Contents : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

 

cht  muß  Recht  bleiben,  auch  dann  und  dann
t  recht,  wenn  es  sich  um  die  Magestätsrechte
##ttes  handelt.  „Dein,  #o  Herr,  ist  die  Herraft
  und  die  Macht  und  der  Ruhm  und  der
eg  und  Dir  Pkührt  die  Ehre!  Dein  ist
##es  im  Himmel  und  auf  Erden“  (1  Chron.
„  11).  Diese  Worte  des  Psalmenkönigs  wa-1
  das  Vorspiel  zur  ersten  Bitte:  Geheiliger
e  Dein  Name!

Wir  leben  nicht  in  einem  Lande,  wo  das
aterunser  in  den  Schulen  verboten  ist,  wo“
t  Name  Gottes  im  öffentlichen  Rechtsleben
r  Friedenszeit  und  selbst  in  den  amtlichen
undgebungen  der  Kriegszeit  grundsätzlich  totschwiegen
  wird.  Unsere  Wehrkraft  ist  im  Naen
  Gottes  ins  Feld  gezogen,  nicht  um  sich
ber  einen  Namen  zu  machen  wie  der  sorische
eldherr  (1  Mak.  3,  14)  und  damit  einen
aub  an  Gottes  Ehre  zu  begehen.  Der  Kaiser
t  bei  jeder  Kundgebung  den  Namen  Gottes
#er  seine  Truppen  angerufen  und  bei  iedem
#affenerfolg  den  Lorbeer  des  Tages  dem  Naen
  Gottes  gutgeschrieben.  „Nicht  uns,  o  Herr,
cht  uns,  sondern  Deinem  Namen  gib  die
hre“!  (Pl.  113,  9).  Damit  wurde  die  Armee
iter  den  Segen  der  Bitte  gestellt:  Geheiliget
erde  Dein  Name!

Auch  die  einzelnen  Soldaten  haben  die  erste
itte  als  Losung  und  gute  Meinung  mit  ins
eid  genommen.  Der  Abschied  von  Heimat
id  Familie  war  hart,  —  in  Gottes  Namen,
beiliget  werde  sein  Name!  Die  Entbehrungen
id  Ansorderungen  des  Feldzuges  wachsen  ins
iesengroße  und  verlangen  ein  tägliches  Heldenm,
  —  in  Gottes  Namen!  Die  stündliche  Nähe
*  Todes,  das  Sttillehalten  im  mörderischen
ranatfeuer,  das  Bremen  der  Wunden,  alles
it  der  Losung:  In  Gottes  Namen,  geheiliget
erde  sein  Name!

Vater  unser,  zu  uns  komme  Dein
eich!

An  das  erste  und  höchste  Anlurgen  des  Menzensohnes,
  die  Ehre  des  göttlichen  Namens,
iht  sich  die  zweite  Bitte  um  siegreiche  Zukunft
:5  Gottesreiches  in  der  Welt  und  in  den
Unzelnen  Seelen.  Auch  diese  Bitte  im  Vater-Uer
  „Es  komme  Dein  Reich“  ist  im  sprachwfen
  Ausdruck  einfach  schlicht  und  kurz  und
eicht  wie  das  Himmelreich  selber  dem  Senfen,
  dem  unscheinbaren,  aber  inhaltvollen,  und
et  lleinen,  aber  kostbaren  Perle.

