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81. Imker und Bienchen.
„Ihr Immen, nichts für ungut genommen, ich muß bei
euch zu Gaste kommen; hab' keinen Zucker in meinem Haus,
drum bitt' ich ein wenig Honig mir aus.“
Die Bienen sprachen in ihrem Zelt: „Der Mensch ist
einmal Herr der Welt, auch hat er uns manches zu gute gehalten,
ließ frei in seinem Feld uns schalten; die duftende
Linde gab er uns preis, Raps, Klee und Blumen in weitem
Kreis. Auch hat er uns gezimmert Haus und Herd und weder
Kaufgeld noch Miete begehrt; drum nehme er heut', was ihm
gefällt, unf're Küche, Gottlob! ist gut bestellt.“ —
Da schnitt der Imker den Honig aus, schon harrten die
lüsternen Kinder zu Haus. O, wie hat das Brötchen so herrlich
geschmeckt, mit schönem, goldenem Honig bedeckt.
Agnes Franz.
82. Petz und Bienchen.
Einmal stach Bienchen einen Bär;
dies argerte den Petz gar sehr;
rasch lief er an das Bienenhaus.
Da kam die Bienenschar heraus