Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

 

 

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Rosenheimer  Anzeiger

 

 

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Amtliches  Publtations-Ocgan

latt

 

Nummer  208  #tMar  Geburt

Freitag  8.  September  1916

Detisantiiq.  Marid  Geburt

 

Siegreicher  Vormarsch  gegen  Rumänen  und  Russen  in  der  hahmiste.

Die  Festung  Tutrakan  genommen.  —  20000  Rumänen  mit  400  Offizieren  gefaugen  u.  über  loo  Geschütze  erbeutet.
Erfolgreiche  Abwehr  der  feindlichen  Massenaustürme  an  der  Sommr.  —  Neue  UI  =  Boot-Bente.  —  Der  Niedergang  der
französischen  Fischerslotte.  —  Die  rafsische  Offenfive  in  der  Bukowina.  —  Erfolgreiche  Fliegertatigk.it  in  der  Dobrndscha.

DOie  Reiegslage.

WIB.  Großes  Hauptquartier,  den

“.  September,  vormittago.  Amtlich.
Westlicher  Kriegsschauplatz.

Die  Somme:-Schlacht  nimmt  ihren  Fortgang.
-amuf  auf  der  ganzen  Linie.

Dic  Engländer  grissen  mit  besonderer  Hart
nackigkeil  immer  wieder,  aber  vergeblid,  lei
z  siuchn  an.  Die  Franzosen  setzten  abermals  ihte
auen  Angrifsomassen  südlich  der  Somme  zum
Si#ume  an,  der  im  nördlichen  Teil  vor  unieren
  Linien  reitlos  zusammenbrach.  Im  Ab
schum  Vernun  Deniecourt  und  beiderset  von
ha#lnes  wurden  anfängliche  Vorteile  durch  raiden
  Gegenitoß  dem  Feinde  wieder  enkrissen.
In  Vermandovillers  hat  der  Angreiser  Fuß  gedeßt.


Oestlich  der  Maas  murden  wieder  franzö-#i
  Angrisse  gegen  die  Front  Werk  Thianon
  Bergwald  abgeschlagen.

Oestlicher  Kriegsschauplatz.
Gront  de  Prinzen  Lcopold
von  Bayern.
Keine  Ercignisse  von  besonderer  Bedeujung.

 

Front  des  Erzherzoges  Karl.
Oesllich  und  südöstlich  von  Brzezany  blieben
eunssische  Angriffe  erfolglos.
Zuischen  Zlota-Lipa  und  dem  Duniestr  be
nen  wir  im  Anschluß  an  die  gestern  geschilderien

  Kämpfe  eine  vorbereitete  rückwärtige
tellung.  in  die  im  Laufe  des  Tages  vie

Nachhuten  herangezogen  wurden.

In  den  Karpathen  wurden  südwestlich  von
.neion  mehrsache,  an  der  Baba-Ludowa  westlic,
  des  Kirlibaba-Tales  russische,  beiderseils
von  Dorna-Watra  rumänische  Angriffe  abgeschlagen.


Ball##n-krielsscha##la#

Die  siegreichen  deutschen  u.  bul-Vghanschen
  Tüuppen  hiven  den  stark
belentgten  Platz  Tmrakonim  Sturiu
cenommen.

Ihre  Siegesbente  belrägt  nachden
vorltegenden  Melbungen  über
20.000  Gesangene,  der###.  r  2
Generalr  ud,mehr  als  40½  andere
Offlere  use  über  100  G.schutze.
Auch  die  dlunigen  Vorluste  dee
Mumäy#en  sind  sawer,

Der  MAugriff  Karker  ruafsischer
Kräfte  gegen  Dobric  ist  zurückge,
schlagen.

Der  erste  Generalquartiermeister:

 

 

1148
Gir

 

 

 

Zam  Vormarsch  in  der  Dobrudscha.

 

 

 

Der  umtliche  öfterreichische  Verisst.
WTR.  Wien,  6.  Sept.  Amtlich  wird  verlautbart:

Oestlicher  Kriegsschauplat.
Frontgegen  Rumänien.
Außer  Kämpfen  vorgeschobener  Nachrichtenabteilungen
  keine  besonderen  Ereignisse.

Heeresfront  des  Generals  der  Kavallerie
  Erzherzog  Karl.

An  unserer  Karpathenfront  erneuerte  der
Feind  gestern  seine  heftigen  Angriffe.  Abgesehen
  von  schwer  errungenen  lleinen  Vorteilen
scheiterten  alle  Versuche  des  Feindes,  Raum  zu
gewinnen.

