232 Das 14 Armeekorps.
und durch die Tapferkeit und Ausdauer seiner Soldaten hat es Großes
geleistet. Seine Aufgabe war zunächst, die Vogesen zu überschreiten
und die feindlichen Truppenmassen zu zerstreuen, welche sich im Süden
der Vogesen sammelten. Es war dasselbe Kriegstheater, auf dem
auch Garibaldi mit seinen Banden erschien.
Am 5. Oktober trat das Korps seinen Abmarsch von Straßburg
an, am 6. Oktober traf die Avantgarde, eine Brigade unter General
von Degenfeldt bei Etival auf den mehr als doppelt stärkeren Feind,
in einem siebenstündigen Gefechte wurden die Franzosen unter General
Cambriel in Auflösung zurückgeworfen, sie verloren 1400 Todte
und Verwundete und 589 Gefangene. Dem Ueberschreiten des Gebirges
stellte sich nun kein Widerstand mehr entgegen, am 9. Oktober
waren die schwierigen Märsche überwunden und den Truppen wurde
ein Ruhetag gegönnt. Am 10. und 11. Oktober setzte sich das Korps
wieder in 4 Kolonnen in Bewegung. Nach mehreren siegreichen Gefechten
wurde am 12. Oktober Epinal besetzt, der Feind, bei diesem
Orte abermals geschlagen, ging sofort auf der Eisenbahn bis Vesoul
zurück. Am 20. Oktober wurde auch Vesoul genommen und das
Hauptquartier dort aufgeschlagen, der Feind hatte sich nach den beiden
Festungen Belfort und Besancon zurückgezogen. Um diese Zeit war
Garibaldi in der Umgegend von Dijon angekommen und begann seine
Freischützen zu organisiren.
Am 22. Oktober wurde der Vormarsch des 14. Armeekorps auf
Besancon befohlen und es trat denselben in vier Kolonnen an. Der
Feind stellte sich hinter dem Flüßchen Oignon, einem Nebenfluß der
Sabône, durch höchst geschickte taktische Bewegungen wurde der Uebergang
über diesen Fluß erzwungen und der Feind bis an die Wälle
von Besancon verfolgt. Die Zahl der französischen Truppen, welche
aus gut befestigten Stellungen geworfen wurden, betrug 12000 Mann
mit zahlreicher schwerer Artillerie. Wiederum wurden von den Truppen
des 14. Armeekorps viele Gefangene gemacht.
Darauf wandten die heldenmüthigen Truppen sich auf Dijon.
Halbwegs desselben in der Nähe von Gray wurde das 1. und 2.
badische Regiment von Scharen bewaffneter Bauern angegriffen.
Diese Banden wurden mit Leichtigkeit zerstreut, diejenigen Bauern,