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Er legte vor dem Bette des Königs und der Königin seine
Papiere aus, referirte da so lange, als nothwendig war oder
als die Majestäten leiden mochten, und die Koͤnigin war mit
ihrem Sticken und Naͤhen nicht so beschaͤftigt, daß sie nicht
haͤtte sollen bei dem Vorirage des Staatssekretärs auch ihre
Meinung mittheilen koͤnnen.
Sobald denn Grimaldo das koͤnigliche Schlafgemach wieder
verließ, so kam gleich wieder die Kammerfrau und gab
dem Koͤnige die Pantoffeln und den Nachtrock. So weit bedeckt,
ging der Koͤnig durch das naͤchstanstoßende Zimmer *)
hindurch in sein Kabinet, wo er sich von drei franzoͤsischen
Leiblaquaien ankleiden ließ. Der Graf von Larco oder der
Marquis von Santa-Cruz war mit dabei, und oft halfen sie
beide mit. Sonst durfte aber kein Mensch, wer es auch war,
bei diesem Lever des Koͤnigs seyn.
Sobald nun der Koͤnig angekleidet war, so holte ein
Leiblaquai den Beichtvater des Koͤnigs, den Pater Daubenton,
der schon in dem Spiegelsaale wartete. Und wenn dieser kam,
so entfernten sich die Leiblaquaien; auch jene zwei Herren entfernten
sich gewöhnlich, oder zogen sich wenigstens nach der
Thüre zurück, indeß der König mit dem Jesuiten am Fenster
sprach.
Die Königin aber und ihre Kammerfrau waren nun doch
einige Augenblicke allein, während daß Philipp bei dem Ankleiden
und bei dem Beichtbvater war. Diese Augenblicke,
während welcher die Königin aufsiand und mit Hülfe ihrer
Kammerfrau sich ankleidete, waren böchsi kostbar; es waren
die einzigen des ganzen Tages, wo diese zwei Vertrauten allein
mit einander sprechen konnten.
) Tout de suile il Passait dans la piete vui
un cabinct.