Full text : Kriegsgeschichte von Bayern unter König Maximilian Joseph I. - Zeitraum vom Jahre 1789 bis zum Frieden von Tilsit 1807. (1)

Schlacht  konnte  ihm  höchsteus  in  Piemont  z  weitern
Spielraum  oͤffnen;  eine  verlohrne  Schlacht  aber  zwang
ihn,  Coni  und  Italien  zu  verlassen.  Um  den  dsterreichischen
  Feldherrn  zu  nothigen,  sich  vom  Eingange  in  die
piemontesische  Ebene  weg  zu  wenden,  wollte  er  den  rechten
  Flügel  seines  Feindes,  der  zwischen  Fossano  und
Savigliano  stand,  einwickeln,  und  dessen  Verbindung
mit  Bra  und  Turin  zerreißen.  Gencral  Duhesme
sollte  ihm  dazu  mit  einem  Zug,  durch  das  Thal  Suza
nach  Pignerola  und  Saluzzo,  helfen.

Melas,  welcher  seinen  Gegner  verstand,  ließ  sich
durch  die  falschen  Angriffe  an  der  Stura  nicht  zerstreuen,
  sondern  verstärkte  seinen  rechten  Flügel  hinreichend,
  indem  er  seinen  linken  zurückzog  und  selbst  Mondovi
  räumte.  Auch  Championet's  Unternehmungen
gegen  Breolungo,  dessen  Besetzung  von  Bene  u.  s.  w.
waren  fruchtlos.  Melas  verließ  vielmehr  seine  Verschanzungen
  zwischen  der  Stura  und  dem  Tanaro  freiwillig
  (Sten  November),  und  nahm  eine  schräge  Stellung,
  gegen  Championet  über,  zwischen  Fossano  und
Marrena.  Den  linken  Flügel  nähmlich  lehnte  er  an
Fossano;  der  rechte  stand  unterhalb  Savigliano,  welches
im  gleichen  Augenblick  von  den  Franzosen  besetzt  ward.
So  waren  nun  beide  Heere  einander  zwischen  dem  Grang-Fluß
  und  der  Stura  im  Angesicht.

Während  Championet  in  der  Nacht  vom  sten
zum  #ten  November  sich  zur  Schlacht  vorbereitete,  Saluzze
  besetzte,  den  General  Victor  in  Fossano,  den
General  Grenier  in  Valdeggio  und  Savigliano  aufstellte,
  traf  auch  Melas  seine  Anstalten.  Dieser  wollte
den  Angriff  auf  des  Feindes  linken  Flügel  bei  Savigliano