Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Peganum

jum,  n.,  —6;  -za  [§  24,  2,  n.]:  wilde  Raute,
Harmelkraut.  —  Dgas-ide  (gr.),  f.;  —:  Muse.
(Cos,)  us,  m.,  uv.,  (□ses);  —se  [8  24,  2:  das
gestügelte  Musenpferd  (s.  Hippogrypb,  vgl.  Hirpokrene;
  Bellerophon;  Meruse  2c.),  auch  bildl.:  Rasch
den  P.  gesattelt!  Görner  Kl.  Erz.  o.  Nam.  17;  Ip.
Wahrh.  3,  357;  Platen  4,  269;  P.  im  Joche.  Sch.
9/  ;  V.  Ov.  1,  273;  Mit  Fittigen  fliegend,  Pegasos.
  250  2c.;  auch:  ein  Sternbild.  —  Deg-#
(gr.),  f.:  -ai,  -àä:  Quelle,  bes.:  Heilquelle,  Mineralwasser;
  auch  die  Vertiefung  im  innern  Augenwinkel,
  Thränensee  (s.  Läcus  lacrimälis).  Jiäter,
m.,  -6;  uv.  s8  24,  2,  tri!:  Brunnenarzt.
Sialris,  f.;  —eyn:  ärztl.  Anwendung  v.  Heilquellen,
  Brunnenkur  2c.  iätrisch,  a.:  zur  Pegiatrie
  gehörig,  darauf  bezügl.  2c.  —  Deghin  (gäl.):
Geld  („augenscheinlich  aus  penny“).  CGlobus  7,
310a.  —  Pegli  (it.  vetji):  st.  per  (s.  d.)  gli  (s.  d.).
—  Pm  (gr.),  n.,  -s6;  -ta  24,  3.  u.,  iisl:
etwas  Zusammengefügtes,  ein  aufgeschlagnes  Gerüst
  2c.  —f##m.,  —(e)s;  0:  Schriftgranit.  —
Dego-Iôg  (gr.),  m.,  -en,  (—);:  —#n:  Kenner  der
Mineralwässer.  Dazu:  P##f.(Brunnenkunde  2c.);
visch,  a.  -mänt,  m.,  en,  (—#;  -en:  Jemand,
der  aus  Quellen  2c.  wahrsagt.  Dazu:  P-iẽ,  f.;
p-isch,  a.  —  Pegre  (frz.  räg'r),  f.;  —#:  „Faulenzer",
  Gesammtheit  v.  Dieben:  Basse  ibaßl  u.
haute  Iötl  p.,  niedre  u.  hohe.  Gartenl.  17,  64  1a
Pehlle)w-an  (pers.),  m.,  —§,  —en;  -en:  Die
Krieger  lin  der  parsischen  Heldensage]  heißen  auch  Pehlwanen,
  d.  i.  Markgrafen,  ein  Ehrentitel,  der  sräter  auf
alle  Ritter  ausgerehnt  ward  2c.  Nosenkranz  Psch.  117;
Daß  der  Schah  in  die  hilflose  Lage  gerathe  u.  der  Pehlwan,
  der  Majordomus,  der  erste  Kriegsbeld  zu  seiner
Rettung  auszlehe.  Uhland  Schr.  1,  180  2c.,  auch
(türk.):  Pehl  iwan:  Kampfbelr.  Hammer  10,  363  rc.;
Der  Meister  in  diesen  Ringspielen  heißt  lin  Bagdad!
Pehluwän.  Pttetmann  Or.  2,  307;  Peliwane
(türk.),  einen  Seiltänzer  od.  gymmnastischen  Künstler  bezeichnend.
  Gerhard  Wil.  2,  271  2c.,  vgl.  auch:  Der
Petschel  Pehlewan,  ein  persischer  Tartuffe  der  Posse.
Rosenkranz  PGsch.  398.  -i,  n.,  —#:  0:  Die  Zendavesta
  (das  lebenrige  Wort)  in  der  Zenrsprache  od.  im
„Pehlvi-,  einer  aus  Persisch  u.  Semitisch  gemischten
Sxrache,  die  auch  Huzvaresch  genannt  wird,  verfasst.
114;  G.  4,  193;  Eine  todte  Sprache,  das  „Pehlwi“
genannt.  ..  Sie  diente  zu  der  Zeit,  als  die  Parther  u.
die  Sassaniden  in  Persien  herrschten,  statt  des  Zend  als
beilige  Sprache  des  zoroastrischen  Glaubens  2c..  Wahrscheinlich
  ..,  daß  das  Pehlwi  die  Sprache  der  alten
Pariher  war.  Kriegg  1,  119;  Pazend  „Fuß  des
Zend“)  ist  nach  ihnen  lden  Parsis  in  Zeed]  der  Name
der  spätern  Zend=  od.  der  ältern  Pehlewisprache.
Diese,  die  P.-Sprache,  wird  in  der  Derisprache  Hazwaresch
  genannt:  Deri  [„Hofsprache“!  aber  ist  rer
Name  der  jetzigen  Sprache  der  Parfi,  welche  erst  seit
einigen  hundert  Jahren  sich  unter  ihnen  gebildet  hat  u.
ein  Jargon  des  Neupersischen  ist,  aber  auch  einige  ältere
Formen  bewahrt  hat.  Petermann  Or.  2,  206;  Eine  P.=Inschrift.
  192;  Die  P.-Schrift.  Ausld.  38,
5  3a  2c.  —  Pehuenche  Cintsche),  m.,  —n;  -n,  uv.:

Peka  211

Sie  selbst  [die  Eingebornen  Chile's  2c.]  bez.  sich  als
Alapu-che  od.  „Kinder  des  Landes“.  Ze  nach  der  geograrhischen
  Lage  thellt  man  sie  wieder  in  „P.“,  Leute
des  Ostens;  „Morache  ,  Leute  des  Westens  u.,  Huilliche“,
Leute  des  fernen  Sürens.  Globus  5,  376az  Bei  den
Pechuenchen.  Gerhäcker.

