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Die mit den Vereinigten Staaten von Mexiko und mit dem Königreiche
der Hawaischen Inseln abgeschlossenen Handelsverträge haben
Ihre einmütige Genehmigung gefunden. Ich vertraue, daß die durch
diese Verträge gewonnene Sicherung der Rechte des deutschen Handels,
der deutschen Schifffahrt und der in jenen fernen Ländern wohnenden
Angehörigen Deutschlands nicht nur die wirtschaftlichen Beziehungen zu
jeuen Ländern fördern, sondern auch ein Pfand der Anhänglichkeit
unserer auswärts weilenden Landsleute an das gemeinsame Vaterland
bilden werde.
Im Laufe der dreijährigen Thätigkeit, welche Sie heute beenden,
haben Sie, geehrte Herren, im Zusammenwirken mit den verbündeten
Regierungen, zu dem Abschluß der räumlichen Ausdehnung des Zollvereins
den Grund gelegt, die Beziehungen des Zollvereins zu zweien
durch Stammesverwandtschaft mit ihm verbundenen Nachbarstaaten und
zu anderen für seinen Verkehr wichtigen Ländern geordnet, die Besteuerung
zweier wichtigen einheimischen Erzeugnisfse geregelt und die
Gesetzgebung über den Verkehr mit dem Auslande in allen ihren Teilen
neu gestaltet. Die segensreichen Früchte dieser Thätigkeit sind zum Teil
bereits vorhanden, zum Teil mit Sicherheit zu erwarten. Der Dank
des deutschen Volkes, dessen Gedeihen Ihre Thätigkeit gewidmet war,
wird Ihnen nicht fehlen."
Der Reichstag hatte noch eine wichtige Angelegenheit zu verhaüdeln.
Nachdem Oesterreich durch die Brennerbahn, Frankreich durch die
Durchstechung des Mont Cenis die Verbindung mit Italien sich gesichert
hatte, tauchte das Projekt einer Gotthardbahn auf. Graf Bismarck
hatte sich gegen die Schweiz zu gunsten dieser Bahn im Gegensatz
zu dem Projekt einer Bahn über den Splügen zur Herstellung der
Verbindung mit Italien ausgesprochen und eine pekuniäre Unterstützung
zugesagt. Die Bundesregierungen bewilligten eine Summe von 10
Millionen Franks (etwa 2¼ Millionen Thaler), einschließlich der Beiträge
einzelner Eisenbahngesellschaften u. s. w. Die hierüber aufgesetzte
Konvention wurde am 25. Mai vom Reichstage fast einstimmig angenommen,
nachdem Minister Delbrück die finanzielle Seite der Sache,
Graf Bismarck die politische erörtert hatte.
Der König schloß am 26. Mai den Reichstag mit einer Rede, in
der er die Schöpfungen desselben seit dem ersten Zusammentreten im
Herbst 1867 in den folgenden Worten zusammenfaßte und feierte:
„Dem ersten ordentlichen Reichstage des Bundes war die Aufgabe
gestellt, die wesentlichsten Bestimmungen der Verfassungs-Urkunde in
Gestalt organischer Gesetze in dem politischen und bürgerlichen Leben