Aummer 126
die Borgnge iu ußland.
Diie kritische Lage in Rußland.
Russische Blätter melden: Der wirtschaftliche
Verfall, die Transportschwierigleiten und alle
übrigen etel mhmen einen immer gefährlichtren
Charakter an. Die Frage der Versorgung des
Heeres wird immer schwieriger. Es macht sich ein
einsthafter Mangel an Bror in der Armee fühlbar,
dessen Beseiligung vorläufig nidel möglich
ersch eint. Wenn die Sache so sicht, dann braucht
man über die Versorgung des Hinterlandes und
in den großen Siädten lein Worl merr zu verlieren.
Wir wissen, wie schlimm die Lage in Vetersburg
und Moslau in. Man könnte ohne
jede Uebertreilung von einer herannabenden
lnarchie sprechen.
Berschiesene Nachrichten.
Dresden 1. Juni. Auf eirem mehr als
40000 Geviertmeter umfassenden Gelände in
Niederwartha bei Dresden wmird jetzt Deutschlands
grösite Kleintierzucht und Brulansktalt eingerichtet.
Umsanarein che moder ne Stallanlagen
für Kaninchen-. Geslugel, Schweine und Ziegenzchut
sind nahez urollendet. Die grose Kauptbrutanlage
i#t zum Auc krrülen von 35 000
Eiern eingerichtet. s
Trier, 1. Juni. Einer viellöpfigen Einbreelerbande,
die den ganzen Negierungstezir! #unsi.
er machte. inm man dadurch auf die Spur gelommen,
dastes gelang ein Mitglieo der Bande
zu verhaften, das ein umsassende: Gelländnis
ablegte. Die Zahl der Einkrücke ist so groß, daß
der Verhafte le. nid.t eimmal alle Namen der
heimgesuchten Ortschaften nennen lennie. Hauplläcklich
war es aus Fieischdielr flahl algesenen.
An einem cinigen Tage lösie die Vande in
Saarbrücken 10%% Ml. aus gestohlenem Fleisch.
Wien. Jnni. Das Mi#lum Grostwardein
1.
hatte 12 Millionen Joch Boden an cine jüddrutsche
Finanzgrupze verpachlet. König
hat nun den Pachtvrertrag ansgehoven und sür
ungültig erlfürt.
Bern, 1. Juni. Die Jre. drc brach die
Döämme bei Vorepue. Die ganze Ebene ilt über—
sahwemmt. Bghuverbindung renoble
Lyon in bedroht. #ele Fabtilen des Deparlemems
munten inson ge Strommangel den Betrieb
einitellen.
Stockholm, 1. Juni. Grosee Brände müten
in Rußland. Nack. Metdungen aus dem Gou--vernement
Minsl brannten im Kreise Br erschnen
166 Wirtschaft#llöfe nieder. Iu der Nh' und
Binter der FSronl begimen wülende Walobrände
auf die Dörfer überzugreisen. Die Kornjelder
des Kreises Vobruisli sind votlstfändig zerstört.
Angeblich zerilörte eine durch eine deutsche
Flugbombe cnihandene Feuersbrunit im Kreise
Sluzk 40 Vanernhöfe.
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#e
à ##½#
Bavern im uesfwrlene der Zukanft.
er Krieg wiro uns nicht nur ein Luftverbeh
über Bayern, sondern über ganz Mitleleuropa
von Homburg bier Bagdad bringen.
In diesem miilteleur « ·· -
den auch ein bcchns etes
bieichstage geschaffen werden soll,
mit durchgehenden Linien bedackt.
sieht das von der Inter nationalen
—]½ieee ai! iIlag)
Projelt.
Bayern
zwar
L
und
Luftrerausgearbeitete
das allen beteilidten Regierungen bereile
zur Beguta chtung vorliegt, für Bagpern
bzw. Süddeutsch lano fsolgenee Hauptlinien vor:
Zwi#s enstationen:
1. Salzburg-Mülhausen.
Die zweite Fra.
Roman von Anna Seyffert-Klinger
(56. (Macruck verbetm!)
