Full text: Also sprach Bismarck. Band I. 1846 - 1870. (1)

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als offiziöser Bevollmächtigter keinen Zweifel lassen. Auf 
welche Persönlichkeit die Wahl fällt, das muß freilich noch 
überlegt werden.“ 
Abeken trug noch an demselben Tage Bismarck den 
Standpunkt vor, welchen nach Auffassung Hohenlohes die 
deutschen Regierungen gegenüber dem vatikanischen Konzil ein- 
nehmen sollten, sowohl in Rom selbst, als den deutschen 
Bischöfen gegenüber. Bismarck erklärte sich einverstanden) 
Berlin, Sommer 1869. 
Unterredung mit dem badischen Minister 
Freiherrn von Roggenbach, betreffend die 
Abgabe des preußischen Ministerpräfi- 
diums.") 
Bismarck bat Roggenbach, der ihm auf der Straße be- 
gegnete, ihn nach Hause zu begleiten, um über seine Pläne mit 
ihm zu sprechen. Auf dem Wege sagte er plötzlich: „Wenn 
hes Ihnen recht ist, wollen wir auf die andere Seite der 
Straße gehen; hinter uns geht schon einige Zeit ein Mann 
und das ist mir seit dem Blind'schen Attentat nicht ange- 
nehm.“ 
Im Garten angekommen erzählte Bismarck: „Das Mit- 
nisterpräsidium bereitet mir zu viel Aerger und Mühe, während 
ich an den auswärtigen Angelegenheiten, in denen ich mir 
einen gewissen Ruf erworben habe, Freude empfinde. Ich 
will deshalb nur Bundeskanzler und preußischer Minister des 
Auswärtigen bleiben.“ 
) Eine scherzhafte Unterredung Bismarcks mit den Ma- 
trosen der Nordpolar-Expedition und mit dem Großherzog von 
Mecklenburg d. d. Bremen Mitte Juni 1869 findet sich im Berliner 
„Börsen-Courier“ Nr. 166 vom 1. April 1885. 
*) Karl Samwer. Zur Erinnerung an Franz v. Roggenbach 
S. 121.
	        
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