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schwächer und unsere Lage gefährdeter ıst, und wir
Ergänzungen der Disziplin, wie Fortschritie an Einsicht
und gutem Willen, nicht zu verzeichnen haben.
Erst mit der peinlichsten Betätigung dieses Hauptzweckes
der militärischen Erziehung wird der Mannschaft
der Dienst wieder imponieren, und wird sie
die Dienstjahre in gutem Andenken behalten. Die
größten Strapazen und die größte Strenge erbittern
nicht, wenn sie gerecht und zweckdienlich beanx«.
sprucht werden. Wir stehen längst nicht mehr auf
dem Boden eines so gearteten Dienstes, und nicht
die Hälfte denkt mit Liebe an die Dienstzeit zurück.
An der Animosität gegen die Reserve- und Landwehrübungen
auf beiden Seiten ıst das klar erkennbar.
Noch vor 20 Jahren sprach jeder Reservist mit
Hochachtung von der Dienstzeit. „Beim Kommiß
wird kein Pardon gegeben, da muß sich jeder unterwerfen“,
so lautete die inzwischen fossil gewordene
Redensart. Durch die romantische Verherrlichung
des mit dem dGelde des Volkes bezahlten „Rocke
des Königs“ ist nichts mehr zu machen; der Stoff
verschießt zu leicht. Entschlüsse zu unserer eigenen
Besserung zwecks Besserung anderer werden nicht
zu vermeiden sein. — In drei bis vier Monaten ist
diese Krankheit de profundis nicht zu heilen, wohl
aber bei einer eisernen Beharrlichkeit und passenden
Mitteln in drei bis vier Jahren.
Verschwendung. Mit gewaltigen Geldopfern
fröhnen wir der Bauwut, der Tradition und
anderem Hokuspokus. Wir beleidigen die gute Sitte,
indem wir Leuten Denkmäler errichten, deren Gedächtnis
in ewige Vergessenheit getaucht werden
sollte. Vielscitig und unmäßig, .wie wır sind in allen
Dingen schlechter Herkunft, korrumpieren wir bei