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III. Fahndungssachen.
Nr. 360) Das Kraftzweirad I. S. 1944 wurde im Juli 1905 für den Kellner Heinr. Siebelts Meyer in Weener zugelassen,
der vor längerer Zeit von Weener ohne Anmeldung verzogen ist und nach Amerika ausgewandert sein soll. Das genannte
Rad wurde am 25. Januar d. Is. in Schortens (Groß-Herzogtum Oldenburg gesehen. Der unbekannte, neue Besitzer benutzt
es also ohne die vorgeschriebene Neuzulassung beantragt zu haben.
Ich ersuche, die Polizeiorgane anzuweisen, nach dem Besitzer des Kraftrades zu forschen. Im Ermittelungsfalle ist ihm
die Zulassungsbescheinigung und das Kennzeichen abzunehmen und seine Bestrafung gemäß § 23 und, falls er nicht im Besitze
eines Führerscheins sein sollte, auch gemäß § 24 des Reichsgesetzes vom 3. Mai 1909 (R. G. S. 347) herbeizuführen.
Falls das Rad ermittelt wird sehe ich einer Anzeige entgegen.
Aurich, den 30. April 1914. Der Regierungspräsident. J. V gez. Frost.
An die Herren Regierungspräsidenten der Monarchie pp.
Abdruck erhalten die Herren Amtsvorsteher und Gendarmen des Kreises zur Kenntnis und Beachtung.
Schlawe, den 13. Mai 1914. Der Landrat. J. Vr von Baumbach, Regierungsassessor.
* 354) Die Erkennungenummer IX 2104, die ich für ein Kraftrad ausgegeben habe, wird offenbar unbefugt von einem
Besitzer eines Krafkwagens benutzt. Ich ersuche, Nachforschungen nach dem Führer und Eigentümer des Wagens anstellen,
gegebenenfalls das Kennzeichen beschlagnahmen zu lassen und mir Mitteilung zu machen, derart daß ich die Srafverfolgung der
begangenen Zuwiderhandlung in die Wege leiten kann.
Minden, den 21. April 1914. Der Regierungspräsident. gez. Unterschrift.
An die Herren Regierungspräsidenten der Monarchie pp.
Abdruck erhalten die Herren Amtsvorsteher und Gendarmen des Kreises zur Kenntnis und Beachtung.
Schlawe, den 13. Mai 1914. Der Landrat. V. von Baumbach, Regierungsassessor.
Nr. 361) Von dem aus dem Verkehr gezogenen Kraftwagen I. H. 269, dessen Erkennungsschilder entstempelt worden find,
sehlt die Zulassungsbescheinigung I. H. 269 und die dazugehörige Stenerkarte. die am 17. März d. Is. ungiltig wurde.
Der Verbleib der Zulassungsbescheinigung I. H. 269 und der Steuerkarte hat sich nicht ermitteln lassen.
Das Kraftfahrzeug war bei dem Spediteur Schmidt in Stettin, Grünstraße Nr. 14, zur Ausbewahrung untergestellt.
Die Zulassungsbescheinigung und die Steuerkarte sollen sich in einem Fach unter dem Fährerbesit befunden haben. Trotz eingehender
Revision des Kraftfahrzeuges ist in demselben nichts gefunden worden. Dem Spediteur Schmidt ist der Verbleib der
beiden Ausweise nicht bekannt.
Da das Kraftfahrzeug unter einem offenem Torweg stand, der jedem zugänglich ist, ist anzunehmen, daß die Bescheinigungen
von Unberufenen entwendet worden sind.
Ich ersuche ergebenst um Anstellung von Nachforschungen nach dem Verbleib der Zulassungsbescheinigung und um
Mitteilung im Ermittelungsfalle. Das Erkennungszeichen I. H. 269 ist gesperrt worden.
Stettin, den 1. Mai 1914. Der Regierungspräsident. gez. Unterschrift.
An sämtliche Herren Regierungsprädenten der Monarchie pp.
Abdruck erhalten die Herren Amtsvorsteher und Gendarmen des Kreises zur Beachtung.
Schlawe, den 13. Mai 1914. Der Landrat. J. V. von Baumbach, Regierungeassessor.
Nr. 362) Der wohnungslose Schlosser Otto Jänicke, am 17. Januar 1889 in Bredow geboren, wurde von der Polizeiverwaltung
Belgard am 2. Mai d. Js. beim Verkauf des nachstehend beschriebenen, anscheinend entwendeten Fahrrades angetroffen
und festgenommen.
Da starker Verdacht besteht, daß Jänicke das Fahrrad entwendet hat, werden die Orts= und Ortepolizeibehörden sowie
die Herren Gendarmen des Kreises ersucht, nach der Herkunft des unten näher beschriebenen Fahrrades Ermittelungen anstellen
zu lassen und im Ermittelungsfalle mir umgehend Nachricht zu geben.
Beschreibung des Fahrrades:
Marke: Anscheinend Jagdrad Firma Burgsmüller KreiensenSattel: braun mit schwarzen Federn, am Sattel die Bezeich-(Harz),
nung: Deutsche Waffen= und Fahrradwerke H. Burgs-Nummer:
469187, müller u. Söhne, Kreiensen (Harz),
Rahmenfarbe: schwarz, Felgen: schwarz,
Lenkstange: nach oben gebogen, Speichen: vernickelt,
Griffe: orangefarbene Zelluloidgriffe mit der Bezeichnung Jagdrad,, Mäntel: grau und glatt mit der Bezeichnung: Deutsche Waffen-Klingel:
kleine runde, und Fahrradwerke H. Burgsmüller u. Söhne, Kreiensen
Bremse: nicht vorhanden, (Harz) „Spezial“.
Schlawe, den 13. Mai 1914. Der Landrat. J. V. von Baumbach, Regierungaasesessor.
5 A
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Schriftleitung: Königliches Landratsamt in Schlawe.
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