Rheinfelden — Richard von Cornwallis.
völlig abhängig, und manche seiner Mitgliedrr
ne so weit, Gesetzgebung,
echtspflege und Verwaltung in ihrem
Land nach französischem Muster umzuzeslalten.
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Vhr 1813 machte dem R. ein
Ende. Die Herzöge von Mecklenburg
schieden zuerst aus, ihnen foldien Baden,
Hessen-Darmstadt, Bayern und Württemberg
nebst mehreren kleinern Staaten;
der König von Sachsen und der Fürst-Primas
blieben bis zuletzt dem Bunde
treu. Der König von Westfalen und der
Großherzog von Berg wurden auf dem
Wiener Kongreß ihrer Throne verlustig
erklärt; Würzburg kam an Bayern, und
die Fürsten von Isenburg, Salm und von
der Leyen wie der Herzag von Arenberg
wurden mediatisiert; die übrigen Mitglieder
des Bundes schlossen ésn souveräne
Fürsten dem Deutschen Bund an.
Vgl. Pölitz, Der R., historisch und statistisch
dargestellt (1811); Zachariä,
Staatsrecht der Rheinischen Bundesstaaten
(1810); Usinger, Napoleon, der Rheinische
und der Nordische Bund .
Ieiufeldeu,Stadtimichwee1-anton
Aargau, am linken Rheinufer, bekannt
durch den Sieg Bernhards von Weimar
über die Kaiserlichen unter Savelli und
Johann v. Werth 21. Febr. 1638.
heingraf, Name der Grafen im
Rheingau, deren Stammburg der Rheinrafenstein
bei Kreuznach war, erscheint
* im 10. Jahrh. Um 1400 verchmolzen
sie durch Heirat mit dem Geschlecht
der Wildgrafen und naunten
sich fortan Wild= und Rheingrafen,
nahmen aber um 1500 auch von ihren
Bölrichen Besitzungen in der Grafsschaft
ersalm den Namen Grafen von
Salm an. Diese wurden in ihren beiden
Hauptlinien 1739 und 1742 gefürstet, die
dritte erst 1817; sie bestehen noch und
haben ihren Wohnsitz in Westfalen und
der Rärinprovin
Kheinischer Städtebund, Bündnis
der Städte Worms, Mainz, Oppenheim
und Bingen, im Juli 1254 durch Arnold
Walpod zur Erhaltung des Landfriedens
gegründet. Bald schlossen sich ihm nicht
nur die rheinischen Städte von Köln bis
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Basel, sondern auch Erzbischöfe und Bischöfe
an, und noch um 1 betrug die
hl der Mitglieder über 50. In der
itte des 15. Jahrh. löste sich der Bund
auf. . Schaab, Geschichte des Rheinischen
Städtebunds (1843—45, 2 Bde.).
Rheinprovinz'Rheinpreußen) seit
1815 preuß. Provinz, anfange in zwei
Provinzen, Kleve-Berg und Niederrhein,
geschieden, welche 1824 zu einer Provinz
vereinigt wurden. Sie besteht aus den
ehemaligen Herzogtümern Kleve, Geldern
und Berg, den Fürstentümern Märs und
Lichtenberg, das erst 1834 von Koburg erworben
wurde, dem Leogtum Jülich,
dem nördlichen und mittlern Teil des Erzbistums
Köln, den Standesherrschaften
Neuwied und Solms, den Gebieten der
Reichsstädte Aachen und Wetzlar, aus einem
Stück von Limburg, dem ehemals französischen
Saargebiet, wozu noch 1866 das
früher zu Geseen- omburg gehörige Oberamt
Meisenheim kam.
Nheuse, s. Kurvereine.
Khodiserorden, s. Johanniterorden.
Kichard von Cornwallis, deutscher
König, geb. 1209 zu Winchester, jünerer
Sohn des englischen Königs Jonn
ohne Land, machte in jungen Jahren
den grieß gegen Frankreich mit, erwarb
1226 die Grafschaft Poitou und
unternahm 1240 einen Kreuzzug. der
aber mißlang. Nachdem er 1252 die i
lische Krone, die ihm Papst Innocenz IV.
anbot, ausgeschlagen hatte, ließ er sich
1257 von einer Partei der deutschen Fürsten,
an deren Spitze der Erzbischof von
Köln stand, zum König wählen und
wurde in Aachen gekrönt. Er ist zwar
mehrmals ins Reich gekommen, konnmte
aber ebensowenig wie sein Gegner Alfons
von Kastilien allgemeine Anerkennung
finden, obgleich er große Summen
dazu verwandte, um sich Anhänger zu
verschaffen. Während der unter Heinrichs
II. Regierung in England sich wiederholenden
Unruhen wurde R. in der
Schlacht bei Lewes 1264 von Simon von
Montfort gefangen und schmachtete 16
Monate lang im Kerker. Er starb 2.
April 1272. «