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weite Strecken blieben unbebaut und in manchen Bezirken
wurde nicht mehr als ein Drittel des Landes weiter
bearbeitet“ (The Failure of Lord Curzon, S. 16).
Aufruf der sozialdemokratischen Partei Englands
vom 27. August 1910: „Britische Tyrannei in
Indien verschlimmert sich mit großer Schnelligkeit. Alle
die Schandtaten, die von den Mitgliedern des gegenwärtigen
Kabinetts gerügt werden, sobald sie in Rußland
oder anderswo begangen werden, werden in Indien
verübt durch Asquith, Sir Edward Grey, Lord Morley,
Lloyd George, Churchill und ihre Kollegen. Wir haben
ein Versprechen nach dem andern gegeben, Indien gerecht
zu behandeln, und haben jedes dieser Versprechen gebrochen.
Fünf Menschenalter hindurch ist Indien unausgesetzt
durch britische Räuberei und Erpressung ausgesogen
worden. Das Indien Jahr für Jahr entzogene
Vermögen übersteigt bei weitem die Landeseinkünfte.“
J. D. Sunderland (ein englischer Geistlicher): „Die
Tatsache, daß nach Ablauf von 200 Jahren kommerzieller
Beherrschung und mehr als 40 Jahren absoluter politischer
Macht wir einer so unbeschreiblichen Armut des Volkes
gegenüberstehen, Hungersnot auf Hungersnot folgen sehen,
in einer Furchtbarkeit und Härte, daß die Welt entsetzt
stille steht, scheint ein unwiderleglicher Beweis dafür zu
sein, daß England in all diesen Jahren nicht in erster
Linie die Wohlfahrt Indiens erstrebt, sondern sie seiner
eigenen Bereicherung untergeordnet hat. Wir tadeln das
alte Römerreich wegen seiner Ausbeutung Galliens und
Ägyptens, Siziliens und Palaͤstinas, wir verurteilen Spanien
wegen der Ausbeutung der Neuen Welt. England aber
tut genau dasselbe in Indien und zwar in viel groͤßerm
Umfange, nur daß es geschickter, verschlagener zu Werke
geht“ (New England Magazine, September 1900).