Schlegeler — Schlesische Kriege.
Straßenkampf, oer sich nun entspann,
and S. mit einem Teil der Seinigen den
d. Einige hundert Mann entkamen,
mehr als wurden gefangen und 11
gelangene Offiziere in Wesel 16. Sept.
809 erschossen. Schills Leichnam wurde
in Braunschweigbegraben, sein Kopf lange
im Museum in Leiden aufbewahrt und
erst 1837 in Braunschweig bei n
Bärsch, F. v. Schills Zug und *8 J.
Sch d), ein
Eeler (Schleglerbun
unter Eberhard II. (s. Eberhard 2) von
Württemberg am Tag Martini11. Nov.,
daher auch Martinsvögel genannt)
1366 gestisteter Bund, dessen Mitglieder
als Abzeichen filberne Keulen (Schlegel)
führten, und deren Häupter Schlegelkönige
hießen. Die S. wurden 1395 von den vereinigten
Nachbarfürsten bei Heimsheim
(im jetzigen Neckarkreis) überwältigt und
drei Könige gefangen genommen. Als
König Wenzel darauf den Bund verbot,
löste er sich auf.
Schlefien, dessen Name wohl von dem
Flüßchen Sleza, er heutigen Lohe, einem
ebenfluß der Oder, abzuleiten ist, war
ursprünglich von germanischen Völkerschaften
bewohnt, neben denen sich seit dem
6. Jahrh. Slawen niederli m 10.
Jahrh. wurde es ein Teil des Herzogtums
Polen mit Ausnahme des zach
westlich des Bober, der zur deutschen Lauitz
und zur Mark Meißen gehörte. Von
osen her, wo damals ein Bistum geründet
wurde, fand das Christentum in
S Eingang und erhielt einen Mittelis
punkt im Bistum Breslau, dessen Stiftung
ins 11. Jahrh. fällt. 1163 kam das
Land in den
in
esitz eines polnischen ürstengeschlechts,
der Piasten, welche b
viele Linien zerfielen. Von den Herzog-P
tümern, die so in Schlesien entstanden,
sind am wichtigsten in Oberschlesien: Jägerndoch-
Ratibor und Oppeln, in Nieerschlesien:
Brieg, Breslau, Liegnitz und
Glogau. Knig Tohann von Böhmen erwarb
um 1329 die Lehnshoheit über S.
vom König von Polen, und so wurden
die schlesischen Herzogtümer Glieder des
Deutschen Reichs. EG““3 II.
von Liegnitz, Brieg und Wohlau schloß
1537 mit dem Kurfürsten Joachim II.
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von Brandenburg eine Erbverbrüderung,
kchn er infolge besonderer Privilegien berechtigt
war. Indessen versaßte König
Ferdinand I., dem Böhmen 1526 zugefallen
war, diesem Schritt die Bestätigung.
Damals hatte die Reformation Boden im
Land gewonnen, wurde aber von den
Kaisern aus habsburgischem Geschlecht
.öfters mit Gewalt unterdrückt, zumal
während des Drewzigährigen Kriegs, der
unsägliches Elend über S. brachte. Als
1675 das herzogliche Haus in Liegnitz,
Brieg und Wohlau erlosch, zog der Kaiser
diese Länder ein und gab dem Kurfürsten
Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1686
nur den Kreis Schwiebus als Enchädigung,
der unter Friedrich III. dann auch
von Brandenburg abgetreten werden
mußte. Karl . von Schweden, an
welchen sich 1706 die schlesischen Protestanten
wandten, bot seinen Einfluß beim
Kaiser auf und erwirkte ihnen die Wiederöffnung
zahlreicher evangelischen Kiren
und die Erbauung von sechs Gnadenkirchen.
Kuiz Friedrich II. von Preußen
erneuerte 1740 die Ansprüche seines Hauses
auf die Herzogtümer Liegnitz, Brieg
und Wohlau und, zwang Maria Therefia
von Osterreich, ihm im Frieden zu Breslau
1742 ganz S. bis zur Oppa nebst
der Grafschaft Glatz abzutreten, so daß
jener nur die Fürstentümer Teschen,
Troppau und Jägerndorf verblieben. Die
Friedensschlüsse von Dresden (1745) und
Hubertsburg (1763) bestätigten Preußen
im Besitz Schlesiens 6 Schlesische
Kriege und Siebenjähriger Krieg).
Als Preußen 1815 den größten Teil der
Lausitz von Sachsen erhielt, wurde die
Oberlausitz mit der Hauptstadt Görlitz der
rovinz S. einverleibt. Vgl. Grünhagen,
Schlesische Geschichte (1857, 2 Bde.).
Schlefische Kriege. 1) Erster Schlesischer
Krieg (1740—42). Als Kaiser
Karl VI. 20. Okt. 1740 starb, war
Friedrich II. von Preußen nicht willens, die
Eazahe Sananhh. d.), welche der
ter Karls, Maria Theresia, die österreichischen
Erblande garantierte, streng
zu beachten, weil der Kaiser selbst durch
die übertragung der Rachfolge in Jülich-Berg
auf das Haus Pfalz-Sulzbach eine