendt wird geraicht, wen der baur die erbes aussgetroschen;
soll uff dem tennen geraicht werden, oder dem pfarrer
heimbgetragen werden.
Linsenzehendt soll gleicher gestalt dem pfarrer geben werden.
Kirschenzehendt soll auch dem pfarrer gleicher gestalt
geben werden.
26