Metadaten : Das Volksbuch vom Grafen Bismarck.

Batterie  gerückt,  welche  auf  einer  Anhöhe  und  unmittelbar  nördlich
  von  Langensalza  etablirt  war.  Es  stand  in  einem  heftigen
Granatfeuer;  die  Splitter  verursachten  mehrfache  schwere  und
leichte  Verwundungen.

Die  1.  und  4.  Compagnie  erhielten  den  Auftrag,  diese
Batterie  auf  ihrem  rechten  Flügel  zu  decken;  die  2.  und  3.  Comp.
wurden  zur  Unterstützung  des  2.  Bataillons  vorbeordert,  um
die  feindlichen  Schützen  zu  vertreiben,  welche  in  dessen  rechter
Flanke  an  der  Unstrut  lagen.  Im  Laufschritt  eilten  diese  Compagnien
  westlich  der  Chaussee  unter  einem  heftigen  Granat=  und
Shrapnellfeuer  vor.  Der  Lieutenant  Thivissen  vom  Landwehr—
Regiment  Nr.  25  wurde  schwer  im  Unterleibe  verwundet,  dem
Fähnrich  Cannenberg  wurde  die  rechte  Hand,  mit  welcher  er  die
Fahne  des  Bataillons  trug,  durch  einen  Granatsplitter  zerschmettert;
  gleichzeitig  wurde  ihm  die  linke  Schulter  durchschossen.
Außer  ihnen  fielen  viele  Soldaten  in  der  Tétedieses  Halb-Bataillons.
Dies  konnte  aber  die  Colonne  nicht  aufhalten.  Sie  erreichte
die  Mühle,  welche  südlich  von  Merxleben  an  der  Chaussee  gelegen
  ist,  in  dem  Augenblicke,  als  die  7.  und  8.  Compagnie  zur
Unterstützung  der  5.  und  6.  vorgeschickt  wurden.  Während  des
Vormarsches  war  von  der  3.  Compagnie  der  Premier-Lieutenant
Bach  mit  einem  Zuge  nach  links  detachirt  worden,  um  eine  etwa
600  Schritt  links  liegende  Mühle  zu  recognosciren.  Dieselbe
war  bereits  vom  2.  Bataillon  besetzt.  Er  griff  aber  hier  in  das
Gefecht  mit  ein  und  drang  unerschrocken  vor.  Es  gelang  ihm
sogar,  in  das  Dorf  Merxleben  einzudringen,  wo  seine  Leute  von
den  dortigen  Einwohnern  erfrischt  wurden,  einzelne  von  ihnen
verbesserten  durch  Austausch  ihre  Schuhe  und  Strümpfe.  Lange
konnten  sie  sich  allerdings  daselbst  nicht  aufhalten,  trotz  der  inständigsten
  Bitten  der  Dorfbewohner.  Der  Lieutenant  Bach
ging  zurück  und  schloß  sich  wieder  den  Schützen  der  5.  Compagnie
  an.  Auf  diesem  Rückzuge  wurde  er  am  linken  Fuß
nicht  unerheblich  verwundet.  Die  Mühle  war  in  diesem  Moment,
  wo  sich  mehrere  Compagnien  hinter  derselben  befanden,  ein