89
dem Barbierladen, wo Papa sich immer die Haare schneiden
läßt, wie lebendig. Sie rütteln und schütteln sich, als ob eine
Hand dabinter wäre. Aber ich kann keine Hand sehen. Je
weiter ich gehe, desto mehr Dinge werden lebendig. Ein Stück
Papier kommt über das Pflaster gehüpft, gerade auf mich los.
Ich setze meinen Ful· darauf, aber es raschelt und bewegt
sich doch noch, und so wie ich den Fuh aufhebe, hüpft es
weiter. Und dabei ist solch ein Lärm! Wenn ich meine
Backen aufblase und dann die Luft ausstoße, klingt es ähnlich
s0, aber es war so viel lauter. Was war denn das? KRatet!
Ilso Frapan.
100. Der Laternenmann.
Sonne steckt jetzt hinterm Haus,
und das Kinderspiel ist aus.
Ja, die Kleinen sind schon heim,
gucken dort am Fensterlein.
Kommt ein Mann dahergegangen,
kommt mit einer langen Stangen.
Seht, dort drüben steht er still!
Was er nur mit der Stange will? —
Kling! — da geht ein Türlein auf.
Puff! — Sitzt schon ein Lichtlein drauf.
Noch ein Klapp! — Der Mann hat Eile.
Bald gibt's Lichter, eine lange, lange Zeile.
R. Bör.
101. Die Feuerwehr.
Täa tä! Wer bläst so auf der Strahen Das ist die Feuerwehr.
Drei Wagen rasseln schnell vorbei. Auf dem ersten
sitzen zwei Reihen Feuerwehrleute. Nebon dem Kutscher sitzt
der Mann mit der Trompete. Alles Fuhrwerk bleibt auf der
Straße stehen, bis die Feuerwehr vorüber ist. Viele Leute
rennen dem Zuge nach. Sie wollen sehen, wo es brennt. Ich
laufe auch mit.
Wo hält der Zug? Vor dem Hause Nummer 7, wo der
Bäcker wohnt, machen die Wagen halt. Die Männer springen
herunter. Sie rollen den Schlauch vom vordersten Wagen und