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VII. Fischereiaufsicht.
S. 18.
Außer den Landjägern, Ortspolizeidienern, Gemeinde-, Feld= und Waldschützen haben
auch die Steuerwächter, Grenzaufseher und Forstwächter den Vollzug der Fischereivorschriften
gelegentlich der Ausübung ihres ordentlichen Dienstes zu überwachen, und es
sind diese Diener durch eine besondere Dienstanweisung mit ihren dießfallsigen Obliegenheiten
bekannt zu machen.
VIII. Verpachtung der Fischwasser.
§. 19.
Wie bei der Verwaltung und Verpachtung der Fischwasser des Staats im Interesse
der Fischzucht stückweise Verleihung wesentlich zusammengehöriger Fischwasser und Fischwasserbezirke
thunlichst vermieden werden wird, so wird auch sonst den betreffenden Behörden
und Vereinen empfohlen, darauf hinzuwirken, daß die einzelnen Fischwasserbesitzer
und Fischereiberechtigten sich zu gemeinsamer Ausübung ihrer Fischereirechte oder zu
gemeinschaftlicher Verpachtung ihrer Fischwasser geeignet vereinigen, insbesondere daß bei
Fischwasserverpachtungen der Gemeinden und sonstiger Körperschaften auf die Vereinigung
größerer Distrikte in Einer Hand Bedacht genommen und eine unwirthschaftliche
Zerstückelung der Pachtbezirke vermieden wird.
IX. Schlußbestimmung.
§. 20.
Durch vorstehende Bestimmungen werden die Verfügungen der Ministerien des Innern
und der Finanzen vom 9. Juli 1877, betreffend den Vollzug des Gesetzes über die Fischerei
(Reg. Blatt S. 193), und vom 29. August 1885, betreffend die Regelung der Fischerei
im Bodensee und dessen Zuflüssen (Reg. Blatt S. 350), ersetzt.
Stuttgart, den 24. Dezember 1889.
Schmid. Renner.