Avber er wunte Ia nichts von dem m Innen
leben dieses saniten Geschönfes. J rauer,
ihre holdselige Schönheit und harmonische Ruhe
hatten sein Milleid erregt und leine Teilnahme
geweckt. Nun lam eimne andere Frau und behauptete
mit dreifter Sicherheit, daß unter dieser
leihmäßig kühlen, aber auch herzgewinnenden
Lapem eite sich die kleinlichen Gehler eines ver-8
selbstherrlichen Wesens bargen.
Schon heute sah der Baron seine Werbung
als eine Uebereilung an.
ulie aber war zufrieden mit sich. „Ich
habe ihn argwöhnisch gemacht,“ dachte sie, „das
genügt für heute.
19. Kapitel.
Es war schon zehn lUhr vormitlags, und
noch immer Gchtief Irmgard sest und ruhig.
vurde aber ichon geirühstückt,
und bei der Eheteled des Morgens war
Beate am zugänglichsten. Das halte Julie
längst heraus, und daher benuhte sie auch diese
Siu für ihre Intrige.
„Das lvar gestern ein wohlgelungener Tag,
meinte Beatle, sich mit Behagen Julies Aufmereiemresten
ge efallen lassend, „nur ’wollte mir
scheinen, als sei #rmi vrrittumt gewesen;
sie o gehabt haben # «
Imchtc,stesft am dem besten Wege,
den #n Eindruck, den Liebenau von ihr
balle, zu verderben,= sagte die junge Frau
P40%. Terst stritt sie mit mir berum.
was
und
“t
München, Augsubrg, Ulm, Stuttgart Karleruhe,
Straßburg und Mülhausen.
2. Passau-Köln a. Rh. Zwuischenstationen:
Neeenburg, Nürnberg, Würzburg, Framfurt
. M. und Köln.
. Berlin-Junsbruck. Jwischenstationen: Leipzig,
Plauen, Nürnberg, München und Innsbruck.
4. Müncken-Pola. Zwistzenktationen: Salz.
burg. Villach, Triest und Pole
Die erüen beiden Lanpilinten Sahzturg. Mülhausen
und Passau-Köln a. Rh. geben nach
Wien weiter une haben dort Ansch luß nach
Konstantinopel über Budapelt und Sofia. Somut
ist also, abgesehen von der Linie Berlin-Leipzig
Plauen-Nürnberg- „München' Salzburg-Triesl-
Pola die Hauptroute des Ballanzuges
einfach in die Luft verlegt; hier Hamburg. Ber-#in
Dresdel M'en- Konftantinopel, dout Mülhausen
Straßburg Stuttgart- „Karler. #.-Munchen.Wien
Konstantinopel. Ein Artilel der „M.
. A.“ (Nr. 278) macht nun interessante Strek.
ten, und Zeitvergleiche.
Hamburg. Konitantinopel braucht man Reise:
zeit, wenn es gut geht, sast drei Tage und zuri-Nackie,
für die Strede Straßburg. Konilantino-Jel
jan die gleiche Zeit, bei einer Durchschnilis
beschwindigieit, des Ballanzuges von 60 und
65 Kilometern in der Stunde. Wie nun beim
ajtre. lehr der Zulunf!:? Nehmen wir einmal
eine Strede besonders vor. und zwar die von
#ss en über Salzburg Wien nach Komtanti—
uspel. Die Entsernungen sind: Münden Saiz
burn 120 Kilometer, Salzwurg Wien 260 Kilomeleir,
Wien, Budapest 210 Kilometer, Buda
pen Bengrao“ 32#0 Kilomeier, Belgrad Sofin 3100
Kilomcier, Sosia Konstantinopel 520 Kilometer,
ergibt inegesamt Münd en Komtantinopel 1730
Kilometer; diese Gesamtitrede lönnte mit deinm
Flugzeug in rund 11 Stunden durchmessen wer
Der Vallanzug braucht für die gleiche
Strene 52 Stunden. ’
.-.-cKopienfmgeizteinstweilennnd-,soff-sagslosTcsI
nich! eiwa aus Furcht vor unenglich hohen
Fiffern, sondern vor ungemein niedrige n Zift
sern. Wir usssen, daß die Fahrt im Ballanzuge
Verlin Komlantinopel in der 1. Klasse 272, 20
Mari, in der 2. Klasse 179.80 Marl kostet,
Jehnt München Konstanlinopel dagegen in det
1. Kiasie 2)1 Mark, in der 2. 177,20 Mark. Da
die —8— Iis bhahn#recke Berlin- Konstaminopel Ungenütute
Millionen gelostet hat, oer Lustverlehr
"nrraburg Konmantinopel aber im höchiten Falle
ein Kapital von rund 40 Millionen beanspruckt,
zu lann nan sich auerechnen wie verhältnieme äßig
billiger de Veriehr in der Lust sein muß, da
in anner Oel und Benzin besondere Betriebs
rorten nicht in Frage lommen.
