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die senkrechte Richtung an? Warum ist ein Maß Quecksilber schwerer, ein Maß
Federn leichter als ein Maß Wasser?
9. Schwerpunkt. a) Eine runde Papierscheibe setze ich mit ihrem
Mittelpunkte auf eine Nadelspitze. Die Scheibe schwebt. In jedem anderen
Punkte unterstützt, fällt sie zu Boden.
b) Jeder Körper hat einen Schwerpunkt, um den die Körpermasse
gleichmäßig verteilt ist. Wenn dieser Schwerpunkt unterstützt ist, kann der
Körper nicht fallen. Die senkrechte Linie vom Schwerpunkte zum Boden heißt
Schwerlinie oder Falllinie. Wenn der Körper in der Richtung dieser
Linie unterstützt ist, so ruht er oder ist im Gleichgewicht; er fällt aber,
wenn die Schwerlinie nicht mehr auf die Unterstützungsfläche fällt. Daraus
erklärt es sich, daß auch schiefe Türme noch stehen. Sowie aber die Schwer-
linie außerhalb der Unterstützungsfläche fiele, würde der Turm umfallen.
c) Warum rollt eine Kugel auf geneigter Fläche? Warum neigen wir
uns vorwärts beim Bergsteigen und Tragen einer Last hinten, rückwärts
aber beim Abwärtssteigen und Tragen einer Last vorn? Wann neigen wir
uns rechts, wann linkod? Warum steht man nicht sicher auf einem Beine?
Warum fallen hohe, geneigte Gegenstände leichter als niedrige, gerade stehende?
Warum haben hohe Lampen einen schweren Eisenfuß?
II. Gleichgewicht und Bewegung fester Körper.
10. Der freie Fall. a) Zwei Kinder halten einen Bogen Papier
wagerecht an den vier Zipfeln. Eine kleine Kugel läßt man erst aus ge-
ringer und dann immer größerer Höhe auf das Papier fallen, bis sie durch-
schlägt. Dasselbe wird mit einer größeren Kugel versucht und gefunden, daß
dieselbe schon aus geringerer Höhe durchschlägt.
b) Alle Körper, wenn sie nicht unterstützt werden, eilen vermöge der
Schwerkraft dem Mittelpunkte der Erde zu oder fallen in senkrechter Rich-
tung. Die Wirkung beim Aufschlagen wird um so heftiger sein, je größer
die Masse des Körpers und die Höhe des Falles und damit die Ge-
schwindigkeit der Bewegung ist. Alle Körper fallen mit beschleu-
nigter Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit eines fallenden Körpers nimmt
fortwährend zu. In der 1. Sekunde durcheilt er einen Fallraum von 5 m,
in der 2. Sekunde von 3)05 m, in der 3. Sekunde von 5005 m. Die
Fallräume der einzelnen Sekunden wachsen wie die ungeraden Zahlen.
Zählt man alle Fallräume der einzelnen Sekunden zusammen, so giebt das
den Gesamtfallweg. Die Gesamtwege wachsen wie die Quadratzahlen
der Fallzeiten X5. Lasse ich z. B. einen Stein in einen tiefen Brunnen
oder von einem hohen Turme fallen, und er klatscht auf, wenn ich 4 Sekunden
gezählt habe, so beträgt die Tiefe oder Höhe 4004 = 16 mal 5 m = 80 m.
In der 1. Sekunde fällt er 5, in der 2. Sek. 3)75, in der 3. Sek. 5)5,
in der 4. Sek. 7)75, also zusammen 5+ 15+ 25+ 35 — 80 m.
c) Warum schießen Wagen von Anhöhen mit wachsender Geschwindigkeit
herab und müssen ein Hemmzeug haben? Wie wirkt der Luftwiderstand bei
leichten und schweren Körpern?
11. Die schiefe Ebene. a) Wenn ich ein gefülltes Faß auf den Wagen
heben will, so muß ich genau so viel Kraft anwenden, als seine Last oder sein
Gewicht beträgt. Lege ich aber ein langes Brett oder eine Leiter als schiefe
Ebene an den Wagen und wälze das Faß darauf in die Höhe, so wird zwar
der Weg viel länger, aber ich brauche weniger Kraft anzuwenden.
b) Zuerst übte das Faß den ganzen Druck auf seine wagerechte Unterlage aus,