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ohne Eingeweide kann man ihn leicht fangen. Gesottene Krebse, Krebssuppe
und Krebsaugen gelten als Leckerbissen. Der „Krebsgang“ bringt rückwärts. —
6. Alljährlich, wenn dem Krebs der Rock zu knapp wird, zieht er ihn aus und
läßt sich einen neuen wachsen. Er reibt, strampelt und arbeitet so lange, bis
er sein steises Kleid los ist. Am schwersten gehen die Stiefel von den Beinen;
nicht selten reißt das Bein ab. Das schadet aber nicht, da Fühler und Scheren
wieder nachwachsen. Der entkleidete Krebs heißt Butterkrebs. Nach einigen
Tagen schon ist der neue Rock fertig, der bald zum Panzer erhärtet.
32. Der Blutegel.
1. Der Blutegel gehört zu den Glattwürmern, die weder Füße noch
Borsten haben. Seinen Namen hat er von der Fähigkeit, wie ein Schröpfkopf
Blut auszusaugen. — 2. Der 8—10 em lange, grüngelbe, weiche Körper hat
gegen hundert Ringe, die eng zusammengezogen und weit auseinander gedehnt
werden können. Am Kopf und Hinterteil hat er Saugnäpfe. Der vordere hat
3 gezähnelte, fleischige Kiefer, die beim Saugen auf der Haut wie eine Schrot-
säge stechend und reißend hin und her gehen und dreistrahlige Wunden verur-
sachen. Die 10 Auglein liegen paarweise auf den vorderen Ringen, die Atem-
bläschen am Bauche. — 3. Der Egel lebt in Sümpfen und Teichen mit ruhigem
r Wasser und vielen Wasserpflanzen.
Der Grund muß schlammig und thonig
hzusammen, indem er den Kopf in den
bhintern Saugnapf steckt. Im Winter
gräbt er sich in den Schlamm. —
4. Seine Nahrung besteht aus frischem
Blute, das er Tieren und Menschen
abzapft. Bestreut man ihn mit Salz,
so giebt er das Blut sogleich wieder von sich. Man bewahrt ihn in halbge-
füllten Wassergläsern. — 5. Bei Entzündungen kann er durch Entziehung von
Blut den Kranken das Leben retten. Er wird darum fleißig gezüchtet und weit
verschickt. Die besten kommen aus dem Osten. — 6. Im Juni formen die Egel
aus grünem Mundschleim eine eichelförmige Kapsel, in die sie 10.—15 Dotterchen
legen. Der Schleim wird zur schwammigen Zelle, aus der die hellen Jungen
wie Fädchen schlüpfen. Anfänglich liegen sie immer zusammengeknäuelt; erst
nach 3—5 Jahren sind sie ausgewachsen.
Der Regenwurm ist ein spannenlanger Ringelwurm aus 100—200 röt-
lichen Ringen. Am 2. Ringe ist unten der zahnlose Mund, zwischen dem 30.
und 40. ein dunkler Wulst mit Schleimdrüsen.
33. Die Bachforelle.
1. Die Forelle ist ein räuberischer Flußfisch aus der großen Familie
der Lachse. — 2. Der Körper ist seitlich zusammengedrückt und mit Schuppen,
d. h. hornigen Blättchen, bedeckt, die wie Dachziegeln über einander liegen. Die
Färbung ist oben meist grünlich, unten gelblich. An den Seiten finden sich
oft schwarze oder rote Punkte in bläulichen Ringen. Die Forelle atmet wie
alle Fische durch Kiemen. Das sind kleine Blättchen und Röhrchen, die
wie Fahnen einer Feder an einem Knorpelbogen stehen und durch einen
Kiemendeckel am Hinterkopfe geschützt sind. Um zu atmen, nimmt der Fisch
das Maul voll Wasser und drückt es zur Kiemenöffnung hinaus, wobei die
Kiemenblättchen die Luft aus dem Wasser saugen. Trocknen die Kiemen-
31. Blutegel (nat. Größe).