Full text : Für unsere Kleinen. Hessische Fibel. 2. Teil. (2)

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dem  Barbierladen,  wo  Papa  sich  immer  die  Haare  schneiden
läßt,  wie  lebendig.  Sie  rütteln  und  schütteln  sich,  als  ob  eine
Hand  dabinter  wäre.  Aber  ich  kann  keine  Hand  sehen.  Je
weiter  ich  gehe,  desto  mehr  Dinge  werden  lebendig.  Ein  Stück
Papier  kommt  über  das  Pflaster  gehüpft,  gerade  auf  mich  los.
Ich  setze  meinen  Ful·  darauf,  aber  es  raschelt  und  bewegt
sich  doch  noch,  und  so  wie  ich  den  Fuh  aufhebe,  hüpft  es
weiter.  Und  dabei  ist  solch  ein  Lärm!  Wenn  ich  meine
Backen  aufblase  und  dann  die  Luft  ausstoße,  klingt  es  ähnlich
s0,  aber  es  war  so  viel  lauter.  Was  war  denn  das?  KRatet!

Ilso  Frapan.

100.  Der  Laternenmann.

Sonne  steckt  jetzt  hinterm  Haus,

und  das  Kinderspiel  ist  aus.

Ja,  die  Kleinen  sind  schon  heim,

gucken  dort  am  Fensterlein.

Kommt  ein  Mann  dahergegangen,

kommt  mit  einer  langen  Stangen.

Seht,  dort  drüben  steht  er  still!

Was  er  nur  mit  der  Stange  will?  —
Kling!  —  da  geht  ein  Türlein  auf.
Puff!  —  Sitzt  schon  ein  Lichtlein  drauf.
Noch  ein  Klapp!  —  Der  Mann  hat  Eile.
Bald  gibt's  Lichter,  eine  lange,  lange  Zeile.

R.  Bör.

101.  Die  Feuerwehr.

Täa  tä!  Wer  bläst  so  auf  der  Strahen  Das  ist  die  Feuerwehr.
  Drei  Wagen  rasseln  schnell  vorbei.  Auf  dem  ersten
sitzen  zwei  Reihen  Feuerwehrleute.  Nebon  dem  Kutscher  sitzt
der  Mann  mit  der  Trompete.  Alles  Fuhrwerk  bleibt  auf  der
Straße  stehen,  bis  die  Feuerwehr  vorüber  ist.  Viele  Leute
rennen  dem  Zuge  nach.  Sie  wollen  sehen,  wo  es  brennt.  Ich
laufe  auch  mit.

Wo  hält  der  Zug?  Vor  dem  Hause  Nummer  7,  wo  der
Bäcker  wohnt,  machen  die  Wagen  halt.  Die  Männer  springen
herunter.  Sie  rollen  den  Schlauch  vom  vordersten  Wagen  und