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Regenschirme und einen kostbaren Sonnenschirm, die Schuster
prächtige Pantoffeln (wahre Kunstwerke), die Rothschmiede ein
Paar großer Kanonen für die Prinzen. Die Garköche trugen
einen griechischen Tempel herbei, dessen Säulen Salami, die
Kuppel zierlich gelegte Leberwürste waren. Den Wagen der
Gärtner zogen vier einfärbige feiste Ochsen. Alles, selbst die
Näder mit Blumen geschmückt, der Wagen voll geladen mit Gemüse.
Die Müller fuhren auf vierspännigem Wagen acht Zentner
Mehl für die Küche des Burgherrn an. Die Bierbrauer brachten
ihren Trank in reich gezierten Fässern. Die Weber hatten ihre
Tücher in Form von Pfauen und Schwanen gelegt. Die Bäcker
schleppten kolossale Gebäcke, die Lebküchner unter andern Dingen
einen braunen Lebkuchen von anderthalb Zentner Gewicht.
Kurzum jedes Gewerbe hatte seine Gabe. Die Knopfmacher
versorgten den König auf Lebenszeit mit Kuöpfen.
Wenn in Franken ein neues Haus bezogen wird, so bringen
Freunde des Hauses die Hausgeschenke. Die Innungen Nürnbergs
hatten das für die restaurirte Burg des Königs gethan.
Nun gab dieser, ebenfalls den alten Brauch ehrend, zum Danke
das „Tischruckets,“ d. h. er lud die Vertreter der Innungen,
sechsundnennzig Männer, die beiden Bürgermeister, den Gewerberath
2c. zu einem Banket auf seine Burg ein. Gegen
Ende des reichen Mahles, bei dem eine Zeit lang der Hofmarschall
von Zoller repräsentirte, trat der König in den Saal, nahm
Platz an der Tafelrunde, gebildet von Rittern der Händearbeit,
und ein volles Glas ergreifend, dankte er für die schönen Geschenke
und trank „auf frohes Wiedersehen!“
Gerne ging der König allein in den Straßen umher.
Eines Tages besuchte er auch den Gemüsemarkt und drängte
sich unentdeckt durch den Schwarm der Köchinen. Auf einmal
ward er von einer erkannt. Wie eine entzündete Pulvermine
blitzte die Neuigkeit von Zunge zu Zunge. Man drängte sich
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