Aummer 12
Sonntag, 10. Januar 1916
zerstörers auf ein britisches Unterseeboot in den
dänischen Hoheitsgewässern hat sich in der Weise
abgespielt, daß es in diesen Gewössern zwischen
den beiden Kriegsschiffen zum Kampfe gekommen
ist, und daß sich dabei das Unterseeboot
durch Geschützsener gewehrt hat; daß bei dem
deutschen Angriff die dänische Neutralität verletzt
worden ist, wird von der Britischen Regierung
umsoweniger geltend gemacht werden
lönnen, als die britischen Seestreitträfte in einer
Reihe von Fällen deutsche Schiffe in neutralen
Gerässern angegrisfen haben. In dem
Falle der Vernichtung des britischen Dampfers
„Ruel“ endlich hat das deutsche Unterseeboot
lediglich die von der Deutschen Regierung im
Februar 1915 angekündigten Vergeltungsmaßnahmen
zur Anwendung gebracht; diese Maßnahmen
entsprechen dem Völkerrecht, da England
bemüht ist, durch die völkerrechtswidrige
Lahmlegung des legitimen Seehandels der Reutralen
mit Deutschland diesem jede Zufuhr abzuschneiden
und damit das deutsche Volk der
Aushungerung preiszugeben, gegenüber völkerrechtswidrigen
Handlungen aber angemessene
Vergeltung geübt werden darf. In allen drei
Fällen hatten es die deutschen Seestreitkräfte
nur auf die Zerstörung der seindlichen Schiffe,
keineswegs aber auf die Vernichtung der si
rettenden wehrlosen Personen abgesehen, die entgegenstehenden
Behauptungen der Britischen Regierung
müssen mit aller Entschiedenheit als
unwahr zurückgewiesen werden.
Das Ansinnen der Britischen Regierung, die
erwähnten drei Fälle gemeinsam mit dem Varalong=
Fall durch einen aus amerikanischen Marineoffizieren
gebüdeten Gerichtshof untersuchen
zu lassen, glaubt die Deutsche Regierung als
unannehmbar ablehnen zu sollen. Sie steht
auf dem Standpunkt, daß die gegen Angehörige
der deutschen Streitmacht erhobenen Beschuldigungen
von den eigenen zuständigen Behörden
untersucht werden müssen, und daß diese jede
Gewähr für eine unparteliüsche Beurteilung und
gegebenen Falles auch für eine gerechte Bestrafung
bieten. Ein anderes Verlangen hat sie auch
gegenüber der Britischen Regierung in dem Baralong-Fall
nicht gestellt, wie sie denn leinen
Augenblick zweifelt, daß ein aus britischen Seeoffizieren
zusammengesetztes Kriegsgericht den
feigen und beimtückischen Mord gebührend ahnden
würde. Dieses Verlangen war aber um so
berechtigter, als die der brilischen Regierung
vorgelegten cidlichen Aussagen amerikanischer,
also neutraler Zeugen, die Schuld des Kommandanten
und der Mannschaft der Baralong so gut
wic außer Frage stellen.
Die Art, wie die Britische Regierung die
deutsche Denlschrift beantwortet hat, entspricht
nach Form und Inhalt nicht dem Ennst der
Sachlage und macht es der Deutschen Regierung
unmöglich, weiter mit ihr in dieser Angelegenheit
zu verhandeln. Die Deutsche Nezierung
stellt daher als Endergebnis der Verhandlungen
fest, daß die Britische Regierung das berechtigte
Verlangen auf Untersuchung des Baralong-Falles
unter nichtigen Vorwänden unerfüllt
gelassen und sich damit für das dem Bölkerrecht
wie der Menschlichleit hohnsprechende
Verbrechen selbit verantwortlich gemacht hat.
Offenbar will sie den deutschen Unterseebooten
gegenüber eine der eriten Regeln des Kriegsrechtes,
nämlich außer Gesecht gesetzte Feinde zu
schonen, nicht ** innehalten. um sie so an
der Führung des völlerrechtücch anerkannten
Kreuzerkriegs zu verhindern.
Nachdem die Britische Rcgierung eine Sühnung
des empörenden Vorfalls abgelehnt hat,
sieht sich die Deutsche Regierung genötigt, die
Ahndung des ungesühnten Verbrechens selbst in
die Hand zu nehmen und die der Herausforderung
entsprechenden Vergellungsmahnahmen zu
treffen. WTB.
der Sut der Sober.
Kam#n von L. Lracy.
MKachdr#a# verbe##.
„Nein, es dsollte keines sem, nerr von noimstetten!
