Full text : Unser Pommernland. 3. Jahrgang 1915/16. (3)

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wieder  eingeführt  werden.  Hiermit  war  die  Tages—
ordnung  erschöpft.  Nachdem  einer  der  ältesten  Ver—
trauensmänner  dem  Vorstande  für  seine  mühevollen  und
selbstlosen  Arbeiten  namens  des  Buchheide-Vereins  den
Dank  ausgesprochen  hatte,  wurde  die  Versammlung
geschlossen.

Carl  Küster,  Stettin.

pommern-Bund  zur  Förderung

:  Rheimaflichber  Kunfl  und  Arf#
Berlin-Steglitz,  Pollfeinische  Str.  52  II.

Unter  dem  Zeichen  unseres  heimatlichen  Greifen
haben  wir  eine  Vereinigung,  den

Pommernbund  zur  Förderung  heimatlicher
  Kunst  und  Art

gebildet,  der  an  alle  pommerschen  Landsleute  die
Bitte  richtet,  sich  zunächst  zu  unseren  zwanglosen  geselligen
  Abenden  einzufinden.

Der  Pommernbund  will  allen  Pommern
  in  und  um  Berlin  und  ihren  Angehörigen,
welche  die  alte  Heimat  lieben,  einen  Sammelpunkt
bieten,  wo  sie  allezeit  Landsleute  finden,  mit  denen
sie  die  Fäden,  die  sie  mit  Jugend  und  Heimat  verbinden,
  weiterspinnen  können.  Aus  dem  verwirvenden
  Getriebe  der  Großstadt  wollen  wir  uns  treffen
  am  den  Quellen  lieber  Erinnerungen  und  uns
in  fröhlich-freundlicher  Gemeinschaft  unsere  pommersche
  Eigenart  bewahren  helfen.

Unser  höheres  Ziel  ist  aber,  die  Geistesschätze,
die  aus  pommerschem  Grunde  erwachsen  sind,  zu
heben  und  zu  verbreiten.  Unsere  pommerschen  Dichter,
  Denker  und  Künstler  sollen  im  Pommernbund
eine  freie  Gefolgschaft  finden,  die  sie  versteht  und
ihnen  zur  verdienten  Würdigung  verhilft.  Keine
Kunst  kann  unser  Gemüt  so  tief  erfassen  und  genießen,
  wie  die,,  welche  aus  unserer  eigenen  Heimat
  heraus  geboren  ist.  Und  unser  pommersches
Heimatland  kann  sich  vor  der  Welt  sehen  lassen  mit
seinen  Staatsmännern,  Heerführern,  Dichtern,  Mustkern,
  bildenden  Künstlern  und  Gelehrten.

Regelmäßige  zwanglose  Zusammenkünfte
  mit  eingestreuten  Darbietungen
  heimatlicher  Kunst  und
eigentliche  Pommernkunstabende
sollen  diesem  Zwecke  dienen.  Zu  dem
vielen  Guten,  das  uns  der  große  Krieg  bringen
wird,  gehört  bereits,  daß  er  mit  heiligem  Sturm
die  elende  Verehrung  alles  Fremden,  das  sich  in
unserm  Lande  unerträglich  breit  machte,  hinwegfegte.
  Wir  schämen  uns  jetzt,  dem  widerlichen  Ge-Unser

  Dommerland

plärre  einer  fremden  Dirne  als  Offenbarungen  einer
Muse  gelauscht  zu  haben,  vor  der  die  Stimme  des

tiefem,  herrlichen  deutschen  Gemütes  schweigen
mußte.  Daß  das  Wort  der  deutschen
Kunst  wieder  dürchdringe  und  nie

wieder  verstumme,  das  soll  auch  des
Pommernbundes  heiliges  Streben
sein.

Nichts  Wahres,  nichts  Ernstes  kann  die  Kunst
schaffen,  die  fremde  Geister  nachahmt.  Großes,  Lebendiges
  und  Bleibendes  kann  nur  geboren
werden,  erwächst  aus  der  innigen  Lebensverbindung
  des  Geistes  mit  dem  Lande  seiner  Heimat,
mit  der  Liebe  seiner  Jugend,  mit  den  Quellen  des
eigenen  Wesens.  Wer  die  Unterschiede  zwischen  den
Eigenarten  der  deutschen  Stämme  verwischen  will,
fördert  nicht  die  deutsche  Einigkeit,  sondern  hilft,
das  deutsche  Volksbewußtsein  zu  verwischen.  Jeder
Stamm  wachse  also  in  eigener  Schönheit  und  freue
sich  brüderlich  an  der  Schönheit  anderer  Stämme.
Nur  so  kann  der  deutsche  Geist  seine  mannigfache
Kraft  und  Herrlichkeit  frei  entfalten.  Je  tiefer  der
Baum  seine  Wurzeln  senkt  in  den  mütterlichen  Heimatgrund,
  desto  höher  und  voller  kann  seine  Krone
zum  Lichte  streben.

Stolz,  stark  und  schön  steht  im  deutschen  Geisteswald
  der  Pommernbaum.  Ißhn  liebevoll  und  treu
zu  pflegen  und  in  seinem  Schatten  fröhlich  zu  sein
in  herzlicher  Geistesgemeinschaft,  das  ist  der  Zweck
des  Pommernbundes:

Pommersche  Ohrt  tru  gewohrt!
Marie-Luise  Bartz.  P.  Bendlin.
mann.  Max  Guhlke.  A.  Homburg-Sydath.  Prof.
Dr.  Kück.  G.  Laux.  Martin  Meyer-Pyritz.  Helene
von  Wittken.  Erich  Müller-Steglitz  (Schriftführer).

Dr.  Hans  Benz-—

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Inhalt.

Bismarcklied  der  Pommern.  Von  Ludwig  Hamann
Bismarcks  pommersche  heimat.  Von  Fritz  Thiele,  Stettin
Der  Demantberg.  Von  C.  Kamke  ......
Fürst  Bismarck  und  wir  im  Pommerland.  Von  D.  Hermann

Petrich,  Gartz  a.  O.  ......  .6
Weihnachtenlmkelde............D
Derllordischelckiegindendeutschenllstleegebieten(17«

bis  1720)  in  Quellen  dargestellt.  Von  Ludwig  Beyer,

S'’  LUl  —

Königl.  Seminarlehrer  109
Haul  Kichter.  Von  Oberlehrer  Wendt,  Pölitz  18
hidden  und  hiddensoe.  Von  Adolf  Moeperrt  23
Ueber  den  Ursprung  der  Famisie  von  hindenburg.  Von
pommersche  Bücherschau.  Von  Arnold  Koeppen  29
Derelnsbericht  3

Verantwortlich  für  die  Redaktion:  Ludwig  Hamann.  Verlag:  Pommernverlag  Max  Mallin.
Druck:  F.  Hendeß,  G.  m.  b.  H.,  sämtlich  in  Stargard  i.  Pomm.