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groß, als Karl auf den bekannten großen Reichstag nach
Augspurg aus Italien kam, und mit einemmal die wichtigsteu
Augelegenheiten abthun zu wollen schien, welche seit dem
Antritt seiner Regierung Teurschlaud mit jedem Jahr immer
mehr verwirrt hatten. Aber gerade auf diesem Reichstag
belehnte Karl seinen Bruder mit Wirtemberg, ließ die Churfürsten
dagegen protestiren, und dehute, um seinen festen
Entschluh noch mehr zu zeigen, dieOrsterreichischen Privilegien,
auf Wirtemberg aus- Dis im gleichfolgenden Jahr
zu Cöln geschehenen Roͤmische Koͤnigswahl Ferdinands, bei
welcher sich Karl auf's neue mit Spanischer Hoheit über
alle Reichsconstitution hinwegsetzte, gab besonders dem Bairischen
und Pfälzischen Hause Gelegenheit, den ganzen, Umfang
der kaiserlichen Absichten zu entdecken, und Ulrich, ohne
daß er ein anderer geworden wäre, hatte mit einemmal
Baiern und Pfalz und Sachsen und. Hessen und Henrichen
von Braunschweig zu seinen entschlossenen Freunden., Statt
aller war aber unsireitig Landgraf Philipp. Wo die
übrigen jammerten und wünschten und hofften und baten,
da zog er das Schwerd, und er war allein schon in manchen
Auschlag hineingerannt, dessen Wahrscheinlichkeit er vorher
nicht überdacht, im Erfolge hatte ihn der Zufall unterterstützt.
Auf Glück, und Zufall mußte er in der That auch
zählen, wenn er den kühnen Streich ausführen wollte, der
wereinigten Macht, Karls und Ferdinands ein Herzogthum zu
entreissen, das ihnen auch nur zur, Ergänzung ihrer übrigen
Vorderöstreichischen Staaten unschätzbar wichtig war; und
mit einer augenblicklichen Entreissung war auch das große
Werk noch nicht einmal angefangen, wie wollte er einen
Krieg gegen diese Brüder ansdauren, in welchem die Parthie
immer noch vollig ungleich blieb, wenn sich auch Frank-1530