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Juni 20. müssen. 3. Man hat verhindert, dass das passauer Volk ins Reich
un
Juli 19.
kam. 4. An den jälicher Landen ist gemeinem evangelischen
Wesen doch viel gelegen, wenigstens nach Ansicht der Gegner;
diese Lande sind nun durch Vermittlung der Union an evangelische
Fürsten statt an Teopold und an die Spanier gekommen, wodarch
den Evangelischen unerträglicho Bedrängnis erspart wurde, wie aus
Tengnagels Aussagen zu sehen ist. 5. Man hört, dass das Has
Sachsen beim jüterbogker Vergleich nicht wenig Rücksicht auf die
Union genommen habe, weil es sah, dass diese von den Pos#
dierenden nicht absetzen wolle. 6. Wären wir nicht in der
Union, hätte man seitdem den Kaiser gewiss in unserer Stadt
gehabt oder wären wir mit schweren Forderungen geplagt wordes,
die uns saurer angekommen wären als die der Union. 7. Was
für Schaden wäre der Stadt erwachsen, wenn des Markgrafen Volk
sich auf deren Untertanen gelegt hätte, was gewiss geschehen
wäre, wenn wir nicht in der Union gewesen wären; der Schaden der
Würzburger soll sich auf 200000 fl. belaufen. — Diese Grände
muss man jetzt noch mehr erwägen als bevor man in die Union trat;
damals hatte man noch alle Katholischen zu Freunden, die begehrten,
dass unsere Herrn zu ihnen treten. Jetzt sind sie uns entfremdet:
dazu tragen wir auch den Unwillen der mitunierten Kurfürsten
und Fürsten, weil wir uns des jülicher und elsässer Zugs nicht
annehmen wollten und den Neuburgs noch besonders, weil wir
ihm im Administrations-Streit nicht beipflichteten und wird der Unwille
noch zunehmen, wenn wir, nachdem es mit dem Kaiser und Sachsen
in anderen Stand gekommen ist und Strassburg neben den rheinischen
Städten sich willig finden lässt, uns widrig erzeigen und noch
andere Städte abwendig machen. — Darum möge man sich wehren, so
lang man kann; wenn es aber nichts hilf, so muss ınan anf
Mittel denken, sich soviel als möglich bei voriger Erklärung zu
erhalten und dabei doch den Kurfürsten und Fürsten nicht vor den
Kopf zu stossen. — Dazu wären aber folgende von Dr. Oelbafen und
Dr. Burkhard vorgeschlagene Mittel gut, die man der Instruktiva
einrerleiben könnte: 1. Man will mit den hessischen, obeatrautischen
und den Lehenreitern nichts zu tun haben, aber das
fuchsische und helmstättische Regiment ron der Musterung bis zum
Anzug bezahlen helfen. 2. Der e)sässische Zug ist ganz bei Seite
zu setzen und nur zu passieren, was vor dem elsässischen Einfall
und nach dem Abzug aufgegangen ist. 3. Da nicht in Abrede
gestellt werden kann, dass durch den Einfall ins Elsass auch
der Union insgesamt Nutzen geschaffen worden ist, so soll alles
Volk die monatliche Besoldung von gemeiner Union erhalten, aber
die Aufwendungen für die hohen Befehle, Munition, Artillerie etc.
separiert werden.
Die andern Rechtsgelehrten fanden das dritte Mittel voriger
Erklärung zuwider, dass man sich des jülicher und elsässer