den.
Freilich kann man noch einwersen: Die Besörderun:
in der Luft wird doch nmer n“
mäßig sehr begrenzt bleiben, so vaß dadurch die
Nenlabilität aurkleikt und der Ausgleich nur
durc ungehenere Fahrtkosten herbeigeführt #er#
den kann. Der Baltanzug jährt hweimal in!
der Wocke, der Lustverlehr kann kde Tour mindenens
jünfmat aglich leisten. Der Vallaz u
Munchen Konflanfinopel z. B. fonn hõchtens
35 Fahrgälte miünnehmen, die eine Gesamtein!
nahn ste von 15 .526,40 Mark einbringen. Imis
Vergleich zu den Kosten ist das lein Geschäst.
Za Wirtlickteit sieht aber die Besetzung des Ba l «
unszsmes vi il. riel dünner aus, so dab der Be.:
trag von 1512 Tausend Mark wohl noch niemals:
seit Beitchen erziell worden ist. Ganz abgesehen
von dem Reiz der Neuheit wird die Sicherhrit
des Verlehrs in der Lust, verbunden mit erheb.
licher Billigieit jür den Personenlurusverkehr,
unstreitig in erster Linie in Frage kommen und
da der Eisenbahn eine starle Konlurrenz sein.
Der ungarische Handelsminiiter soll ausgerechnet
haben, das, der tommende Luftverkelr für
dann war ne gegen soen Baron recht unterduch.
Ich war ihr zu ausgelassen, aber wenn ich s#ll
bin. #e 1 auch nicht zufrieden. Man kann es
ihr nur schwer recht machen, das merlte gessern
auch der Baron.“
„Jgaro“ ijt ein liebes, hergiges Kind,“
nerleidigte Beale warm, „den Männern gegenüber
ne ein wenig töricht und unbe-,
dahabenSsodasrcchthortqes
fmochcn« Iltchtcte Jnltcetsrsgbct»daninländer,
den ord, durch dessen Schu, der
Lusammenbruch unserer Vank ersolgt
„Durch Lord Moorys Schuld —“ *-le.
aa, ja, im Grunde aber durch Irmgards
Sch#uld, das ist Ihnen wohl gLanz neu, Verehrte!
... Jrmgard hatte den Lord in Gesellschaften
vor aller Augen so aussallend bevorzugt,
daß er im besten Vertrauen auf ihre
Zuneigung ihr einen Antrag machte. Irmgard
aber hatie mit ihm gespielt und wies ihn ab,
so kurz und bündig, daß die Liebe des Engländers
sich in leidenschaflichen Groll verwandelte.
Er bestand auf Joforiiger Herausgabe
seines Depots. Pebold aber wusßte sich
keinen anderen Rat, als das Geld zu unterlchlagen
und es Ihnen i in Verwahrung zu geben.
war von Sinnen, die Aufregung hat ihn
dann dahingerafft. Das sind die nicht hinwegzuleugnenden
Tatsachen, alles andere ist Favel,
müßiges Geschwätz. Hätte Dzrmgard den Lord
damals nicht etum Gespött der Gesellschaft gerr.ri
so wäre Pe tzold vielleicht noch ain Leben.
