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Der Laut z.
Der Z=laut wird in vielen Fremdwörtern für griechisches k und für
lateinisches oder französisches c und t(i) gesprochen. Aber obschon dieser
Laut der deutschen Sprache eigentümlich ist, wird er nicht immer durch
z bezeichnet, sondern auch durch die fremden Zeichen t und c.
1. z steht regelmäßig im Auslaut der Wörter, welche im Französischen
auf ce, im Lateinischen auf tia, tius, tium, cius, cium ausgehen,
z. B. Benefiz, Justiz, Hospiz, Miliz, Notiz; Differenz, Sentenz, Vakanz;
Finanzen, Novize, Allianz, Distanz (aber mit fremder Aussprache Alliance,
Distance).
Auch steht auslautendes z fest in Kreuz, Provinz, Prinz. — Anders
gebildet sind Dispens, Konsens.
Ebenso ist z durchgedrungen in Zelle, Zinnober, Zins, Zirkel, Bezirk;
Lanze, Lanzette, Parzelle; Polizei, Polizist, Terzerol, Terzett.
2. In anderen Fällen schwankt der Gebrauch. Man schreibe dem überwiegenden
Gebrauch gemäß z in Dezember, Domizil, Karzer, Konzil, Konzert,
Kruzifix, Medizin, Offizier, Offizin, offiziös, offiziell, Porzellan, Prozent,
Prozeß, Prozession, Rezept, Spezerei.
Auch in den meisten Verben auf zieren, wie fabrizieren, inspizieren,
musizieren, publizieren, hat z den Vorzug.
Man schreibe c in Cäsur, Ceder, Censur, censieren, Centrum, central,
excentrisch, Ceremonie, Cigarre, Cirkular, Citrone, Citadelle, Civil, ciselieren,
Cölibat, Concept, concipieren, Deficit, Disciplin, Docent, Emancipation,
Hyacinthe, municipal, Narcisse, Pharmaceut, präcis, Präcifion, Rekonvalescent,
Recensent, social, specifisch.
3. behält man im Inlaut in Verbindungen, welche auf lat. tig, tie,
tio zurückgehen, bei, z. B. martialisch, Nation, Patient, Tradition, Motion.
Doch vor unbetontem e wird ti öfters zu zi, z. B. Grazie, Ingredienzien.
Vokal= und Konsonantverdoppelung.
1. In betonter Endsilbe mit auslautendem langen e oder i wird § 25.
häufig ee und ie geschrieben, z. B. Allee, Armee, Fee, Idee, Kaffee, Komitee,
Thee; Chemie, Dynastie.
Anm. Zuweilen behält man auch é, um für auslautendes e die Betonung
kenntlich zu machen, z. B. Exposé, Negligé, Cafeé.
2. Die Gewohnheit, in deutschen Wörtern nach kurzem betontem Vokal
den Konsonanten zu verdoppeln, hat auch in vielen Fremdwörtern zur Verdoppelung
des Konsonanten geführt, z. B. Ballett, Bankett, Kadett, komplett,
Stilett, violett; Appell, individuell, reell; Cigarre, Guitarre, Kontrolle,
Gruppe, Truppe, Galopp.
Anm. In Bouquet und auch in Billet unterbleibt die Verdoppelung,
weil sie auch sonst fremde Lautbezeichnung bewahren. — In
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