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und an sich war es doch nicht ungereimt, dem fleißigen Forscher
der Bibel vollends höchst wahrscheinlich, daß unsichtbare
böse Geister in einer sehr wirksamen Verbindung mit unserer
Welt stehen müßten.
Beckern veranlaßte die Albernheit mancher damals
gangbaren Geschichtchen, seine Gemeine in Predigten über
diese Materie aufzuklären, und er glaubte wohl anfangs selbst
nicht, zu dem JZiele zu kommen, an welchem er sich nach
lange fortgesetzten Bemuͤhungen antraf. Hypothesen der Cartesischen
Philosophie führten ihn zwar nicht auf seine Meinung,
aber bestärkten ihn doch in derselben, und nur ein
Mann, dessen ganze Theologie von der Philosophie seines
Zeitalters belebt wurde, konnte so willkührlich mit der Bibel
verfahren als Becker that. Der laute Ton des Zeitalters
war dem Verfasser der bezauberten Welt noch ganz entgegen
aber der leise Beifall gieng doch wie ein verrathenes Geheimniß
im Stillen herum, und die durch Newton in Schwung
gebrachte Experimentalphysik erhub die Beckerschen Meinungen
in ein immer milderes Licht, bis endlich Thomasius
und Semler das Publicum zu mehrerer Prüfung und zu
größerer Kühnheit abhärteten. «
S.«3().
Letzte schoͤnste Bluͤthe besonders der Schweizerischen Reformirten
Kirche.
Die schoͤnste thatvolleste Periode der Reformirten Kirchewelche
sich von den Zeiten der heftigern Verfolgungen Lud,
wigs XIV. bis in das erste Viertel des gegenwärtigen Jahrhunderts
erstreckt, schloß sich noch mit dein Erscheinen zweier
edlen Schweizer, welche gleichsam die mild erquickende Abendröthe
des schwülen Sommertags waren.
Selbst in der Vaterstadt des Calvinismus erhob sich ein