Full text : Armee-Verordnungs-Blatt Siebzehnter Jahrgang (17)

Zusammenstellung

Anlage  2.
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der  maßgebenden  Bestimmungen  für  die  Kommandos

zur  Wilitär-Schießschule.
I.  Beginn  und  Beendigung  der  Lehrkurse.

Der  erste  Lehrkurfus  beginnt  am  15.  März  und
endet  am  30.  Juni.

Der  zweite  Lehrkursus  beginnt  am  1.  August  und
endet  am  15.  November.

Die  Kommandirten  müssen  im  Laufe  des  15.  März
bezw.  1.  August  in  Spandau  eintreffen.

II.  Auswahl  der  zukommandirenden  Offiziere,
Unteroffiziere  und  Gemeinen.

1)  Die  zu  den  Lehrkursen  zu  kommandirenden
Offiziere  sind  vorzugsweise  aus  der  Zahl  derjenigen
  zu  wählen,  deren  Beförderung  zum
Kompagnic-Chef  in  nicht  zu  ferner  Aussicht  steht;
es  können  jedoch  auch  solche  jüngere  Offiziere
herangezogen  werden,  welche  für  den  ieß
dienst  besondere  Neigung  und  Beanlagung  haben,
und  deren  baldige  Betheiligung  am  Lehrkursus
der  Militär-Schießschule  dem  dienstlichen  Interesse
entspricht.

2)  Die  zu  den  Lehrkursen  zu  kommandirenden
Untero  ffiziere  sollen  als  Schießlehrer  aus-Fobildet
  werden,  um  als  solche  nach  Rückkehr  zur

ruppe  Verwendung  zu  finden.  Dieselben  sind
von  den  Truppentheilen  sorgfältig  dieser  Absicht
entsprechend  auszuwählen.

3)  Die  zur  Stamm-Kompagnie  zu  kommandirenden
emeinen  müssen  alle  Eigenschaften  zu  einem
gewandten  Schützen  besitzen,  also  gute  Augen
und  einen  kräftigen  Körper  haben,  Tüchtiges  im
Exerziren  leisten,  intelligent  und  findig  sein.
Die  zu  den  Lehrkursen  zu  kommandirenden
Gemeinen  sind  lediglich  zur  Ausführung  von
Arbeiten  bestimmt.

 

zur  Gewehr,  prüfungskommission.
I.  Zeitpunkt  des  Kommandos.
Die  Mannschaften  werden  alljährlich  zum  15.  März

und  1.  Angust  kommandirt.
Die  Kommandirten  müssen  im  Laufe  des  15.  März

bezw.  1.  August  in  Spandau  eintreffen.

II.  Auswahl  der  zu  kommandirenden  Unteroffiziere

  und  Gemeinen.

1)  Die  Unteroffiziere  müssen  sich  für  den
Versuchsdienst  eignen,  daher  gute  Schützen  sein,
entsprechende  Schulkenntuisse  und  jedenfalls  eine

eserliche  Handschrift  besitzen.  Dieselben  werden

m  Einverständniß  mit  der  Gewehr-Prüfungskommission

  letzterer  seitens  der  Militär-Schießchule

  jährlich  zweimal  aus  der  Zahl  der  zu  den

Lehrkursen  Kommandirten  Überwiesen.  Diese

Unteroffiziere  treten  zur  Gewehr-Prüfungs.

kommission  mit  dem  1.  Juli  und  16.  November
jeden  Jahres  über.  "

2)  Bei  der  Auswahl  ist  in  erster  Linie  die  Qualifikatien
der  Unteroffiziere  im  Auge  zu  behalten;  auf  die
Innehaltung  einer  bestimmten  Reihenfolge  aber
nur  insoweit  Rücksicht  zu  nehmen,  als  dies  ohne
Beeinträchtigung  des  Hauptwecks  —  Erlangung
eines  durchaus  tüchtigen  Personals  —  zulässig
erscheint.

3)  Die  Gemeinen  müssen,  da  sie  zur  Ausführung
von  Versuchen  verwendet  werden,  alle  Eigenschaften
  zu  einem  gewandten  Schützen  besitzen,
intelligent  und  findig  sein.

 

4)  Sämmtliche  Mannschaften  müssen  von  guter  Führung  und  zuverlässsg  sein.

5)  Die  zu  kommandirenden  Gemeinen  sind  in  der  Weise  auszuwählen,  daß  sie  voraussichtlich  während  der
Dauer  des  Kommandos  nicht  zur  Entlassung  kommen.

6)  Unmittelbar  vor  dem  Abmarsche  der  Mannschaften  nach  Spandau  sind  dieselben  ärztlich  zu  untersuchen.
Es  dürfen  nur  kräftige  und  völlig  gesunde  Personen  überwiesen  werden.

7)  Die  Auswahl  der  für  die  Stamm-Kompagnie

 

erforderlichen  Unteroffiziere  liegt  dem  Kommandeur
der  Militär-Schießschule  ob,  der.  hierbei  in  erster
Linie  die  Qualifikation  im  Auge  zu  behalten  hat,
auf  die  Innehaltung  einer  bestimmten  Reihenfolge
  aber  nur  insoweit  Rücksicht  zu  nehmen
braucht,  als  dies  ohne  Beeinträchtigung  des
Hauptzwecks  —  Erlangung  eines  durchaus
tüchtigen  Personals  —  Fatas#n  erscheint.