Unmittelbar  ist  das  Reich  Gottes  an  dem
uchtbaren  Ringen  der  Weltreiche  nicht  beteigt;
  denn  das  Königreich  des  himmlischen  Vars
  steht  nicht  in  Reih  und  Glied  mit  den
Celtreichen  wie  ein  Kriegsschisf  im  Kriegsschwader,
  als  Reich  der  Gnade  steht  es  unarteiisch
  über  allen  politischen  Grenzen  wie
er  Regenbogen  über  dem  Schlachtseld.  Mitlbar
  aber  wird  doch  auch  das  Neich  Gottes

1  Europa  durch  den  Gang  und  Ausgang  des
folkerkrieges  in  Mitleidenschaft  gezogen.  Das

leich  Gottes  ist  für  seinen  Bestand  nicht  auf
Jjajonette  und  Kanonen  angewiesen.  Im  großen
aad  ganzen  hat  es  als  „Reich  für  alle  Zeiten“
Pi.  144,  13)  sogar  die  Verheißung,  die
Nächte  der  Finsternis  würden  es  nicht  übertältigen
  (Mat.  16,  18).  In  den  einzelnen
mändern  aber  kam  es  „Zu  uns  lommen“  oder
wn  uns  genommen  werden,  an  Boden  und
finfluß  gewinnen  oder  verlieren,  und  für  diese
lufwärts=  oder  Abwärtsentwickelung  des  Golksreiches
  kann  der  Ausgang  des  Krieges  und
ie  politische  Neugestaltung  von  großer  Bedenung
  werden.  Die  Meßschnur  ist  über  Europa
zusgespannt  und  seine  Länder  sind  in  Gährung,
nd  da  das  Himmelreich  dem  Sauerteig  gleich
t  der  die  Masse  in  der  Gährung  durchsäuert
kat.  13,  33),  muß  ihm  der  Weg  offen  stehen,
zu  uns  zu  kommen“,  um  im  Geiste  Christi  an
jer  inneren  Neugestaltung  der  Zulunft  in  Friehsen
  und  Freiheit  mitzuwirken.  Gott  möge  unzse
  Kirche  davor  bewahren,  daß  auch  bek  uns
dre  Freiheit  und  ihre  Rechte  vom  libirischen
Histen  her  abgegrenzt  würden,  aus  einem  Lande,
has  bicher  ein  mamertinischer  Kerker  katholichen
  Lebens  war,  oder  vom  Westen  ber  aus
nem  Lande,  das  in  den  letzten  Jahrzehnten
ie  Kirche  wie  eine  Sklavin  geknechtet  und  wie
ine  Agar  mit  Wasser  und  Brot  in  die  Wüste
inausgestoßen  hat  (Gen.  21,  14).  In  diesem
niege  schlägt  also  auch  für  das  Reich  Gottes
ine  entscheidende  Stunde,  und  wir  haben  allen

 

Grund,  aus  tiefster  Seele  zu  beten:  Zu  uns
komme  Dein  Reich!

An  vielen  einzelnen  Seelen  ist  die  zweite
Bitte  schon  am  Anfang  des  Krieges  in  Erfüllung
  gegangen.  Sie  haben  den  Ruf  des
Herrn  vernommen:  „Suchet  zuerst  das  Reich
Gottes“  (Luk.  12,  31)  und  haben  durch  Empsang
  der  hl.  Sakramente  die  Gnade  und  den
Frieden  des  Himmelreiches  wieder  gefunden.
Viele  verlorene  Söhne,  die  in  Friedenstagen  das
Haus  des  Vaters  gegen  die  Fremde,  die  Güter
des  Gottesreiches  gegen  die  Armut  der  Gottentfremdung
  eingetauscht  hatten,  sind  vor  dem
Ausmarsch  ins  Feld  geistig  in  das  Haus  des
Vaters  heimgekehrt.  Nicht  alle  haben  den  Heimweg
  gefunden:  bei  manchen  sehlte  die  Grundlage
  der  Familienerziehung,  anderc  waren  schon
zu  zweit  vom  Vaterhause  abgekommen.  Viele
aber,  sehr  viele  haben  im  Sakrament  der  Buße
den  alten  Menschen  ausgezogen  und  einen  neuen
angezogen  (Exhes.  4,  22  24).  Vielleicht  sind
in  40  Friedensjahren  im  Waffenrock  nicht  so
viel  Vaterunser  gebetet  worden  wie  in  dem
einen  Kriegsjahr.  Der  Krieg  hat  in  den  Missionen
  viele  Zelte  des  Gottesreiches  zerstört,
er  hat  aber  dafür  in  den  Seelen  viel  Gottesreich
  wieder  aufgebaut  und  zu  uns  kommen
lassen.

