Metadata : Die Gründung des Deutschen Ordenstaates in Preußen.

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weihete  ihn  mit  eigener  Hand  zum  ersten  Bischof  von  Kulm,
und  wies  ihm  auch  die  durch  Wilhelm  festgesetzten  Einkünfte  und
Güter  an.  3“/64)  So  reisten  der  Exzbischof  und  der  erste  Diöcesanbischof
von  Preußen  von  Lyon  ab.

Wie  zweckmäßig  indeß  der  Papst  auf  diese  Weise  für  Preußen
gesorgt  zu  haben  glaubte,  die  Wünsche  des  Ordens  hatte  er  nicht  getroffen.
  Schon  die  Person  Alberts  mochte  ihm  von  früher  her  etwas
Anstößiges  haben.  Als  nach  dem  Tode  des  ersten  Bischofs  von  Niga
der  Exrzbischof  von  Bremen  von  seinen  Metropolitanrechten  über  diese
Diöcese  Gebrauch  machen  wollte,  war  Albert  es,  den  er,  freilich  vergebens,
  zum  dortigen  Bischof  ernannte.  37)  Nehmen  wir  aber  auch
nicht  an,  daß  Albert  damals  einem  Candidaten  des  Ordens  gegenüberstand,
  so  war  dem  Orden  schon  die  unangenehme  Beziehung  in  welcher
  Bremen,  Lübeck,  Dänemark  sich  zu  Livland  zu  erhalten  suchten,
Grund  genug,  die  Thätigkeit  eines  Mannes,  der  gewissermaßen  von
jener  Seite  herüberkam,  nicht  gerne  zu  sehen.

Allein  noch  weit  bedenklicher  war  es  für  die  Pläne  der  Ritter,

ganze  Stadt.  so  mußte  auch  dieses  allzusehr  an  Christian  erinnernde  Kloster  sich  eine
Veränderung  gefallen  lassen:  wir  finden  später  ein  Dominikane  rkloster  in  Kulm.
Voigt#  III.  100.  N.  Cod.  d.  Pom.  I.  u.  391.  S.  803.  Cod.  d.  Pr.  I.  104.
Es  ist  auf  diese  Weise  erklärlich,  daß  Heidenrich  Cistercienser  und  danach  „frater
de  ordine  predicatorum“  (Cod.  d.  Pr.  I.  71.  und  oft.)  war.  —  Auch  ein
Kloster  von  Cistercienserinnen  war  in  Kulm  (vgl.  die  Urk.  vom  März  1267  in
Ledeburs  N.  Archiv  d.  Preuß.  St.  2.  38.),  welches  wohl  noch  von  Christian
gestiftet  sein  könnte.  Vgl.  das  von  uns  über  Christians  Bemübungen  um  Rettung
und  Erxziehung  heidnischer  Kinder  Gesagte,  und  Wermers  Annales  de  Oliva  fol.
348.,  der  aus  Sigismund  von  Coronowo  (Tabula  monaster.  S.  Ord.  Cisterc.
f.  40.)  wirklich  erzählt,  Christian  habe  das  Kulmer  Cistercienserinnenkloster  gegründet
  und  die  ersten  Nonnen  aus  dem  schlesischen  Kloster  zu  Trebniz  berufen.

346)  „Noverit  universitas  vestra,  qduod,  cum  Dominus  papa  terrae
Culmensi  et  coniunctae  sibi  terrae  Lubaviae  nos  curasset  praeficere,  pro-Hr
  mansbus  consecranse  in  emiscopem,  et  aseignavit  nobis  debitam  portionem
  dictarum  terrarum  —,“  so  erzählt  H.  selbst  in  der  Stistungsurkunde  seines
Domkapitels  zu  Kulmsee.  Acta  Bor.  II.  721.

347)  Poigt  II.  S.  323.