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gerundet. Die Anmeldungen müssen deutlich und sauber geschrieben sein und dürfen Rasuren nicht ent-
halten; Anderungen sollen durch Namensunterschrift beglaubigt werden. Anmeldungen, die diesen Anforderungen
nicht entsprechen, können zurückgewiesen werden.
Bei Gegenständen, welche versehentlich gelandet worden sind, oder bei solchen Gegenständen, welche
alsbald wieder in das Ausland gehen, bedarf es, wenn sie im Zollhause verbleiben, der Ausfertlgung be-
sonderer Zollpapiere nicht. .
Auf Wunsch des Verzollers und bei des Schreibens unkundigen Personen bewirkt die Zollstelle
gegen eine Schreibgebühr von 15 Pesa für jede angefangene Seite des amtlichen Formulars die Anfertigung
der Anmeldung auf Grund der mündlichen usw. Angaben des Verzollers. Derselbe hat in diesem Falle
die Anmeldung mit seiner Unterschrift und, falls er nicht schreiben kann, mit scinem Handzeichen zu versehen.
Das Handzeichen muß durch Unterschrift eines Zollbeamten beglaubigt werden. Statt der schriftlichen An-
meldung genügt die mündliche, falls der von den Gegenständen zu zahlende Zollbetrag voraussichtlich
10 Rupien nicht übersteigen wird, bei zollfreien Gegenständen, wenn deren Wert 100 Rupien nicht über-
steigt. Bei Gegenständen, deren Wert, wie z. B. Elfenbein, Kopal usw., durch Schätzung ermittelt wird,
kann von Anmeldung des Wertes ausnahmsweise vor erfolgter zollamtlicher Wertfeststellung Abstand ge-
nommen werden.
In den Anmeldungen sind zollpflichtige und zollfreie, ebenso solche Gegenstände, die verschiedenen
Zollsätzen unterliegen, voneinander getrennt zu halten.
Begleitscheinverkehr.
12.
Die in § 10 Absatz 1 der Zollverordnung erwähnten Gegenstände deutsch-ostafrikanischen Ursprungs,
insbesondere solche, welche von einer Zollstelle mit beschränkten Abfertigungsbefugnissen einer anderen Zoll-
stelle mit unbeschränkten Abfertigungsbefugnissen behufs endgültiger Abfertigung zur Ausfuhr überwiesen
werden sollen, desgleichen bereits verzollte Gegenstände fremden Ursprungs, die von einem nach einem
anderen Platze des Zollgebietes durch das Zollausland auf dem Land= oder Seewege übergeführt werden
sollen, sind zur Erlangung der Zollbefreiung von dem Versender auf dem vorgeschriebenen Formular
schriftlich in doppelter Ausfertigung anzumelden.
Die Bestimmungen der 88 23—25 der Zollverordnung und des 8 11 dieser Ausführungs-
bestimmungen finden für die Ausfertigung dieser Anmeldung entsprechende Anwendung. Die Begleitscheine
müssen die Gegenstände während der Überführung begleiten.
Vom Kaiserlichen Gouvernement oder der Kaiserlichen Postbehörde verschiffte Gegenstände sind
von dieser schriftlichen Anmeldung befreit. Für dleselben genügt sowohl bei der Ausfuhr wie bei der
Wiederelnfuhr mündliche Anmeldung.
Sofern ein Zollposten nicht mit des Lesens und Schreibens kundigem Personal besetzt ist und
demgemäß die zollamtliche Begleitung bis zu einer Zollstelle mit unbeschränkten Abfertigungsbefugnissen
behufs endgültiger Abfertigung zur Ausfuhr erfolgen muß, kann die vorgeschriebene Anmeldung ausnahms-
weise unterbleiben.
Ausfuhr zur späteren Wiedereinfuhr und umgekehrt.
§5 13
Gegenstände, die zur Ausfuhr mit der Bestimmung der Wiedereinfuhr (§ 10, 2 Z. V.) und
Gegenstände, die zur Einfuhr mit der Bestimmung der Wiederausfuhr (8 11 Z. V.) gebracht werden
sollen, sind in doppelter Ausfertigung in Gemäßheit der §§ 23—25 der Zollverordnung und des § 11
dieser Ausführungsbestimmungen anzumelden.
Durchfuhr.
8 14.
Alle Erzeugnisse der Natur, sowie des Kunst= und Gewerbefleißes können nach Maßgabe der nach-
stehenden Bestimmungen frei von Einfuhr= und Ausfuhrzoll durch das Zollgebiet durchgeführt werden, und
zwar von jeder Zollstelle zur anderen mit der alleinigen Maßgabe, daß an der Meeresküste nur die Häfen
von Daressalam, Tanga und Kilwa als Ein= oder Ausfuhrhäfen zugelassen sind.
- 8 16.
Die Durchfuhr der in § 3 dieser Ausführungsbestimmungen aufgeführten, einem Einfuhrverbot
unterliegenden Gegenstände ist untersagt.
§ 16.
Die in § 4 dieser Ausführungsbestimmungen aufgeführten Vorschriften betr. die gesundheitspolizei-
liche Kontrolle usw. finden auch auf Durchfuhrgegenstände Anwendung, desgleichen bis auf welteres die
Bestimmungen über die Ein= und Ausfuhr von Feuerwaffen und Schießbedarf sowie von Sprengstoffen
aller Art (§ 2 d. A.-B.).