Er jelbit sagte mir, daß eine woblgelungene
Spekulation in aus der Kalamität bekreien
könne. Und als Schwiegervater deo Lords
hätten Petzold sa Kapttabten, in jeder bellebiger
ide
EIIALI
die Poftverwaltungen so gut wie ganz umsonst
die Postbesörderung mit erledigen tann. Injolpedessen
werden die Eitenbahnverwaltungen.
die Oberhand für diesen Julunfteplan sich si.
chern. Auch Bauern wird dabei im Vordergrund
ehen.
Diese Datlegungen jührten in verschiedenen
Kreisen zu Beoenken über e#bantalsch, „Lustschisspläne“.
Indessen wird der „MI A. A.“ (Nr.
233, jetzt aus Kreisen des bayr. e A. uen.
gesch rieben: Bei vielen ron uns schwanden die
Zweisel, als in der Aussprache über die geplante.
Personentariferhör ung der Vertreler der baye:
rischen Verlehrsrerwaltung diesen Artilel in
einer Frage des Lurusverkehrs als. Lewichtige,
beadltens merie Stimme heranzog. Die Sache
besch ästigt die Verlehrsverwaltungen bereits eingehend.
Sie war schon so weit. daß die ösler,
reichisce Regierung der „Jlag“ jreie Bahn und
Konzession zu geden bereit war. -
Isyersfsjkc Låajwisthfjafjmr.
München, 1. Juni.
Der Bayer. Landwirtschafterat hielt am 31.
Mai eine Bollversamm#ung ab. Wicktige Punkie
sianden auf der Tagesordnung, Beschlüste weiltragender
A:t wurden gesaßl. Die wichtigste
Mittleilung betrifst den Entwurf einer Reichsgetreidecordnung.
In erner Linie beschäftigte man sich mit der
bedeutsamen Frage der Vermehrung und Förderung
der Schafmcht. Geh. Hofral Prof. Dr,
Vogel Münden hatte zu dirsem Punitte einen
ebenso bervorragenden wie erscl. öpsenden Bericht)
aue gearbeitet. Die Kriegswirtsc rast hat die Bedeulung
und Nanwenein B einheimischen
Schaflallung ilar erwiesen. **—( die Lehtere
iretz aller tatsachlich bestehenden veelfach großen
Schwierigleiten noch mit intensivem Landwirkschaftebetriet
vereinigen läst. Leweisen zahlreiche
unserer landwirtschaftlich##a Betriebe auch
in Bahern.
Die vom Berichteritalter sür die Hebung der
banerischen Schafzucht aufgeilellten Leilsäge sanden
einlimmige Annahme. Mit besoncerem Inleresse
wurd. der weitere Punlt der Tagesoronung.
nämlich der Entwurf einer Reichsgetreideordnung
behandelt. Der erlte Präsident Dr.
Urhr. von Cetto gab den vom Slantomininerium
Innern cem Bayer. Landwirtschaftorat in
kürzeiler Frist“ zugeleiteten Entmurf der Reichsge#reideordnung
in seinen wichtigiten neuen Beslimmungen
betannt. Die Lollversammlung
flimmte den solgenden Amrägen des Direttoriums
des Bayer. Landwirtschafterates, däs sich
schen tage vorher mit diesem Entwurf eingehend
befastt Palte, einlimmig zu. Diese Anträge lauten:
des
IJ. Es soll auch im lommenden Erutejahr
nach wie vor unser bisheriges bewährtes Shitem
der Selbstbewirtichaftung einschließlich der (Oersie
auf dem seibie. ändigen Wirtschaftsgebiete Bayern
anren terhalten bleiben.
Der Beschluß, der 3. Vollversammlung vom
— 1917. „es solle den Landwirten die
— bleiten, eine gewisse Mindenmente
der eigenen Hersteerzeugung. mindestens aber die
cigene Erzeugung bis zu 20 Zentnern im eigenen
Betrie#e zu verwenden“ soll mit ellem Nachdruc
aufrecht erhalten Uleiben. Denjenige n
Wirtschaften. welche teine Gerite erzeugen, soil
eine entsprechende Menge Haser zur Verwendung
im eigenen Betriebe belassen werden.
