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habe: und da ist es denn glaublich, daß ein solcher der Teufel
allmählich viele sieht. Doch vielleicht trifft man kein so
schreckliches Bild an, sondern sieht einen Kerl halb bedeckt,
etwa leinene Lumpen um sich herum; er liegt auf dem Boden,
die Zunge lechzend herausgestreckt, ein hohläugiges Gerippe,
neben ihm eine kleine Cisierne mit faulem Wasser; ein alter
Mann von achtzig, neunzig Jahren. Wie er sich endlich
aufraffen will, kriecht er auf allen Vieren. Sollten das ein
paar Heilige seyn? Der eine ist: der heilige Paulus von
Thebe und der andere der heilige Antonius von Padua.
— So lebte der Eremit in den ägyptischen Wüsten, sah
zehen Jahre lang keinen Menschen, lief herum, setzte viel
darauf, recht lange zu fasten, und der Teufel trieb recht
seine Narrenstreiche mit ihm.
Wenn. man den Menschen fragt, wie er dazu gekommen,
so gesteht er: um heilig zu leben, habe er nothwendig gefunden,
unter dem Vieh zu leben; er werde durch die Menschen-Gesellschaft
in seinen Betrachtungen gestört; er habe die Gewohnheit
sehr nützlich gesunden, oft Tage lang in einer
Positur sitzen zu bleiben. Es wäre ihm nichts lieber, als
wenn er vierzig Tage fasten koͤnnte; so lange haben Elias,
Moses, Christus gefastet: aber er habe es noch nicht so weit
gebracht; er sey noch nicht vollkommen.
Unsireitig ist ohne Einsamkeit noch nie ein großer
Mannu geworden, noch nic eine Ideerecht tief
in die Seele gedrungenz; aber gewöhnlich eben das
Mittel, das große Männer hervorbringt, bringt,
unrichtig angewandr, auch die größten Narren
bervor. Doch, gerade diese Narrheit konnte nur unter
sprischem und ägyplischem Himmel Platz haben.
Der Eremiten hat es vielerlei Gartungen gegeben.
Einige, die noch in der Gesellschaft blieben, sich