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heranzuziehen '). So hoffte Landgraf Philipp, auf Strafsburg, dessen
evangelischer Eifer und Anhänglichkeit an das Gotteswort allerdings
über jeden Zweifel erhaben waren, durch den Herzog von
Veldenz, der mit der Stadt freundliche Beziehungen unterhielt,
einwirken zu können?). Wenn ferner Worms und Speier genannt
sind, so war hier die Voraussetzung der Verbündeten wohl diese,
dals der Kurfürst von der Pfalz ihre Bestrebungen sich zu eigen
machen werde; denn in diesen Gegenden wog sein Einflufs vor,
der sich besonders auch Worms wie Speier gegenüber geltend gemacht
hatte. Beide Städte nämlich hatten in den letzten Jahren
eine ganz ähnliche Entwicklung durchgemacht®). In beiden hatte
das Luthertum frühzeitig Wurzel geschlagen, und in beiden war
der Bauernkrieg die Veranlassung geworden, sich der Neuerung
mit vollster Entschiedenheit zuzuwenden. Namentlich war, in Speier
wie ın Worms, die Bedrängnis der Geistlichkeit während des Aufstandes
benutzt worden, um derselben wertvolle Zugeständnisse zu
entreilsen. Speier hatte den städtischen Klerus ganz unter seine
Hoheit gebracht, Worms die Geistlichen genötigt, auf die s. g.
Pfalzgrafenrachtung, einen dem Klerus günstigen Vergleich, den
im Jahre 1519 Pfalzgraf Ludwig, der Kurfürst, vermittelt hatte,
zu verzichten und zuzugestehen, dafs die Pfarrer durch die Pfarreingesessenen
ein- und abgesetzt werden könnten. Damit waren
in beiden Orten weitere Mafsregeln zur Befestigung des Luthertums
Hand in Hand gegangen: man hatte die Prediger verpflichtet,
ı) Auffallend ist freilich, dafs Augsburg und Ulm nicht verzeichnet
sind, auf die, wie erwähnt, schon in Friedewald gerechnet worden war; vielleicht
meinten die Fürsten. dieser beiden Städte sicher zu sein, sobald nur
erst Nürnberg gewonnen wäre; denn auf dieses hörten sie trotz der empfangenen
Ablehnung keineswegs auf für ihr Bündnis zu zählen, dem die neue
Lehre, die hier so fest eingewurzelt war, wie an wenig anderen Punkten,
die Stadt doch über kurz oder lang zuführen zu müssen schien.
») 8.0. Kap. 3 S. 135.
3) Vgl. über Speier die kleine Schrift von C. Weils, Gesch. der Stadt
Speier. Die Akten für die Reformationsgeschichte der Stadt, aus denen auch
Weifs schöpft, befinden sich zumeist im Stadtarchiv, Fasz. 333 und 359;
s. auch Hartfelder, Zur Gesch. des Bauernkrieges in Südwestdeutschland
S.245 ff. — Der Antwort. welche Speier am 24. Juni dem Herzog
Heinrich d. J. auf die kaiserliche Werbung gab, dafs es die Neuerungen
nicht gänzlich fern zu halten im Stande sei, wurde schon gedacht. — Für
Worms vgl. Ad. Becker, Beiträge zur Gesch. der Frei- und Reichsstadt
Worms.