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Staaten, die Europa diagonal durchschneiden, gute Freundschaft
mit allen seinen Nachbaren halten, mit den Königen, dem Kaiser
und allen Kurfürsten; denn ein Krieg kann ihm nicht leicht vortheilhaft
sein.“ Also der friedliche Beginn. Allein er fährt fort.
„Es wäre eine sehr schlechte Politik, das System eines Menschen
ohne alle schaffende Kraft und Erfindung dabei stehen bleiben zu
wollen. Denn wer nicht vorwärts geht, weicht zurück. Es ist vielmehr
nöthig die einzelnen Theile zu nähern, die Stücke, die natürlich
zu unserem Besitzthume gehören, wieder zusammen zu bringen.
Da ist zuerst das polnische Preußen, welches jederzeit zum Königreiche
gehört hat und nur abgetrennt ist in Folge der Kriege,
welche die Polen mit dem deutschen Orden hatten. Dann ist da
das schwedische Pommern, von welchem wir nur durch die Peene
getrennt find. Es eröffnet sich dann der Weg zu einer neuen Eroberung,
die sich ganz natürlich darbietet, nämlich Mecklenburg.
Man hat nur das Aussterben der herzoglichen Linie geduldig zu
erwarten, um ohne Weiteres Besitz zu nehmen. Ich schreite von
Eroberung zu Eroberung, und setze mir vor, wie Alexander, eine
neue Welt zu gewinnen. Die Länder Jülich -Berg zu erwerben,
ist durchaus nothwendig, um sich von dieser Seite zu vergrößern
und Kleve und Mark nicht ohne Gesellschaft zu lassen. Durch
diese Erwerbung bahnt man sich den Weg zu vielen Gegenständen,
um necken und chicaniren zu können, wie das ja bei den häufigen
Streitigkeiten auf den Grenzen niemals fehlt. Der Nutzen dieser
Erwerbungen ist mithin einleuchtend.“
„Es ist die politische Nothwendigkeit, die ich hervorhebe,“ sagt
er. „Ich meine auch, daß das was ich sage, sehr vernünftig ist.
Denn wenn die Dinge so weit sind: so würde der König von
Preußen unter den Großen der Erde eine hübsche Figur machen.“
Wie sich erwarten läßt, ist nicht gemeine Habgier der Grund
dieses politischen Strebens. Wer auch hätte jemals das von sich
gesagt? — „Ich wünsche diesem Hause von Preußen,“ fährt der