Der  Weltkrieg.

Letzte  Telegramme  bis  nachmittags  3  Uhr.
Amtliche  Meldungen  des  WITB.

Die  Rriegslage.
Neue  Erfolge  auf  der  Westfront.
WIB.  Großes  Hauptgquartier,  den
18.  Februar,  vormittags.  Amtlich.
Westlicher  Kriegsschauplatz.

Die  gestern  gemeldeten  feindlichen  Angriffeversuche
  dauern  mit  dem  gleichen  Exfolge  an.
An  der  Straße  Arras-Lille  sind  die  Kämpfe
um  ein  kleines  Stück  unserer  Gräben,  in  das
der  Feind  gestern  eingedrungen  war-  noch  im

Die  Zabl  der  nordwestlich  Reime  von  uns
gemachten  Gefangenen  hat  lich  noch  erhöht.  Die
Franzosen  haben  auch  besonders  starke  blutige
Verlufte  erlitten.  Sie  versichteten  auf  weitere
W

In  der  Champagne  nordöstlich  Perthes  wird

noch  gelämpft.  Oestlich  davon  wurden  die  Franzosen

  unter  schweren  Verlusten  zurückgeschlagen.
Sie  halten  sich  nur  noch  auf  einer  kurzen  Sielle

 

 

in  den  vordersten  Gräben.

Die  gestern  gemeldete  Zahl  der  Gefangenen
erhöhte  lich  auj  11  Offiziere  und  725  Mann.

Zu  einem  vollen  Mißerfolg  führte  auch  der
Angriff  gegen  unsere  Stellungen  bei  Bouruille-Vauquois
  ösulich  des  Argonnenwaldes  und
östlich  Verdun.  Die  am  13.  Februar  von  uns
genommene  Höhe  365  und  der  Ort  Norr2?y
(ordöstlich  Pont--à  Mausson)  sind  nach
gründlicher  Zerstörung.  der  französischen  Befesti.
gungsanlagen  von  uns  geräumt  worden.  Einen
Versuch,  diese  Stellungen  mit  Waffengewalt
wiederzugewinnen,  hat  der  Feind  nicht  gemacht.

Sonst  nichts  Neues.

 

 

Betreff:  Bereitung  von  Badwaren.

 

F  15.  Februar  1915  ausgesetzten

a

T  Pflicht  machen.

Rosenheim,  den  16.  JFebruar  1915.
Stadtmagistrat.

#Kr.  300  à  943.

Backware.

 

AGBi.  S.  8  —  sowie  des  8  37  der  B
vom  25.  Jannar  1915  über  die  Regel

Bekanntmachung.

Nachstehend  folgt  Abdruck  einer  Miserlen,hiehan
te
chtung  wir  den  Bäckereiunternehmern  hiemit  nachdrücklichst

K.  Staatsministerium  des  Innern.
Bekanntmachung  uber  die  Vereitung  von

Auf  Grund  der  §8  4,  17  der  Bunderratsverordnung
vom  5.  Januar  1915  über  die  Bereitung  von  Backware  —
u

J  ung  des
Wotgetreide  und  Mehl  erlätzt  das  K.  Staateministertum  des

K.  Staateministerium  des  K.
gende  Anordnung:
1.  Weizenbrot  darf  nur

deren  strengste  «
usw.)  ist  verboten.

magistrat  —  können
Gewicht  vorschreiben.

mern  des  Innern,  vorzule

rdnung

erkehrs  mit  München,  den  15.  Fe

 

Oestlicher  Kriegsschauplatz.
#Beigerng  des  Kriegsbente  und
der  Gesengenen  an  der  ostprenßischen
Grenze.

Weitere  8.000  Nussen  bei  Kolno  gesangen.

