Volltext : Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1807. (2)

Plantisug

Die  x-en  Raubthiere.  Zurmeiser  gB.  2,  321  ꝛc.,  auch:
Plantigradus  (s.  Ggstz:  Digitigradus),  3.  B.:
(Animslia)  plantigrada,  Sohlengänger.  isüg,  m.,
—en;  -en:  Pflanzenfauger.  —  Plän#  ulit  (nlat.),
m.,  -en,  —6;;  -eln):  Planospirit.  -  um  (lat.),
n.,  —;  za  [8  24,  2,  n.]:  Ebene#:  Auf  das  P.  der
[(Eisen-]  Bahn  gebracht.  Volksz.  16,  20  4  cc.;  bes.:  P.
inclinztum,  geneigte,  schiefe  Ebne.  S.  3,  255;
Wadetn.  4,  1899  2c.  —  Planũr-  ia  (gr.),  k.  [8  24,
1];  -it,  f.;  0:  Abgang  des  Urins  auf  abnormem
Wege.

plapperment,  n.,  —e)s;  —#e:  plarperndes
Maulwerk  r2e.:  Lieschen,  die  mit  ihrem  P.  Alles  rund
triegt.  v#o#rn  Pollm.  104  (vgl.:  Er  hatte  ein  Plauder
ment,  wie  ein  Winkelarrokat.  rhD.  2,  249  2c.);  auch
z.  B.  —=  plarperndes  Parlament.  Scherr  Mir.  2  12  2c.

Flaquz-e#  (srz.  plät),  f.;  —s:  1)  Blech;  dünne
Mctallplatte.  —  2)  blecherner  Leuchter,  nam.
solcher  Hänge-,  Wandleuchter,  —  vgl.  als  Umdeutschung:
  Bläker,  m.,  z.  B.  Arnim  116;
Gamidt  grs.  2,  23;  V.  2,  114  u.  (bei  Hey)  hibridisch:
  Plaquer  (rlakel,  m.,  —s;  —8.  —6,  m.,  —;
—#:  Plattierung,  z.  B.:  P.  d'argent  l-shangl.  Silber-;
  d'or,  Gold-Plattierung  2c.,  s.  Karmarsch  M.
1,  157.  Tseren,  ir.:  mit  einer  dünnen  Platte
eines  bessern  Stoffs  belegen,  überziehn  (vgl.  plattieren,
  furnieren  2c.).

Plaschtschennitza  (rufs.),  f.;  0:  Karfreitag.
Ho#bl  Pet.  2,  189  (eig.:  Plaschtschaniza,  Tuch,  worauf
  die  Grablegung  Christi  abgebilret  ist).  —
Dlasma  (gr.),  n.,  —6#;  -ta  IX  24,  3,  n.,  -tis]:
1)  Gebilde,  Bildwerk  2c.  —  2)  So  findet  man,  daß
das  Blut  aus  einer  farblosen,  durchsichtigen  Flüsfigkeit,  der
Blutflüssigk.  (P.)  u.  einer  unzähligen  Menge  v.  ..  Blutkörrerchen
  besteh  t.  Zurdach  Anthr.  30.  —  3)  P.:lauch=  u.  grasgrun
  gefärbter  Cbalceron  Is.  d.  ).  Ohen  1,  141;  Prech,
4,  541  c.  —  Pläst-kma  (gr.),  n.,  —#;ta:  Der
Haarkeim,  pülpa  sive  p.  pili.  96#  An.  666,  richtiger:
blastema.  es,  m.,  uv.;  uv.:  Bilrner.  Böniger
Sab.  231.  icismus,  m.,  uv.;  0:  Bilrungs-,
Gestaltungstrieb.  icität,  f.;  O:  Bildsamkeit,  —
körperl.,  z.  B.:  Magrer  Then,  welcher  wenig  P.
besitzt.  Karmatsch  M.  2,  90  S2c.  —  u.  geistig,  z.  B.:  Ihr
lder  Russen!  Mangel  an  Srontaneität  u.  ihre  große
häbigk.  der  P.  u.  Aneignung.  Herzen  Mem.  2,  167.
eiritieren,  tr.:  in  plañischer  Weise  zur  Anschauung
bringen,  z.  B.  von  einem  Schaufpieler:  Herr  Reusche
rlasticitierte  (sit  venia  verbo)  den  Berliner  Zademack  so
rraftisch  wahr.  Bert.  Montagsz.  8,  22  2c.  -ik,  f-;
Cen):  1)  Gestaltung,  Bildung,  z.  B.:  Ven  der  P.
tes  Bodens.  Globus  7,  122a;  Vorlesung  uber  die
Boren=  P.  Afrika's,  oner  Barth  12  2c.,  s.  auch
Morio-,  Physio-P.  2c.  —  2)  bildende  Kunst,  Bildnerei,
  die  körperl.  Darstellung  als  schöne  Kunst.
Vurdach  Anthr.  447  .,  nam.  —  Bilrhauerkunst.
s.  31,  301  f.  -iker,  m.,  —;  uv.:  1)  bildender
Künstler,  Bilrhauer.  303;  322;  Derl  ]  gliche  dem
V.,  der  Bilrer  gehaun  in  rie  Luft.  Platrn  2,  392.  —
2)  bei  Alteren  auch:  Einer,  der  trügenre  od.
Gaukelgebilre  schaft,  —  mit  der  umdeutenden
Form:  Blastücker.  suther  5,  225b,  dazu:  Blastuck-Platanar



