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Friede ringsum. Doch die Zahl genügt nicht mehr. Monatelang
vor dem Tode des Vaters verlangt der Prinz neue Soldaten von
seinen Verwandten und Nachbaren. 1) Er wendet sich zuerst an
seinen Schwager von Braunschweig. Dieser sträubt sich. Er ahnt,
was im Werke sein könne. Auch scheint er es nicht verschwiegen
zu haben; denn der Prinz erwiedert halb drohend: „Ich weiß
nicht, wer Ihnen nützlicher sein kann, ein ruinirter Kaiser, dessen
Tod Europa in einen blutigen Krieg stürzen wird, oder ein benachbarter
Schwager, mächtig im Reiche, dessen Bündnis Ihnen
bei mehr als einer Gelegenheit nützlich sein kann.“ Der neue
König schickt eine goldene Dose. Das macht noch den Herzog
nicht willfährig. Er versteckt sich dahinter, daß er nicht ein geübtes,
gekleidetes und bewaffnetes Regiment hergeben könne. Das
ist nicht die Absicht des Prinzen. Es handelt sich nur um die Zahl
von Männern, die ein Regiment ausmachen. Die Kleidung und
alle anderen Kosten nimmt er auf sich. Er fragt, wie nur der
Herzog ihm das abschlagen könne. Da er viele Menschen in seinem
Lande hat und vollzählige Regimenter: so ist es eine Kleinigkeit für
ihn 1300 Mann auszuheben und diese Zahl dem künftigen Könige
abzutreten. Aber wozu? wofür? Was ist die Absicht des Prinzen?
Wofür sollen diese Braunschweiger Blut und Leben lassen? —
Für diejenigen selbst, die damals Blut und Leben lassen sollten,
wäre diese Frage eine überflüssige gewesen. Aber sie war es nicht
für den Herzog selbst. Er zögerte und widerstrebte, so lange er
konnte. Auf seine Frage und bestimmte Angabe des Zweckes erhält
er die Antwort: „Sie werden in Kurzem die Gründe erfahren.
Unterdessen mögen Sie überzeugt sein, daß sie gültig
sind.“ Wie auch vermochte der Kleine dem Großen auf die Dauer
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1) Oeuv. XXVI. p. 11. — XXVII. 2. 36. f. Nach · der n. a. zu XXVII.
2. Seite 38 haben dem Herausgeber hier mehr Briefe vorgelegen, als er mitthellt.
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