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bat er gleichwohl mit seinem Jubio nicht undeutlich darauf geditten,
nachdem überall wahrzunehmen, daß man aller Orten, hier in
besonderer Besorgniß vor den fremden königlichen Höfen sieht, keinem
Vorwurf sich zu exponiren, als ob in dieser Sache von der
Ordnung abgewichen werden wollte. Es kommt auch hiemit
nicht allein die in meiner vorigen Relation von dem Baron
Senckenberg über den Hoffommissionspunkt schon angemerkte,
sondern auch die bei dem Freiherrn von Hagen darüber beobachtete
Unentschlüssigkeit überein, welcher Letztere sonst unter die
wohlgesinnte vor Eurer herzogliche Durchlaucht zu zählen ist.“
Doch fast noch trostloser als jene erste Visite bei dem
Reichs-Vicekanzler und einigen der. wichtigeren Reichshofräthe,
und selbst trauriger als die Schwerfälligkeir, womit manche
der letzteren dic feinen Renz'schen Distinktionen nicht begreifen
wollten, auch öfters, wie Renz besonders über Senckenberg
klagte, *) zur Erwiderung hoher politischen Spekulationen,
warum der Herzog von Wirtemberg ein sehr zahlreiches Militär
haben müsse und die Landstände dasselbe unterhalten
sollten, solche schulmeisterische Gedanken hatten,
daß man sich darüber ärgern müßte — noch
trauriger, als das alles, war die ersie Audienz, die
Renz bei dem Fürsten Kauniz erhielt. Er zeichnete es recht
aus in seinem Rapport, wie gleichgültig dieser Minister ihn
aufgenommen, wie kurz und kahl er ihn abgefertigt babe.
Kein Wort von allem dem, was der Herzog so eben erst im
siebenjährigen Kriege gegen Preußen zum Vortheil des Hauses
Oestreich gethan. Keine Sylbe irgend einer feinen Zusicherung,
daß man von Seiten des östreichischen Staatsministeriums
auf den Reichshofrath wirken werde, sondern der Herr
*) S. dessen Schreiben an Montmartin, Wien 1. Mai 1765.