281

erel.  Kirchenrest.  5;  eisch.  10  2c.  isch,  a.:  der
Plastik  (s.  d.  1;  2)  angehörend,  gemäß,  dienend
c.,  —  schöpferisch;  bildend;  bildsam;  in  körperlicher
  Rundung  bervertretend  (im  Ggstz  zu  den
Erzeugnissen  der  Malerei  auf  einer  bloßen  Fläche),
danach  auch  übrir.:  P-’#  Massen,  bildsame,  die  sich
in  bestimmte  Formen  kneten  od.  gestalten  lassen,
z.  B.:  P-er  (od.  Törfer-)  Thon  2c.;  P-e  Lumrhe
(l.  d.),  Oreration  (s.  d.  2)  1c.;  P.e  od.  p.  hervortretende
  Darstellung  2c.;  Glanbe,  Liebe,  Hoffnung  fühlten
einst  in  ruhiger,  geselliger  Stunde  einen  p-#en  Trieb  in
ihrer  Natur,  sie  befleißigten  sich  zusammen  u.  schufen  ein
liebliches  Gebilde,  eine  Pandora  im  höberen  Sinne,  die
Geruld.  S.  3,  243;  31,  304  ff.;  P.e  Anatomie.
321  ff.  lp-e  Nachbilrdung  anatomischer  Präparatel;
19,  28  (vgl.  Prerlastiker):  Durch  rie  p-#e  Natur  organisch
  erzeugt.  /Schligel  GR.  204;  158  te.;  auch
Ggstz:  Das  Un-Pee,  Unbesummte  der  Mufik.  Schũcking
Vrschl.  W.  1,  134  2c.  Jogräph,  m.,  -en,  (—);
en:  Schriftfälscher.  Dazu:  Plie,  k.;  Sen:
Schriftfälschung;  r—isch,  a.:  darauf  bezügl.,  ihr
angehörig  rcc.  -  olög,  m.,  —en,  (—#);  —en:  Lügner.
  Dazu:  Plic,  k.;  risch,  a.  —  Plästron
(frz.),  m.,  n.,  —s;  —#:  1)  etwas  als  Schus  vor
die  Brust  Genommnes:  a)  Brusthharnisch.  —  b)
(Fechtk.)  Schutlerer  zum  Auffangen  der  Hiebe
(s.  2).  —  c)  Bohr=  od.  Schutzbrett  der  den  Rollenbohrer
  handhabenden  Handwerker.  —  2)  (s.  1b)
übrtr.  —  Stichblatt:  Welche  .  dem  Herrscher  u.
dem  Hore  zum  P.  dienten  u.  sich  dagegen  auch  als  wackere
Klopffechter  Etwas  berausnebmen  rurften.  S.  32.  196;
[Dem  frommen  Mann  ist  der  Teufell  ein  P.,  asketisch
zu  rapieren.  12,  107,  wogegen  er  seine  Rapierhiebe
führt  2c.

Plat  (frz.  rlä):  1)  a.:  platt  (weibl.  plate,
rlät).  —  2)m.,  —;  —:  Platte,  Schüssel,  Schale.
a  (fran.),  f.;  0:  Silber,  —  z.  B.:  Rio  de  la  P.
(„Silberstrom“),  Name  eines  großen  Flufses  in
Südamerika  2c.  u.  bes.:  Real  (s.  d.  2b)  de  p.
(Silberreal),  im  Ggis  zu  Real  de  vellon  (Kupferreal).
  —  Platagôni--on  (gr.),  n.,  —5;  zen,  a:
s.  Pbrllerrhboremantie.  —  Dlatäle-a  (lat.),  f.;  zen
[8  24,  11:  Löffelreiher,  auch:  Der  Vogel  Vlätea,
nach  Andern  Pelikan  2c.  Ramier  F.  1,  214.  —  Dlal-an
(gr.),  m.,  —(e)s;  -e:  veraltend  —  Plarane:  Den
Schutz  eines  Ps  oder  andern  weitschattenden  Baumes.
Chondler  Kl.  As.  23.  -anär  (span.),  m.,  —e);
,  -es:  Bananenpslanzung:  Wo  sonft  reich  tragende
Pe  standen.  GEirstäcker  NReis.  2,  331;  P-es.  333
(vgl.:  Alle  Plan  tanares  u.  Zuckerfelrer.  319);  Die
P-e.  WW.  3,  110;  Ein  P.  200;  Die  Eingebornen
lin  Ecuaror]  .  legten  sich  einen  P.  [Drckf.:  Plataner)
an,  ein  kleines  Stuck  Feld,  das  sie  mit  Bananen  berflanzten.
  111,  vgl.:  Unreife  Bananen,  sog.  Plaranos
  zu  rösten.  169  u.:  Platäno  ist  der  span.  Name
für  Banane;  Plantanäl  ist  eine  Bananenrflanzung.
Der  Engländer  hat  für  Banane  das  Wort  plantain
lrläntin);  es  ist  aber  unstaitbaft,  ..  im  Deurtschen  zu
sagen:  Platäne  od.  gar,  wie  ungeschickte  Ubersetzer
manchmal  thun,  Plantäne  zu  schreiben.  Slobus  4,
307b;  Diese  Pflanze..  Pisang.  ..  Obschon  sie  in