Denn je mellr ich Ihren Scharfsinn
bewundern lerne. desto won lurne ich auch,
Ihre Unaufrichtig leit zu bellagen.“
eine Ungufrichtigleit, r lein von Sylvonder?
?“
„Ja.“ bestätigte sie kurz und scharf. Ihre
gute Laune war schon wieder versiogen, und
fßt, wie sie ihr Somali-Picrdchen zu
pisnellssen Gangart amtrieb, bewies unzweideutig.
in wie flarter Erregung sie sich befand.
Sie erwartete unzweifelhaft, daß Holmstetten
eine nähere Crklätung für ihre leg dc Anschuldigung
verlangen würde; da er adber schwieg
und nur mit fest zusammengenreßte n Lippen
den Kopf zurückwarf, nahm sie selber nach einer
kleinen Weile ungefragt wieder das Wort:
Sie wollen nicht frrechen — wohl, so
werde ich es tun. Denn ich gleube nicht daran.
daß Sie blind genug sein könnten, nichts von
dem zu bemerken, was sich um uns her vorbereitet.
Und ich möchte m enigste: is erfahren,
wie ich mit Ihnen daran bin.“
habe tatsächlich nicht mehr die Ehre,
Sie zu verstehen, nädt ges Fräulein:“
So will ich Ihrem Verstandnis nachhelfen.
5 sst Frau von Keyden, über die ich mit
Ihnen reden möchte.“
das wäre allerdings ein
über' *— sich sehr virl sagen 1 3.“
„Cin intere j1onteo Thema und cine inleressanie
Frau — nicht wohr? — Dieser Ansicht
Thema,
——. — Er et.
Die Verluste der Franzosen am
Hartmannsweilerkopf.
Zürich, 13. Jan. Die Ehteue Zürcher Zeitung“
melhet aus Genf: Eine eben von Beltrt
kommende Persönlichkeit erklärte uns, die
Verluste während der Kämpfe am Hartmannsweilerlopf
seien sehr bedeutend gewesen. Auf
französischer Seite wurden mindestens 6000
Verwundete hinter die Front geschafft. (3.)
Gegen die englische Wehrpflicht.
London, 14. Jan. (Reuter.) Eine Versammlung
des Bergarbeiterverbandes in London
beschloß einstimmig, gegen das Milltärdienstpflichtgesetz
Opposition zu machen, aber
nichts zu unternehmen, ehe die Bill Gesetz geworden
ist. (3.)
London, 14. Jan. Der „Daily Telegraph“
meldet: Die Abstimmung der Bergarbeiterverbände
über die Dienstpflichtbill ergaben
720 000 Stimmen dagegen und 40 000 Stimmen
dafür. Der ausführende Ausschuß beschloß
demgemäß, in der heute zusammentretenden
Nationalkonserenz der Bergleute eine Entschlie-Hung
vorzulegen, die den schärfsten Widerstand
gegen jede Form eines Staatszwanges ankündigt.
Der Soldatenmangel in England.
London, 14. Jan. Sitzung des Unterhauses
vom 12. Jamar: Ulnterstaatssekretär
Tennant erklärte auf eine Ansrage, die Abgänge
in der Infanterie betrügen monatlich 15 Prozent.
In der Dekatte über die Dienst-Bill sagte
Minister Henderson, er wisse von Lord Kitchener
und vom Generalstab, daß nicht nur die
angemeldeten Unverheiratelen und Verheirateten
sofort gebraucht würden, sondern auch
der ganze versügbare. Rest von 650 000 Mann,
die sich auf Derbys Werbung nicht gemeldei
haben. Selbst dann fehlten noch Soldaten, die
durch Freiwilligenanwerbung beschafft werden
müßten. . .
Ber siamps zue See.
Auf eine Mine gestoßen.
Sche eveningen, 14. Jan. Die hiesige
drahtlose Station hat mehrere Radiotelegramme
ausgefangen, nach denen der holländische Dampser
„Maashaven“ (2609 Tonnen) beim Galloper
Feuerschiff auf eine Mine gestoßen ist.
Die Besatzung verließ das Schiff in treibendem
Zustand. In dem Vorschiff ist Feuer ausgebrochen.
.
Tallen.
Italien und der Zusammenbruch
Montenegros.
