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Amlltches Bublikalions-Organ
Rosenheimer Tagblan
Nu###er —W—I— Simen u. Juda-Samstag,
28.
Oktober 1916
Protestantisch: Simon u. de 62. Sa###s
Weiterer Fortgang der Verfolgung der geschlagenen Dobrudscha-Armer.
Harsova an der Donau 40 km nördlich von Cernavoda erreicht.
Fortschritte im Angriff südlich von Predeal
und bei Kampolung. — Französische Angriffe bei Fort Douaumont verlustreich abgeschlegen.
Der französische Vorfioß vor Verdun. — Erplofivgeschofse im Dienst der englischen Flieger. — Die erbitterten
Kämpfe um Predeal. — Große Beute aus den Siegen in der Dobrudscha.
IZs ben erfolgreichen Kämpfen an der Linie Constanza-Cernavoba.
die riessase.
N#. Großes Kautquartlet, den
7. Oll. Amtlich.
Westlicher Kxriegesselauplas
Front des Heneralfeldmars galls
Kronprinzen Kupprecht v. Bayern.
Bei starker Feuertötigkeit der Artillerien ist
c- nördlich der Somme nur zu Gesechten von
Erkundungsabteilungen gekommen.
Auf dem Südufer ist durch unser auf br jeindlichen
Gräben gelegtes Wirkungefeuer ein sich
worbereitender Angriff der Franzosen im Ab—
ichnitt Fresnes-Mazancourt-Chaulnes niererge-Halten
worden.
Front des deutschen Kronprinzen.
Die Artilleriekämpfe waren tagsuber auf dem
stlichen Maas-Ufer zwischen Pfefferrucken und
MWoevre sehr heftig. Mittags grift der Feind
unsere Stellungen östlich von Fort Donaumomn
u#n. Sie wurden verlustreich abgewiesen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls
Prinzen Leopold von Bayern.
An der Schtschara wiederholten die Ru's#n
nuch zweimal vergeblich ihre Angriffe. Die stürmonden
Kompagnien wurden von der Grobenbesatzung
durch Feuer zurückgetrieben.
Weiter südlich an der Wedfma-Mündung
nahmen schlesische Landwehrleute eine russssche
Vorstellung und brachten einen Offizier und
#8 Mann gefangen ein.
An der Lucker Front dauert im Abschnitt
von Kisielin starkes Artilleriefeuer der Russen
an. Um Mitrernacht erfolgte ein Angriff, der
vor unseren Hindernissen im Feuer zusammenbrach.
Heeresfront des Generals dei Rapalletie
Erzherzog Karl.
Im Südteil der Waldkarpathen sind erneut
ussisch- rumänische Angriffe gescheitert. Vorsiöße
des Feindes an der Ostarenze von Siebenbürgen
sind zurückgeschlagen worden.
Südlich von Predeal und in Richtung Kampolung
hat unser Angriff Fortschritte gemacht
Valk#o#krien##.
5% rerape des General-Keldarschalls
p. Matdensen.
Die der geschlagenen Dodrudd.
a. Armee wird fortgesetzt. Die Gegend von
Harsova ist von den verbündeten Truppen erreicht,
A. 1 2 *
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J. e .
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Mazedonische Front.
Keine wesentlichen Ereignisse.
Der erste Generalquartkiermeister:
Ludendorff.
Nach diesem Bericht unserer Heeresleilung ist
aiso die Verfolgung der geschlagenen Russen
und Rumänen schon sehr weit gediehen. Harsora
liegt auf dem rechten Donau-Ufer, etwa
40 Kilometer nördlich von Cernavoda.
Der erste Generalquartiermesster:
Ludendorff.
r□— 2 e
Der amtliche öfterreichische Vericht.
W'TB. Wien, 26. Okt. Amtlich wird verlautbart
[
Front des Generals der K#bollerie
Erzherzog Karl.
Nördlich von Campolung wurden rumänische
Gegenstöße abgeschlagen. Südlich des Predeal-Passes
sind unsere Honvedtruppen in erfolgreichem
Jortschreiten. Im Bereczker-Gebirge säuberten
Bayern einen Grenzkamm. Im U## und
Wattas-(Trotufu-) Tal warfen österr.-ungar.
Truppen, schon auf rumänischem Boden kämpsend,
den Feind an mehreren Stellen. In der
Dreiländer-Ecke, auf den Höhen am Noagra-Bache
wurden russische Angriffe zurückgewiesen.
Heeresfront
des Generalfeldmarschalls
rinzen Leopold von Bayern.
Nördlich von Baturcy brachen angreifende
russische Bataillone vor den deutschen Hindernissen
zusammen.
G———.
Auf unseren Stellungen im Wippachtale und
auf der Larsthochfläche log geltern Darmillog
bDefigce Artillerie= und Mirenfeuer, das gezen
Mittag allmählich nachließ. Rekognosfzierende
feindliche Abteilungen, die sich unferen Seellungen
näherten, wurden durch Handgranaten zurückgetrieben.,
aodstlicher L###lege#s##lat
Aus dem Bereich unserer Truppen nichts zu
melden. 1 1#
Der Hielnrtreßher der Wan den Pewer alstab#n
von Höfer, Felbmarschalleutnant.
Somme. Vecdun und Rumäalen.
