176 Einladung an Garibaldi.
Forts standen, jene, weil sie dadurch in der Lage war, ihre Streitkräfte
auf der Südwestseite der Stadt zu concentriren, diese, weil,
wenn auch nur ein einziges jener Forts in der Gewalt der Regierung
geblieben wäre,, den aufrührerischen Quartieren im Nordosten
übel mitgespielt worden wäre. Die Deutschen beschränkten
sich auf Ueberwachung der strengen Festhaltung der Verträge, zeigten
sich im übrigen als stille Zuschauer und sahen sich die Sache
an als eine solche, welche, auch wenn der Himmel vom Brand der
Staatsgebäude sich röthete, Deutschland in keinem Falle Schaden
bringen könne.
Das Centralcomité hatte gleich in den ersten Tagen seines
Sieges, um für seine Sache einen bei den Massen populären
Namen zu bekommen, Garibaldi zum Oberbefehlshaber der Nationalgarde
ernannt, und am 24. März dessen Sohn Menotti zum
Oberbefehlshaber der Armee von Paris, später bei der Einsetzung
der Commune Garibaldi zum Ehrenpräsidenten proklamirt. Aber
weder Vater noch Sohn hatten Lust, nach dem schmachvollen Rückzug
von Dijon ihr Glück noch einmal in Frankreich zu probiren.
Garibaldi ließ durch den Bürger Tibaldi der Pariser Nationalgarde
ein Schreiben vom 28. März zugehen, worin er sie seiner
vollen Sympathie versicherte, aber ablehnte. Sein Rath war, nicht
so viele Gewalten neben einander zu haben, sondern irgend einen
rechtschaffenen Bürger, wo möglich einen Washington, zum Diktator
zu wählen. Da vorderhand noch ein großer Mangel an
Washington's war, so behielt man in Paris die verschiedenen Comité's
und Befehlshaberstellen bei. Die Versailler Regierung erließ
einen Haftbefehl gegen Garibaldi und seine Söhne, falls sie
den französischen Boden beträten. Zum Befehlshaber der Nationalgarde
war interimistisch, bis von Garibaldi eine Antwort eintraf,
vom Centralcomité, im Gegensatz zu der Wahl Saisset's, Lullier
ernannt worden. Derselbe wurde aber schon am 27. März wieder
abgesetzt, weil er dem Führer des Centralcomités, Assy, in einer
Sitzung einen Stuhl an den Kopf warf. Am 29. März hielten
die Mitglieder der Commune ihre erste Sitzung. Sie wählten den
Bürger Le Frangais zu ihrem Präsidenten, sprachen dem Centralcomité
ihren Dank für seine Verdienste um Paris, um ganz Frankreich
und um die universelle Republik aus und wählten 10 Kommissionen,
welche die Befugnisse der ehemaligen Ministerien zu ver-