Bei  Tauroggen  und  im  Gebiet  westlich  von
(brodno  dauern  die  Verfolgungskämpfe  noch
an.  Die  bel  Kolno  geschlagene  feindliche  Kolonne
  ist  nördlich  Lomza  von  frischen  Trupben
  aufgenommen  worden.  Der  Feind  wird  erneut
  angegriffen.

Die  Kämpfe  bei  Plock-Rarionz  sind

zu  unseren  Gunslen  enutschieden.

Es  sind  bisher

3090  Gefaugene  gemachl.

Aus  Polen  südlich  der  Weichsel  nichts  Neues.

Die  Krisgsbeute  der  Kämpfe  an  der  oltpreußischen
  Grenze  hat  sich  erhöht.  Das  bisherige
  Ergebnis  beträgt  64  000  Gefangene,  7!
Geschütze,  über  100  Maschinengewehre,  3  Lazarettzüge,
  Flugzeuge,  150  gefüllte  Munktionswagen,
  Scheinwerfer  und  unzählige  beladene
  und  bespannte  Fahrzeuge.  Mit  einer  weiteren

  Erhöhung  dieser  Zahlen  darf  gerechnet
werden.

 

c
Oberste  Heeresleitung.
Ein  TLoftschiff  verloren.

Berlin  19.  Febr.  Wie  TB.  2ährt  ist
das  deutsche.  Luftlchiff  I.  III  aurt  einer  Erkundungsfahrt
  bei  Südsturm  infolge  einet  Motorthavatie
  an  der  Westkülte  von  Jütland  nieder.
gegangen.  Das  Luftschift  ist  verloren.  Die
ganze  Besagzung  ist  gerettet.

Ein  französischer  Dampfer
vernichtet.

Paris,  18.  Febr.  Nach  einer  amtlichen
Meldung  entdeckte  am  Dienstag  1  Uhr  30  Min.
nachmittags  der  französische  Dampfer  „Ville
de  Lille“  auf  der  Fahrt  von  Clerbourg  nach
Dünkirchen  nördlich  des  Leuchtturmes  von  Barfleur
  ein  deutsches  Unterseeboot.  Der  Dampfer
versuchte  zu  fliehen,  aber  das  Unterseeboot  holte
ihn  ein  und  versenkte  ihn  mittels  Bomben,  die
in  das  Innere  des  Dampfers  gelegt  wurden.
Das  Unterseeboot  gab  der  Besatzung  des  Dampsers
  zehn  Minuten  Zeit,  um  sich  zu  retten.
Nach  der  Versenkung  des  Dampfers  tauchte
das  Unterseebeot  unter  und  verschwand.  (J.)

Ein  Zeppelin  im  Kanal.

Amsterdan,  18.  Febr.  Ein  größerer  holländischer
  Dampfer  begegnete  im  Kanal  einem
deutschen  Zeppelin-Luftschiff.  Das  Luftschiff,
welches  sich  in  größerer  Höhe  hielt,  senkte  sich
herab,  um  die  Nationalität  des  Dampfers  festzustellen.
  Dann  wechselte  er  mit  dem  Dampfer
Flaggensignale,  stieg  wieder  in  die  Höhe  und
verschwand.  (J.)

Abgeschnittenes  franz.  Kabel.

Zürich,  18.  Febr.  Die  franz.  Zeitungen
melden:  Das  Kabel  von  Brest  nach  Neuyork
ist  abgeschnitten.  Alle  Telegramme  nach  dem
Kontinent  müssen  nunmehr  über  die  englischen
Kabel  befördert  werden  und  die  englische  Zenfur
  passieren.  (3.)

Derenglische  Betrug.