Der niederschmetternde Eindruck der Dobrud--scha-Siege
Mackensens auf die Slimmung der
Franzosen ist ungeheuer. Nicht nur, daß allgemem
die Laune darunter leidet, auch oas In--teresse
und die Opferwilligkeit für oie Zeichnung
auf die französische Kriegsanleihe ii#t sehr
stark herabgemindert worden, sodaß der Kriegsrat
in Boulogne außerordentliche Beschlüsse faßte.
Gleichwohl müssen aber die Somme u. Verdun
Rumänien entlasten.
n Dem „Berl. Tageblatt“ wird aus dem Großen
Hauptquartier über das Somme-Programm
der Franzosen von dem Kriegsberichterllon#
Georg Queri u. a. gemeldet: Es scheint
sich ron den etlichen Wahrheiten, die der
ganzen Nation zu wissen not wären, nur die
eine Bahn gebrochen zu haben: Es ist an Keinen
Dulchdruch mehr zu denten. Ein gesangener
Offuier, der im Zivilberuf Profelslor der Mathematik
ist, meinte: „Wir haben den Osten
zu entlasten. Die meisten gebildeten Franzosen
#iind sich darüber llar geworden, daß wir
Deutschland im Westen nicht besiegen tönnen.
Die fortdauernden Angriffe on der Somme
haden nur den Zweck, große deusese Kontingente
festzuhalten und zu verhindern, daß Oesierreich
kräftig unterstützt werde. Oeherreich
broucht diese Kräfte notwendig. Es ist w4•h n
sicht der Alliierten so geschwächt, daß der rus.
lisch-rumämnische Druck es allmöhlich und endgül.
tüg überwinden muß, ebenso BZulgarien. Wenn
wir nur Deutschland hier so festhalten können.
bis im Osten die Verbündeien gefsallen sind,
dann werden wir ce hier mit einer oolierten
Viat zu tzun haben, die rian zum Frieden
u#engen kann.“ Der gefangene Osinzier mach,
aber gleickzeitig das Zugeitändnis, daß die
rusiesche Frage fur Frankreich ummer ichwieriger
aen orden sei. Es liege nun an England, mMit
weine: Kontingenten die großen Lücken auszusüllen.
Dan die großen Blutopfer an der Somme
umd neuerlich vor Verdun nur für den Olen
gebracht werden, geht auch aus anderen Meldun
ren herror. „„Eclair“ und „Libre Parole“ belonen,
der Riesenstotz Joffres auf dem techtelaguse
sei dem Wuniche Frankreichs entsiprunge,
Rumanien indirekt zu entlaften. Bi--ber
en die Befürd#zung ausgeschlossen, daß Bularen
einen Separaafrieden erbitten konnc. Der
Konig müsse das Kabinett um jeden Preis
Ualen, damit die Kriegsgegner nicht un# Puder
kommen. Und eine Meldung aus Rotterdan
besagt: Tronz der ungeheuren Menschenopfer.
nelche Frankreich an der Somme und bei Verdun
gebracht, soilen franzöfische Regimenter
aufe neue auf binlgetränkter französsscher Erde
in den Tod getrieben werden. um in Krankreich
den Cindruck der Mutlosigkeit und des Niedergeschmettertseins
vermischen zu lassen. Dic
Angriffe sollen um jeden Preis fortgesetzt werden,
und so schreilet Frankreich zu einem neuen
Versuch, die Kriegostimmung künstlich aufmpeitschen.
Die Heerführer der angreifenden Kalonnen
haben den dringenden Befebl erhalle#n.
Ersolge um jeden Preis zu er:eien.
Zu dem Vorstoß der Franzosen vor Veronn
bietet eine neutrale Stimme Intereise. Dar-Boꝛrner
Intelligemblau-“ sagt, dah sowohl die
rus iscc. als auch die Sommie-Offenfive stecken
geblieben sind. und schreibt: Somit ergibt sich
die Notwendigkeit, so rasch als möglich die sich
langsam zuguniten der Mirtelmächte neigende
KRriegemage wieder aufzurichten. Di: ist soeden
geschehen durch den Stoß der F Fronzosen
aut Verdun heraus. Dieser Sioß u#t ein Eingcsländnis
des Scheiterns der Pläne an der Sommie.
Cs wird sich zeigen, ob der Anlauf bei
Verdun den Alliierten die so dringliche Entla
ilung bringl. Fast mochie man daran zweiselln.
reigieicht man die sieden Kilometer der Front.
die um drei Kilometer vorgeschoben ist. mii:
den Hunderten von Kilometern Frankreichs, die
der Cntlasung harren, Jedenfalls wird sich in
diesen Tagen zeigen, ob auch dies br
nicht in seinen Plänen siören kann u. darf. D
von hängt alles ab.
Die Annahme, daß der Feind in dem panischen
Schrecken uber die Niederlooen Rumänieus
eine der üblichen Enllastungsoffenswen
unternehmen werde, lag nahe, und die ersten
Meldungen über französische Angriffe konnten
als Bestätigung hierzu angesehen werden. Es ist
ein Zeichen, daß Frankreich entschlossen ist. sch
ganz auszuopfern, daß es jett außer dem furcht
boren Aderlaß an der Somme seinen Leib auch
noch dei Verdun dazu hergibt. Schließlich hat
jedoch französsscher Bodengewinn, wenn er wir
lich endgüllig sein würde, bei Berdun tebt ucht
mehr iene Bedeulung, die inm jt uher zuncm
men wäre. Der Zwecl. den umiere H#
tung mit den Angriffen auf Veroun un Auge