I.  Dei:  s.  P.-Kevil.  —  II.  Péi#  (it.):  st.  per
(s.  d.)  i.  —  Peie  (hebr.),  f.;  —s:  Herabwallende
P-éê  (Zudenlocken).  Garlenl.  13,  574a;  Die  Pases
lDrckf.:  Prajesl,  die  heiligen  Schlaflocken.  Heine  Letzt.
Gd.  251  (vgl.:  Ihr  sollt  nicht  rund  abnehmen  die
„  Seitenenden  eures  Haupthaares".  Zunz,  3.  Mof.  19,
27  u.  s.  Grsenius  s.  v.  NE,  peab.  in  gemein-jüd.
Ausspr.  peie).  —  Peign-iEren  (frz.  renj-),  tr.:
kämmen;  übrtr.:  Der  Garten  te.  ist  peigniert,  sauber
gehalten,  in  Ordnung  gebracht,  z.  B.:  „Die  Plätze
sind  alle  mit  Wasser  verschlämmt  u.  noch  nicht  peigniert“
  —  Sag  Er  doch:  gekämmt.  G.  27,  437.  -oir
(-oär),  m.,  —  ;  —#§#:  Pudermantel,  —  verallgemeint:
  ein  ähnl.  Gewand.  —  Pfrik  (vers.),  m.,
—6;  —:  Fuffolger  (vgl.  pedisequus),  Lakai  2c.;  in
der  Türkei:  Leibwächter,  Lanzenträger,  s.  Hammer
10,  363.  —  Dei-Kovil  (ind.),  n.,  —8;  —6:
„Teufelshaus“,  Bauwerk,  worin  die  Schanars
mit  Tänzen  ꝛe.  die  Dämonen  verehren.  Globus  9,
186b.  —  Peine  (frz.  pän),  f.;  —s:  Pein,  Mühe,
Sorge,  Verlegenheit  2c.:  En  langl  p.,  in  Sorge,
Verlegenheit.  —  Deir-a  (gr.),  f.;  zai,  -à:  Versuch,
  Exrperiment.  -äma,  n.,  —#;  -ta  I§8  24,  3,
n.,  -tis]:  Versuch;  Erprobtes,  Erfahrungssatz.
Samologfeé,  f.:  s.  Peirasmologie.  asis,  f.  s8  24,
3,  uv.  ):  das  Versuchen,  Erproben,  die  Probe.
Sats)mologié,  f.;  —eyn:  Lehre,  Anweisung  zum
Erxperimentieren  2c.  —  Peirilho-os  (gr.),  m.,
uv.;  0:  s.  Pirithous.  —  Deisa,  f.;  —:  eine  ostind.
Münze  =  /"  Rupie.  —  Peischwa  (ind.),  m.,
—6#  ;  —#:  bei  den  Mahratten,  eine  Art  Majordomus,
dessen  Würde  allmählich  erblich  wurde  u.  in  die
Fürstenwürde  überging:  Die  Pensien  Badschi  Rao's,
des  letzten  P—s  v.  Punah.  Westermann  Mon.  3,  53  2a.
—  Peitan  (hebr.),  m.,  —6;  —#:  Dichter  v.  Synagogengesängen
  od.  Piutim  (s.  d.).  —  Peitho
(gr.),  f.;  —#  0:  die  Göttin  der  Uberredung:  Die
Grazie  .  .,  P.,  die  Uberredende.  Böniger  Sab.  157;
168;  Mit  der  P.,  die  dir  immer  hold  war,  auf  den
Lippen.  W.  23,  207  r2c.,  auch:  Suada  (Suadela,  im
Griech.  Pitbo)  2c.  Uamter  Myth.  187;  Die  Statue
der  Pitho  (UÜberredung).  püchler  Süröstl.  3,  104.  —
Heiwend  (pers.,  türk.),  n.,  —##;  —:  „Fuß-Band“,
-Fessel.  Hammer  10,  363.

Pejer-atiõn  (lat.),  f.;  —en;  —-:  Meineid  (s.
perjurium  2c.).  ren,  intr.  (haben):  einen
Meineid  begehn.  —  Dei-or  (lat.),  a.  [8  24,  3,-öris)::
schlimmer,  schlechter,  —  neutr.  u.  adv.:  pẽjus  (s.
melior):  Eine  reformätio  in  pejus  sod.:  in  düriusil;
Veränderung  sder  Verfassung]  in  pejus.  Volksz.  17,
38  2c.  oratiön,  f.;  —en;  —s-:  Verschlimmrung,
Verschlechterung.  orikren,  tr.;  intr.  (sein):
schlimmer,  schlechter,  arger  —  machen  od.  —:  es
werden.

Heka,  m.,  —#;  —#:  eine  ind.  Scheidemünze.

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