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tut, und dieser Ordensgeist war unvereinbar mit den · bloß instrumcutalen
Absichten desselben zu Beförderung des königlichen
Despotismus. Der Dominikanerorden, der doch seine
alten Prätensionen an däs Inquisitors-Monopol nie vollig
hatte vergessen können, und schon wieder den dritten nach
Aliaga, einen Mann seiner Montur, zum Großinquisitor
machte *), der Dominikanerorden schlang sich ganz hinein
in das Iustitut, und es war keine der geringsten Ursachen der
großen Bewegungen, die unter der vormundschaftlichen Regierung
der Königin Maria Anna von Oesterreich 1666 entstanden,
daß sie es damals gewagt hatte, einen Jesuiten zum
Großinquisitor zu machen,
Tausend prunkvolle Abscheulichkeiten, die unter der schwachen
Regierung Kdnig Karls II. in eben dem Verhältnisse abscheulicher
wurden, je prunkvoller sie wurden, — entsprangen
jetzt immer mehr aus eben dem Ordensgeisie, der meines Erachtens
gerade in diesem Zeitpunkte am sichtbarsten auf das
abscheuliche Institut wirkte. Auch sah man das Institut jetzt
so sast ganz nur als religidses Institut an, weil in der allgemeinen
Barbarei, die unglaublich groß war, unter dieses
Kbnigs Regierung, alle Nachrichten von der ersten Form und
Absicht des. Instituts nach und nach verschwunden waren.
Die Auto da Fe's waren Hof-Feten geworden, das allgemeine
Gefühl hatte sich voͤllig abgestumpft. Der Mensch,
der alles werden kann, wird zuletzt auch fast belusiigter Zuschauer
der peinvollsten Leiden seiner Mitmenschen.
Hätte auch nicht gleich die Regierung des ersien Bour-*)
Auf Aliaga kam Pacheco von 1622 bis 1627. Dann der
Cardinal Erzbischof von Burgos Anton Zapata; und nun
der Dominicaner Anton von Sotomajor.