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Trocknen der Formen in der Gießerei und zum Brennen feuerfester Tiegel
verwendet.
Die Braunkohlengruben der Eisengewerkschaft Maximilianshütte
und der Fabrikanten Fickentscher im Sauforste dann einige kleine Gruben
bei Regensburg, Wiesau und Thumsenreuth lieferten im Jahre 18 %
1,045,777 Ztur. zu einem Geldwerthe am Förderungsorte von 69,015 fl.
mit 713 Bergleuten.
Die Wissenschaft hat den Technikern die sichere Ueberzeugung an die
Hand gegeben, daß bei Erbendorf ein bedeutendes Lager guter verkokbarer
Fettkohlen vorhanden sei. Seit Januar 1857 ist das kgl. Ber gärar auf
einen circa 8000 Tagwerke umfassenden Landstriche als privilegirten Distrikt
mit dem Steinkohlenbaue belehnt und die von der Staatsregierung mit unverdrossenem
Eifer fortgesetzten Schürfversuche haben ergeben, daß in den
bis jetzt aufgeschlossenem Theile des Grubenfeldes ein Quantum von 1,056,000
Zentner gewonnen werden könne.)
Nach der übersichtlichen Darstellung des Bergbau= und Hüttenbetriebes
mögen hier jene Industriezweige erwähnt werden, welche in nächster Beziehung
zu ersteren stehen, — die Drahtzieherei, Gewehr fabrikation
und die Fabrikation von Schneidwaaren. In Allersberg haben die leonischen
Drahtwaarenfabriken von Gillardi und von Heckel sich einen altbegründeten
Ruf erworben und bezüglich der mittelfränkischen Industrie nicht
ohne bemerkenswerthen Einfluß gearbeitet. J. M. Reichen berger in Grätschenreuth
führte auf einem ihm eigenthümlichen Verfahren die Verzinkung
des Eisendrahtes für die Telegraphenleitung in Bayern ein und erwarb
sich als vorwärtsstrebender Industrieller in allen Zweigen seines Faches einen
guten Namen. Die Gewehrfabrikation Bayerns hat durch „Kuchenreuter
in Regensburg“ sich einen Weltruhm erworben; die von dieser Familie,
welche noch zur Zeit in Stadtamhof, wenn auch im kleineren Betriebe den
altererbten Ruf erhält, gelieferten Arbeiten tragen das Gepräge vollendeter
Präcision und eines unserer Zeit fast entrückten Fleißes an sich, der in den
Weltausstellungen zu London und Paris sich der vollsten Anerkennung zu erfreuen
hatte. Daß die k. Gewehrfabrik Amberg mit der Filiale Haselmühl unter
Leitung ihres Direktors, des Obersten Ph. Freiherrn von Podewils für das
Infanterie-Gewehr, welches den Namen seines genialen Erfinders trägt, in
technischer Vollendung das Möglichste leistet, davon haben die Berichte über die
praktische Erprobung dieser Feuerwaffen die befriedigendsten Nachrichten gebracht.
Schlüßlich wird für die Metall-Industrie noch zu erwähnen sein, daß
die Messerschmiedwaaren von Regensburg seit alter Zeit einen guten
Ruf besitzen; die Firmen Keil und Waalmüller haben hierin allwärts
1) Wir verweisen in dieser Beziehung anf den amtlichen Commissionsbericht über die
ärarischen Bergbauversuche auf Steinkohlen in der Oberpfalz. München 1861.