Bern, 1#4. Jan. Leitende römische Kreise
befürchten, die Oesterreicher werden nunmehr
gegen Valona marschieren, das, zumal in der
gegennmärtigen Jahreszeit, energischen Angriffen
vom Gelirg her kaum standhalten könnte. Sollte
aber Valona und damit die freie Bewegung
Italiens an der Adria überhaupt verloren geden,
dann fürchte man hier schon den schweriten
inneren Rücschlag in Faalien. Wie der „Corriere
della Sera“ meldet, empfing der König
gestern nachmittag den keinahe gleichzeitigen
Besuch des rufsischen) französischen und englischen
Botschafters. Der römische Korresponent
der „Stampa“ kündigt an, daß die Besriechung
des Kpnigs mit Sonnino und dem
Prinzen Danilo zu vichtigen Beschlüssen mit
Weint wemenens meim Großvoter mit ledem
Tage mehr zuzuneigen.“
„Der Herr Geheimrat begt
Meit: zung ron der Dame das glaube allerdings
auch ich bemerkt zu haben. Erst gestern
sprach er zu mir davon, daß sie die klugste
und geisto * Frau sei, die er jemals kennen
gelernt habe.“
Um Erikas Mundwinkel zuckte es bitter.
„ doch hätte er mit viel befserem
Rechte sagen lönnen: die listigste und verschla
genste! Erinnern Sie sich, noch an aunser
Gespräch im Kanal von Suez? —
mußle ich annehmen, daß sehr vertramte #n
ziebungen zwischen dem Baron und Frau
don Heyden beständen — daß sie so 9
verlobt miteinander seien. Und jenzt haben sie
offenbar eine Vereinbarung miteinander getrofen,
die der Dame gestattet, nach einem
glänzenderen Lose zu streben, als es ihr an
der Seite des Herrn de Peauregard beschieden
gewesen wäre
deinen Sie das wirklich, Fräulein von
Sylrander ? ?“
Holmstetten hotte eine rasche Wendung im
Sattel gemacht, um besser in Erikas Zügen
lesen zu können. Aber sie halle den Kopf tief
gesenlt, und der breitrandige Strohhnt, den
sie zum Schug gegen die Sonnenstrahlen trug,
hinderte ihn, ihr Gesicht zu seben. Ihre Antwort
jedoch erfelgte ohne Zögern
„Ich würde gewiß nicht zu segend jemandem
davon sprechen, wenn ich meiner Sache
nicht ganz sicher wäre.“
„Und sollten Sie sich nicht dennoch täuschen?
?% — Audh ich habe ja allerdings schon
bemerkt, daß 5n im Verlehre mit Herrn von
eine hohe
Bezug auf Montenegro geführt habe. Die
de Königsfamilie komme nach
Italien, das montenegrinische Heer werde bei
Slutari kämpfen und sich dann nötigenfalls
nach Albanien zurückziehen, um von dem dort
stehenden italienischen Heer aufgenommen und
mit Proviant und Munition versehen zu werden.
Die Kriegskosten Italiens.
Mailand, 14. Jan. Die Kriegskoslen
Naliene belausen sich bis heute auf ungefähr
Milliarden Lire. In dieser Summe sind
* die bisher geleisteten Zahlungen, nicht aber
die bisher eingegangenen Verbindlichkeiten mit
inbegriffen, die rbeusale einen erheblichen Betrag
ausmachen.
"
S#s Saltetuniersehmen.
* die Verhaftung der Konfuln.
en, 14. Jan; Anläßlich der Gefangennahme
der k. u. k. Konsularfunktionäre in Salonili
richtete der Minister des Aeußern Baron
Burian nachstehende Note an den hiesigen amerikanischen
Botschafter Pensield: Der Unterzeichnete
hat die Ehre, die Gefälligkeit Sr.
Exzellenz des Herrn außzerordentlichen und bevollmächtigten
Botschafters der Vereinigten
Staaten von Amerika Frederic Courtland Pensield
mit der Bitte ganz ergebenst in Anspruch
zu nehmen, Nachstehendes der französischen und
der königlich großbritannischen Regierung auf
telegraphischem Wege zur Kenntnis bringen
lassen zu wollen: Mit peinlichstem Erslaunen
erfuhr die k. u. k. Regierung von dem gegen
den österreichisch-ungarischen Generalkonsul in
Saloniki, gegen das Personal und das Archiv
des Konsulats somie gegen eine Reihe ihrer
dortigen Nationalen verübten brutalen Gewaltstreich.