Amsterdam,  18.  Febr.  Aus  dem  Haag
wird  amtlich  bestätigt,  daß  tatsächlich  die  Dampfer
  der  englischen  Nordish  Line  so  angeltrichen
sind,  daß  man  sie  für  holländische  halten  kann.
Es  ist  die  Linie,  welche  zwischen  Harwich  und

 

Innern  als  Landeszentralbehörde  im  Einversiändnis  mit  dem

Laibchen  bereitet  werden.  Die
(Bretzen,  Hörnchen,  Schnecken,  Kaisersemmeln,  Sternsemmeln

Zuwiderhandlungen  werden  mit  Geldstrafe  bis  zu  1500
Mark  oder  mit  Gefängnis  bis  zu  drei  Monaten  bestroft.

2.  Die  Distriktspolizeibehörden  —  in  München  der  Stadtfür
  dieses  Weizenbrot  ein  bestimmtes

Sie  können  bestimmen,  daß  Noggenbrot  nur  in  Stücken

von  bestimmten  Formen  und  Gewichten  bereitet  werden  darf.  agen;

Vorschriften  dieser  Art  lind  den  K.  Regierungen,  Kam.  rberte
gen.

3.  Vorstehende  Bekanntmachung  ist  in  den  Gemeinden  in
ortsüblicher  Weise  zu  verkünden.  Die  Bäcke
Ortspolizeibehörden  auf  sie  besonder?  hinzuweisen.

bruar  1915

Tr.  ãdeihert  pon  SedenItaunbosen.

Hoek  van  Holland  verkehrt.  (Z.)

Hauses  und  des  Aeußern  folin

  einsach  geformten,  runden
Bereitung  in  anderen  Formen

n

t  sind  von  den

 

Eingestellter  Schiffsverkehr.
Amsterdam,  18.  Febr.  Die  Fährdampfer
von  Notterdam  und  Allssingen  nach  London
stellen  den  Dienst  nach  England  ein.  Am  Donnerstag
  soll  ein  Frachtschiff  von  Mlissingen  ausfahren,
  das  die  Post  nach  England  mitnimmt.
In  Zukunft  sollen  nur  noch  dreimal  wöchentlich
Postdampfer  zwischen  Holland  und  England
verlehren.  (J.)

Der  russische  Rückzug
in  den  Karpathen.

Wien,  18.  Februar.  Der  Petersburger
„Rietsch“  meldet  den  weiteren  Rückzug  der
Russen  in  der  Bukowina.  Von  amtl.  russischer
Seite  wird  bekannt,  daß  die  Verbündeten  sich
andauernd  in  der  Offensive  befinden  und  das
numerische  Uebergewicht  haben.  Aus  diesem
Grunde  sei  es  für  die  russische  Armeeleitung
ratsam  gewesen,  aus  strategischen  Gründen  ihre
Linien  auf  günstigere  Stellungen  zurückzuverlegen
  und  in  der  Defensive  zu  verbleiben.  :(3.)
Berunglückter  österreichischer

Militärzug.

Innsbruck,  18.  Febr.  Zoischen  Gossensaß
  und  Sterzing  ist  heute  morgen  ein  Guter:
eilzug,  welcher  einen  Militärtransport  führte.
in  einen  zweiten,  im  Schnee  stecken  gebliebenen
cüterzug  hineingefahren.  Zehn  Wagen  entgleisten
  und  wurden  schwer  beschädigt.  Ein
Mann  ist  tot,  35  erlitten  um  Teil  schwere  Verletzungen.
  Der  Zugsverlehr  ist  unterbrochen.

Holland  rührt  sich.

Amsterdam,  18.  Febr.  Wie  von  gut  unterrichteter
  Seite  verlautet,  soll  der  Kapitän
des  „Laertes“  im  Auftrag  der  holländischen
Regierung  wegen  Mißbrauchs  der  holländischen
Flagge  interniert  worden  sein.  (—.)

Pferdetransporte  für  Italien.