3. Bei dem gieichsalls schon in der 3. Vollrersammlung
am 17. April 1917 gefaßlen Beschluß
zufolge wird wiederholt vie dringende Fordererg
nach ualitäts-Preisezuschlägen für
Höhe zu Gevote gestan
, ind Sie allein nugen die Schuld daran,
daß Vegoid in Schwierigkeiten geraten konme!-woilte
Beate sagen, aber die jeu vor einer
Auseinandersebung mit dieser Frau schloß ihr
n
die .
Dadurch sind dreiste, kecke Menschen den
zartfühlenden gegenüber so leicht ien Vorteil,
d ie rücksichtslos zur Sprache bringen, was
der Feinfühlende nicht über die Lippen zwingt.
9 war der Komtesse gegenüber #on
einer bezaubernden Aufmerksamkeit, goß ih
Schokolade ein, zog die Fuhßbank hern# d
ging auf ihre lleinen bKisessalben ein.
Dadurch fühlte Beate sich verpnichtet und
wider Willen besansige Julie aber hatle ihren
Vorteil bald heraus.
„Sind Sie immer noch in dem Artu
besangen, liebe Verehrte, daß ich Irmgar
Schaden zufügen will?" fuhr sie bgla
sort, „ich wilt Ihnen aber sogleich beweisen.
daß nichts mir ferner liegt, als gegen meine
Elesoochr zu intrigieren. Ic iß
wohl, daß Irmgard in die perschlossenen und
arscgelten Nä#me ihres Elternhauses eingebrngen
ist.““
lchwiien und weidete sich förmillch an
Lea cenkeher
woher haben Sie ersahren —7“
stanrzzelie“ t alte Dame endlich falsungslos.
ulie triumphierte. Ulso doch1 Endji ich hatte
4 —mmm- und vorsichtige Komtesie
P
5
„Och weiß es. das mag Ihnen Len#gene#
fuhr Julie sehr bestimmt sort, „.und es ist ##
auch bekanm, daß Irmgard in dem Sckheisn
Sonntas. 3. Juni 1%
Gerste erhoben. (Auf Antrag des 2 2. Prasioenten
Landesölonomierats Mittermeier wird folgender
Zusatz beschlossen: a) Der Neichsgetreldestelle
soll eine besondere Geschäftsabteilung für oie
Braugerstenvert: ilung angegliedert werden, b)
die leitenden Beamten der Reichsgerstengesellschaft
sollen mit übernommen eerden, er der
Brauindustrie soll im Aufsichtsrat der Reichsgetresdeilelle
eine Vertrelung zugebilligt werden.“
4,. Bei der in der neuen Reichs-Getreide-Ordnung
vorgesehenen stärleren Heranziehung der
Kemmunalverbände und Gemeinden in Crfüllung
ihrer Lieferungsverpflichtungen muß lesonders
darauf ansmerlsam gemacht werden. ##nzweifellos
große Härten und Ungerechtigkeiten
entitehen, wenn die einschlägigen Maßnalmen
auf den Ergebnissen von Schätzungen aufger aut
werden.
5. Im Hinblick aus die bezüglich en Ausführungen
und Beschlüsse der wiederholt erwähnten
3. Vollversammlung vom 17. April 1917 muß
gleichfall- wiederholt darauf hingewiesen werden,
daß es insbesondere seil Herak setzung der
Selbitversorgerquole als doppelt hart u. unhaltbar
empfunden wird, daß die Landwirt-Arbeilgeler
wie Arbeitnehmer nicht ebensalls
unter die Schwerstarbeiter gerechnet werden.
Wir müssen aufs nachorücklichste auf die
Wefahren dieser Unterscheidung Dinweisen, da
die Ernährung der landw. Bevöllerung direlt
ungenügend und dadurch die Ernteeinbringung
besähret ist.
6. Das letztere ist der Fall, wenn e: nicht gelingt,
den dringendsten Bedarf an Erntebier
für die Laudwirtschaft sicherzustellen.
