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wirklich von den Osmanen erobert, — suchten Friede mit den
Lateinern, und wollten sich über die dogmatischen Diskrepanz=Punkte
vereinigen. Diesen Vorwand ergriff der Pabst; Bononien,
hieß es, sey ein passenderer Ort hiefuͤr, Basel sey zu
weit. Freilich für den Pabst sehr passend, in der Nähe von Rom,
im Kirchenstaate, wo die Anzahl der Bischöfe die größte war.
Er schickt eine Bulle nach Basel, suspendirt die Synode,
und transferirt sie nach Bononien. Als die Bulle ankam,
war schon Session gehalten worden, und die Verlegung war
offenbar gegen Alles, was die Synode nützen sollte und
konnte. Wie war Reformation von Bononien aus zu erwarten!
Wie konnten hier die böhmischen Händel geschlichtet
werden! Die Baseler Väter hielten sogleich eine zweite Session,
und faßten hier das Dekret ab, daß das Concilium ein völlig
rechtmäßiges Collegium sey, und daß Niemand, selbst der
Pabst nicht, das Rechr haben solle, die Baseler Synode aufzuheben.
So wie die Synode anfangs schrittweise gegen den
Pabst fortgehr, so zeigt sich der Pabst anfangs enrschlossener.
Er schickr eine zweite Bulle, verlangt noch einmal Translation
und Suspension. Nun fängt die Synode an, den Pabst zu
ciriren, setzt ihm eine dreimonatliche Frist, macht die Verordnung,
wenn während ihrer Versammlung der Pabst sterben
sollte, könne nirgend anders, als am Orte der versammelten
Synode ein Pabst gewählr werden. Die Bäter hatten die
Unterstützung des Kaisers, die Nähe von Frankreich, den
Schutz der Eidgenossen. Der Pabst muß einigermaßen nachgeben,
und schickt, veranlaßt vom Kaiser, Gesandre nach Basel.
Aber die Baseler Väter, statt sich zu bequemen, setzen
dem Pabste von Neuem eine Frist, innerhalb sechzig Tagen
sich auf der Synode einzufinden.
Während alle diese Verhandlungen mit dem Pabst vorfielen,
kam eine große Deputation aus Böhmen an — die