Zürich,  18.  Febr.  Die  für  den  italienischen
Bedarf  in  Amerika  gekauften  Pferde  nahmen
cin  übles  Ende.  Trinkwassermangel  und  Schiffbruch
  verursackten  beträchtliche  Abgänge.  Ein
in  Livorno  fälliger  Transportdampfer  brachte
anstatt  400  nur  50  Pferde  lebend  ans  Land.
Die  Mehrzahl  der  mit  Militärpferden  befrachteten
  Dampfer  aus  Canada  wurde  von  englischen
  Kriegssckiffen  beschlagnahmt.  Idre  Kommandanten
  zahlten  sofort  in  bar  die  Ankaufspreise,
  die  Fracht  und  die  Versicherungsprämien,
  so  daß  der  italienische  Militärfiskus
schadlos  blieb.  (J.)

Die  englischen  Verluste
in  Aegypten-Mailand,

  18.  Febr.  Nach  arabischen  Berichten
  hatten  die  Engländer  in  Acgypten  in
den  Kämpfen  vom  2.  und  3.  Februar  27/7
Tote,  nämlich  20100  indische,  500  ägyptische
und  200  englische  Soldaten.  Nach  englischen
Berichten  zählten  sie  500  turkische  Tote  und
machten  700  Gefangene.  (Z.)

Der  Aufüand  in  Marokko.

Geusf,  18.  Febr.  Der  „Temps“  meldet  aus
Die  nördlich  von  Tata  gegen  die
see  -tamme  unternommenen  Operatioien
  mußten  wegen  schlechten  Wetters  einge—
siellt  werden.  Die  Stämme  verharren  in  ihrer
feindlichen  Haltung.  Agitatoren  sahren  fort.
in  dieser  Gegend  die  Stämme  auszureizen.  (J.)

Die  Gärung  in  Südafrika.
Amsterdam,  18.  Febr.  Der  Krieg  hat
den  Parteiftreit  in  Südafrila  auf  die  Soite
getrieben.  Im  Provinzialparlament  von  Trans
daal  wurden  von  Mitgliedern  der  Arbeiterpar:
lei  sehr  scharfe  Worte  gegen  Botha  und  die
britische  Regierung  gerichtet.  (3.)

Karktberichte.

Rosenheim,  18.  Febr.  (Hauptviehmarkt.)
Aschermittwochmarkt.  Gesamtauftrieb  771  Sick.:
327  Ochsen,  257  Kühe,  Stiere  und  Rinder,  132
Kälber,  55  Saugschweine.  Marktpreise:  pro
Zentner  Lebendgewicht:  Ochsen  48  55  Mark,
Stiere  38  41  Mark;  Kälber  40  8  Mark;  pro
Stück:  Kälberkuhe  300—.700  Mark:  Saug.
schweine  14  20  Mark.  Tendenz:  lebhaft.  Wag

 

 

Saufer,  Nanernder  Nebesperuienn,  aud
während  der  Kriegszell!

Ee  ist  Gelegenbeit  gegeben  zu  Nebenverdienst  durch  Uebernadme
  einer  G
bebensversicherungsgesell#
und  Haftpslicht
tigt,  ihre  Geschäftsstelle

für  Rosenheim  und  Umgebung

einem  tuchtigen,  ruhrigen  und  einwandfreien  Herrn,  der  langsährige,
Beziehungen  zu  den  besseren  Kreisen  des  Bezirtes  unterhalt  (Kau
Sioatsbeamter  a.  D.,  Lehrer,  Beamter  eines  Geschäftes  usw.)  zu  überauch
  für  Herren,  welche  im  Versicherungssach  noch  nicht  eint
  sind,  isi  die  Stellung  aussichtsreich,  da  durch  Direktions.
beamten  tüchtige  Einschulung  und  Einarbeitung  erfolgt.

lind  einzmreichen  er  EG63  bei  Rudo

ten-Erpeditton,  München.

ö  lnicht

gongufuhr  35;  Waggonabfuhr  50.  Nachfster
Monats=  und  Hauptiehmarkt:  11.  März.

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o  rsicherung);  die  Gesellichaft  beadsich

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Jnserate  im  „Mos.  Anz.“  weiteste  Verbreitung.