7. (Zusatz Dr. Mahzinger. ! Nachtragliche
aul erordentl che Preiszuschlage fur Getreide wie
sie die Heereverwallung für Haser im vorigen
Winter und ineobesondere wiederum in den letzten
Wochen für die Ablieferung von angelich freien
Hasermengen anwendet, sind zu verwersen und
in Zulunft unbedingt zu vermeiden. Sie werden
meist nur zu Prämien für die säumigen Ablieserer,
gereichen aber den eifrigen, pflichtgetreuen
Nniescenen zum Machte ile und Verdr
Reichorat Buhl legte nunmehr der Vonrersammlung
folgende Aeuscerung vor, die diese zur
Kenninis nimmt: „Mir erscheinen die neueien
lriegswirtcchaftlichen Makregenn, sowohl die
Reichegetreide eordnung, die Feltsetzung mancher
Höch'stpreise, wie namentlich die Gefährdung des
Kiel napels durch die Fleischzulagen im Interesie
nicht nur der Auf#ucht, sondern vor allem
auch im Interesie der allgemeinen Vollsernahrung.
besonders auch der Milchversorgung der
Kinder und Kranken in den Groß-Sitädien
höchst bedenllich. Ich krann mich aus diesen
Gründen nur mit den jüngiten Aus#hrungen
der Herren Geheimrat Dr. Heim und Dr. Schlit
tenbauer in Negensburg vollfländig einwerflanden
erllären. Wenn in der offiziösen Preise gegen
die Vetonung bayerischer Wüniche und Anschanungen
der Vorwurf des Partilulariemus erboben
worden ist. so weise ich diesen weit zurüek
und eriläre, daß wir uns in Banern von Reichstreue
von niemanden übertreffen lassen und daß
nnere Reichsfreudigleit selbst die freilich schmerz
liche Belastung durch das Berliner Spslem
der Zentralisierung erträgt. Die K. Bayerifsche
Staatsregierung ersuche ich aber unlbeirrt mil
allem Nachdruck in Berlin iDnen Stanopunlt zu
rertreten und ilire Einwendungen gegen das
Berliner V erfabren aus vaterlindischen Grun--den
zu erheben. Den Bancrischen Lanowirtschaftsrat
bitte ich aber i in dieten für das Durchhalten
geradezu entscheidenden Fragen in möglichst
enge Fühlung mit den anderen landw. Körberschaften
zu treten, um den Foroerungen unserer
heimischen Landwirtschaft möglick großen
Nachdruck zu verleihen.“
—
vericherte le, als die Motrone- dor Schres und
Angst laut ausstöhnte, „über meine Lippen
kommt kein Wort. Eine so abscheuliche Dopiiel
rolle werden Sie mir nicht zutrauen. Seitdem
ich mit Irmgard unter einem Dachlnune,
Freife ich sie nicht mehr an. Ich gebe ja offen
zu, daß unsere Charaltere zu verschieden geartet
sind, alo daß wir uns je verstehen könnten,
aber sie ist meine nichste Verwandie. und als
lolche gelpelticre ich si
ei Dan "|lr leufzte Beate,
arme Kni wäre ja auch verloren
„Das, was Irmgard gelan, wird mit Juchthaus
bestraft.“
„O, ewige Barmherzigkeit!“
schlos mit beiden Händen Julies Rechte. „Bewahren
Sie unser Geheimnis, wir wollen e5
Ihnen nie bergelien.
„Es w ihr natürlich an der Wiedererlangung
einiger Iu Juwelen gelegen 7“ forschte
Frau Peßold la
„Behüte, nein, ein!- berichtete die alte
Dame „eifrig. „Die köstlichsten Geschmeide, ja,
viele Tausende in Banknoten huben vor ihr
gelegen, aber davon hat Irmgard nichts anrührt.
Sie war aber überzeugt, daß ihr
Arier ein Schreiben hinterlassen hatte, das
nicht in fremde Hände gelangen durfte. Und
Larin hatte das Kind sich nicht getäuscht. Der
rief lag obenauf in dem Geheimfach des
W und ein Vermögen an Gold und
Verlen und Wertpapleren dacei. Irmgards
rechtmäßlges Eigentum. Und doch wagte sie
es nicht, etwas duron anzurlhre
„Wie einälitg. Kachte uge alch lollte
mur an ihrer Stelle gewesen sein!-„das
Beate um-
Geframt bat. Sie dürken aganz beruclat kein.“.
——— — .%
—