Full text: Also sprach Bismarck. Band I. 1846 - 1870. (1)

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Einwohnerzahl erreichen. In diesem „Zollparlament“ sollten 
Majoritätsbeschlüsse über Zollfragen gefaßt werden. 
Der Bismarck schließlich überreichte St. Hubertus- 
Orden erregte bei ihm sichtlich Befriedigung, und er ersuchte 
Bray, dem König von Bayern seinen Dank für die ihm ge- 
wordene hohe Auszeichnung zu übermitteln. 
Berlin, den 8. September 1866. 
Unterredung mit dem Präßidenten des Ab- 
geordnetenhauses Dr. v. Forckenbeck, be- 
treffend die parlamentarischen Fragen.) 
Bei einem Diner in Bismarcks Amtswohnung hatte 
Forckenbeck seinen Platz zwischen Frau von Bismarck und dem 
Minister von der Hendt angewiesen erhalten. Nach dem Essen 
hielt ihn Bismarck über drei Stunden bis halb 12 Uhr allein 
in seinem Arbeitszimmer zurück, die dornenvollsten Staats- 
und Privatsachen mit einer ganz erstaunlichen Offenheit be- 
sprechend. Die Hauptfragen bildeten die Vertagung des 
Abgeordnetenhauses, die Gewährung einer allgemeinen Am- 
nestie und die von de: Kegierung verlangten Millionen. 
Berlin, im Herbst 1866. 
Unterredung mit dem stellvertretenden Di- 
rektor im Militärökonomie-Departement 
des Kriegsministeriums von Stosch, be- 
treffend den Abschluß einer Militärkon- 
vention mit dem Königreich Sachsen.“) 
Bismarck ließ Stosch, der den Entwurf ausgearbeitet 
hatte, zu sich kommen, bat ihn Platz zu nehmen, und nahm 
—–—— — —„ —— — 
*) Forckenbeck erstes Debut beim Kronprinzen und brim Gra- 
fen Bismarck auf Grund bisher ungedruckter Briefe Forckenbeds 
geschildert von Dr. M. Philippson „Deutsche Revue“, Oltober- 
hest 1898. 
**) Nach einer Aufzeichnung von Stosch Cf. Ulrich v. Stosch: 
Denkwürdigkeiten des Generals und Admirals Albrecht von 
Stosch. Seite 20.
	        
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