Die Gesangennahme der bei der königlich
griechischen Regierung bestellten Funktionäre und
der unter ihrem Schutze stehenden Nationalen
sowie die Durchsuchung der mit dem Privileg
der Unverletzlichkeit ausgestatteten Konsulararchive
stellten sich nicht nur als schwerste Eingriffe
in die Hoheitsrechte eines neutralen
Staates dar, Eingriffe, die den elementarsten,
allgemein hochgehaltenen Grundsätzen des Völkerrechte
widerstreiten, sondern sie kehren sich
auch unmittelbar wider die Rechte und Interessen
Oesterreich-Ungarns. Sie lassen sich nicht
anders, denn als Willkürakte bezeichnen, welche
die Erenzen weit überschreiten, die den Kriegführenden
nach Recht und Herkommen gezogen
sind. Das besagte Vorgehen illustriert neuerlich
mr allzu sinnfällig, daß Frankreich und Großbritannien
vor einer Handlung nicht zurückscheuen,
die das Stigma eines krassesten, durch
nichts zu beschönigenden Rechtsbruches offensichtlich
an sich tragen. Die k. u. k. Regierung
behält sich das Recht vor, je nach den weiteren
Verfügungen, welche jene Mächte in Ansehung
der ihrer Freiheit Beraubten treffen werden,
die ihr angemessen erscheinenden Mahnahmen
zu ergreifen.
Französische Vergeltung.
Paris, 14. Jan. Der türkische Beamte
Salih Ber, dessen Obhut das Archio der tfürlischen
Botschaft in Paris anvertraut war,
wurde gestern samt Gaitin und Tochter verhaflet.
Die Verhaftung wird als Vergeltungsmaßregel
bezeichnet.
Die Erbitterungin Griechenland.
Sofia, 13. Jan. Hier eingelaufenen Nachrichten
zusolge wächst die Erregung in Vriechenland
über das selbstherrliche Vorgehen der Entente
und ihre Mißachtung der griechischen Neutralität
und Souveränität ständig. Die Erbitterung
ist so gestiegen, daß der Gedanke, Bul-Splvander
aue Kunte #rer Llevenswuroigkert
spielen läßt. Aber ich habe darin nichts anderes
gesehen, als ein weiteres Mittel zum
Zweck- nämlich für den Zweck des Herrn de
Beauregard. Solange es ihr auf solche Weise
gelingt, den Heirn Gereimrat bei guter Laune
zu erhallen und sein Interesse an den Sitenzug
nicht erkalten zu lassen, scheint die Gefahr
einer Katastrophe in weite Ferne geelie
Sie sucht Ihren Herrn Großvater so viel als
möglich mit ihrer Person zu beschäftigen, damit
er gar nicht dazu kommt, an die neigentuchen
Ziele der Erpedition zu densen.
ber die Jerzsterüg in ihrer renchunge“ Ver,
*t. zu werden.“
„Das klingt Gobl ganz plausibel; aber
den en der Sache trifft es leider nicht.
Ich habe schwerwiegende Gründe, daß sie es
auf anderes abgeseben hat, als darauf, das
Interesse meines Orobvaters nur vorübergehend
auf "0 zu len
biesem Piiend scheute Holmstettens
Gaul und stieg hoch a Elne kleine braune
Schlange, die zu uinem snene zusammengerollt
in der Sonne gelegen hatte und von
dem gleichfarbigen Gesteln, das sie umgab,
kaum zu unterscheiden gewesen war, hatte sich
fast unter den Hufen des Pferdes jäh zu ihrer
Sazen Länge ausgestreckt und suchie nun eiligst
eltung in einer Spalte. Es war das ein
Vorkommmnis, das sich viel zu häufig wiederholte,
als daß man noch We darüber erschrecken
oder in Aufregung geraten können.
Und Holmstetten war ein zu guter Rester, als
doß albn das unvermutete Aufbäumen des
Pferdes hätte ous dem Sitz bringen können.
Beruhigend klopfte er dem zitternden Tiere
de en Ichl anken n Hals und wandte lich bann
garien, den Gegner von 1913, in Saloniki
einmarschieren zu sehen, seine Schrecken für die
Griechen verloren hat und daß die Mehrhe##s
Volkes die Verbündeten beim Einmarsch in das
griechische Gebiet als Befreier begrüßen würde.
Die Stimmung, welche noch vor wenigen Monaten
durchaus ententefreundlich war, ist in das
Gegenteil umgeschlagen. Die Regierung hätte
dem Rechnung getragen, wenn die Entente nicht
durch militärischen und wirtschaftlichen Druck
das lleine Land hinderte, seine Interessen und
seine Ehre zu verteidigen. Besondere Beunruhigung
rufen die Bestrebungen der Ententemächte
hervor, Griechenland durch Ausdehnung ihrer
Stellungen bei Salonikt nach Westen vom Vierbund
völlig abzuschneiden. Jenidze Wardar ist
bereits von den Franzosen besetzt. Allgemein
herrscht das Gefühl, daß die Lage unerträglich
und eine Entscheidung unausbleiblich ist, sobald
der Vormarsch, der Verbündeten auf Saloniki
beginnt.
#e Maet z Beiwrted.
