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boten übertragen wird, und deren einziger Zweck ist, die Träger
des Standes und des Vermögens ihres Erzeugers zu sein.
st die Ehe in den höheren Kreis meist rein konventionell
und trägt demgemäß auch das Familienleben häufig diesen konventionellen
Charakter, der dadurch wahrhaftig nicht verbessert
wird, daß man die Töchter in die „Pension“, die Söhne auf
die auswärtigen höheren Bildungsanstalten schickt, so ist die Ehe
in den niederen Kreisen weit mehr das Produkt der Liebe und
der Neigung. Diese Neigung wird aber oft zerstört und untergraben,
weil die Sorge und die Noth sich allzuhäufig einstellen
und mit dem zunehmenden Kindersegen stetig zunehmen. Der
Mann ist gezwungen, vom frühen Morgen bis zum späten Abend
sich abzurackern, sein Beruf nöthigt ihn, den Tag über die Häuslichkeit
zu meiden, weil der Weg nach der entfernten Arbeitsstätte
ihm selbst die kurze Ruhepause in der Familie zuzubringen
verbietet. — Die Frau wird durch die Noth vielfach zu demselben
Gange in die Fabrik wie der Mann gezwungen; die Kinder
bleiben sich selbst überlassen, verwildern natürlich und sind
ihre Kräfte kaum nothdürftig entwickelt, so wandern sie ebenfalls
in die Fabrik, wo sie vom Fabrikanten ausgepreßt, sittlich und
körperlich zu Grunde gehen. Hohnlachend tritt der Fabrikant
die Gesetze über die Kinderarbeit mit Füßen, er, der so gerne
dem Arbeiter gegenüber von der „Majestät“ der Gesetze spricht.
Und wie mangelhaft ist in dieser Beziehung so häufig die Controle
derselben Behörde, die jedes Vergehen des Arbeites unnachsichtlich
bestraft; der liberale Volksvertreter glaubt aber eine
große That vollbracht zu haben, wenn er die Petitionen seiner
Gesinnungsgenossen für Aufhebung der Beschränkungen der Kinderarbeit
ohne ein Wort des Tadels bei Seite legt.
" Und bei dieser Pflege, welche der Liberalismus der Cultur,
dem Eigenthum, der Ehe und der Familie angedeihen läßt, da
wundert man sich, wenn die Sittenverwilderung und die Rohheit
immer größer werden; die Schullehrer nicht mehr wissen, wie sie
erziehen sollen, da das sociale Leben und die ganze sociale
Minsphere wieder zerstört, was günstigen Falls die Schule gut
gemacht hat.
olchen Zuständen gegenüber vertritt der Socialismus die
höhere Cultur, weil er allen Kindern des Volkes, ohne Ansehen
der Person, eine gleiche und die möglichst vollkommenste Beldung
und Erziehung, und * möglichst weit ausgedehnt über das
jetzige schulpflichtige Alter hinaus angedeihen lassen will.
Er fordert das Eigenthum für Alle, weil er alle Produk-=tionsinstrumente
und die Arbeitsmittel, also auch den Grund und
Boden, zum Gemeineigenthum der Gesellschaft machen will.
Jeder soll Eigenthümer sein, aber Keiner auf Kosten des Andern.
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