Die Beute von Gallipoli.
Konstantinopel, 14. Jaon. Das Hauptquartier
teilt mit: Die Engländer veröffentlichen
noch immer amtliche Berichte, in denen
sie glauben machen wollen, daß ihr Rückzug
bei Anaforta und Ari-Burun freiwillig und
in voller Ruhe erfolgte. Unsere bisher feslgestellte
Beute, welche die wirklich vorhandene
noch nicht vollständig angibt, beweist klar, daß
der Rückzug außerordentlich überstürzt war. Die
bisher festgestellte Beute umfaßt 10 Kanonen,
2000 Gewehre und Bajonette, 8750 Munitionslisten,
13 Bombenwerfer, 45.000 Bomben, 160
Munitionswagen, 61 leichte Wagen mit Zubehör,
67 Leichter und Pontons, 2851s) Zelte.
1850 Tragbahren, ferner eine Menge Benzin
und Petroleum, Decken und Teidungssiück,
dann 21000 Tomerocnkbüchsen, 5000 Sack Getreide
sowie 12 500 Schippen und Hacken. In
dieser Zahl sind die Wasserbehälter und Sterilisiermaschinen
nicht enthalten.
Englische Niherfolge vor den Daren.
uhgtenn, *sv“ . Das Hauptquartier
teilt mit: Am 12. Enuar eröffneten
ein Kreuzer, neun *g und ein Monitor
vor den Meerengen ein zeitweilig aussetzendes
Feuer gegen Tekke-Burun und Seddil-Bahr.
Der Monitor feuerte ebensalls erfolglos
in Richtung auf Relidel-Bahr, als einer unserer
Flieger Bomben auf ihn warf und ihn nötigte,
sich in Flammen fehnnte zurückzuziehen. Am
Nochmittag des 12. Januar griff ein von
Leutnant Boddicke geführtes Flugzeug das
fünfte feindliche Flugzeug vom Farman--Typ
an und brachte es in der Umgebung von Seddil-Bahr
zum Absturz. Wir fanden den Führer
tot und den Beobachter verwundet. Das Flugzeug
wird nach kleinen Verbesserungen von uns
benutzt werden können. Ein anderer Flieger
von uns griff einen englischen Flieger an, der
Saros überflog, verfolgte ihn und nötigte ihn,
auf Imbros niederzugehen.
Eincrussische Schlappeim Kaukasus.
Konstantinopel, 13. Jan. Das Haupt:
quartier teilt mit: An der Kaukasusfront griff
der Feind südlich des Arasflusses zwischen Tahir
und Wali Baba und nördlich Aras zwischen
Keutek und dem Harman-Engpasse in der
Nacht zum 12. Januar mit einer bedeutenden
Streitmacht beftig unsere vorgeschobenen Stellungen
im Zentrum an, erlitt aber infolge unseres
Gegenangriffes einen vollständigen Mißzerfolg.
Der Feind ließ zahlreiche Tote und
Gefangene, sowie eine Menge von Waffen und
zwei Maschinengewehre zurück und wurde in
wieder gegen Erika:
„Das wäre an und für sich gewiß keine
schlechte Spectitation für den recht wahrscheinlichen
Fall. daß sich der gesuchte Schatz als
ein bloßes Phantom erweisen sollte. Und
Frau von Heyden würde ohne Zweifel dem
Millionär in der Hand vor dem ungewissen
Reichtum im Wüstensand den Vorzug geben.
Aber Sie vergessen den Boron, gnädiges Fräulein!
Ich möchte doch als sicher annehmen,
daß er gegen derartige Plöne seiner schönen
Eieaien lehr energischen Cinspruch erheben
r
rin
nicht' tun
Holnstetzen füblte sein Herz in rascheren
Schlägen klopfen, ein Symptom, das sich in
der ###en Jeit recht häufig einstellte, wenn er
das Glück hatte, weit von den anderen entfernt
neben der Enkelin des Geheimrats zu reiten.
Aber er ließ doch eine geraume Zeit verstreichen.
bevor er Be Gespräch fortsetzte.
mich schon so weit mit Ihrem
Vertrauen beehre haben, gnädiges Fräulein,
möchten Sie da nicht auch noch den weiteren
Schritt tun, mir zu sagen, wie Sie zu dieser
Annahme kommen?“
„Zu welcher Annahme ?“
Zu der Vermutung, daß der Baron lnit
den von Ihnen vorausgesetzten Absichten der
Frau von Heyden einverstanden sein könnte #“
——— — 1
sagte Erika kurz, „das würde er
–—fH.LH „
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Hi: iten
Gesrei
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G. 12.
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