Auch  im  Raume  östlich  von  Halicz  wurde  mit
großer  Erbitterung  gekämpft.  Nach  mehreren
vergeblichen  Stürmen  gelang  es  schließlich  dem
Gegner,  das  mittlere  Frontstück  zurückzudrücken.

Heeresfront  des
Generalfeldmarschalls
Prinzen  Leopold  v.  Bayern.
Oesllich  von  Jloczou  brachen  sämtliche  Angrifse,
  die  nach  heftigster  Artillerievorbereitung
zur  Durchführung  kamen,  teils  an  den  eigenen
Hindernissen,  teils  schon  in  unserem  Sperrfeuer
zusammen.
An  der  übrigen  Front  außer  mäßigem  Artillerie,
  und  Minenwerferfeuer  keine  besonde- 



LKudendorff.

ren  Ereignisse.

 

Italienischer  Kriegsschanplatz
und
Südsstlicher  Kriegsschauplatz.
Nichts  ron  Belang.
Der  Stellvertreter  des  Chefs  des  Generalstaßs:
pon  Höfer,  Feldmarschalleutnant.

Ereignisse  zur  See.

Am  4.  September,  abends,  hat  eines  unserer
Seeflugzeuggeschwader  militärische  Anlagen  pon
Venedig  und  Grado  wirkungsvoll  mit  Bomben
belegt.  Eines  unserer  Seeflugzeuge  ist  nich1

zurückgekehrt.
Flottenkommando.

 

Die  sitlegslage  in  Best  und  Ost.

„Die  Schlacht  an  der  Somme  wird  mit  unvermunderter
  Heftigkeit  fortgesetzt  28  engl.  franz.
Tivisionen  greifen  an“,  also  lautet  die  Einleitung,
  welche  dem  letzten  Bericht  aus  dem  Grobßen
  Lauptauartier  vorangestellt  ist.  Immer
neue  Stürme  rannten  gegen  unsere  Abwehrstellungen
  an.  Und  der  Erfolg:  Bis  auf  kleine  Einzelvorteite
  blieben  alle  blutigen  Anläufe  der
stranz.zengl.  Heeresmassen  vergeblich.  Wieder,
wie  bei  den  vielen  früheren  Sturmstößen,  hai
eine  ungehrure  gegnerische  Artilleriewirkung  die
Inganteriestürme,  die  in  vielen  Wellen  heranfluteten,
  ausgiebig  unterstint.  aber  wieder  jind

dem  Gegu-  r.  ——
n  *  A..  u.  liein.  Srs  eilernnu.  jein
Sobenbe  #m  o#mil  unzelrmen  Vl.#—

 

opsern  bezahlen  muhzte.  Der  französische  Bericht
itt  krampfhaft  bemuht,  aus  den  geringen  Erfolgen
  ein  großes  Weien  zu  machen.  Um  aber  ein
tichtiges  Vilo  ron  dem  geringen  Umfang  der
retiorenen  Ornaften  zu  geben,  die  naturlic
numm  nock  dem  Na##en  nackh  auf  der  KNarie
rorhanden  sind.  fsei  bementtt.  dan  z.  B.  Sonc-(ourt
  im  Frieden  32/.  Chily  „1,  Einwohner
ärlie.  I#  s  gör  en  Masieneinatzes,  trotz
Gasc  iebung  inimer  neur  Si#miolonnen  und
iras  der  rirfigen  ir#  -ul.  Blutopfer,  wellse
da:  Kan  P'eacan  de  .  den.  der  Plan  der
westlichen  Feinde,  uniere  Kron“  zu  durchbreche:!
unt  sie  auf  weit  Sirder  auf  urollen.  nicht  arlungen.
  und  er  wiro  inen  auck,  nicht  gelingen.
Die  rirkigen  Verlune  à  Vieschenleben  werden
burs  de  g##ringen  b.  il  4  *  Vorleile  bei  weitem
'i  1  ausgewog  n.  ullt  gespiet  oleiht

 

 

  
 
 

 

rerg.  blid.  Ursere  1  Einbunzen
an  der  Somm::  lfache  nicht:
#erlieinern.  Das#  deer  Fner  bei  seinen  zan
reicen  fruchtlosen  Angriffen  auerorbentlich
ichm.iere  Acrin#t:  eil  ion  h  ,  wird  im  Tageobe--rici:
  aundradlici  niitaet  itt.  Mi:  lang:  er  noch

uar  Dörfer  willen
und

(iinn:e

 

um  des
se  u:  erferetien
lann.  iteht  dahin.

 

vsrinen  wil!
1  1
Ini  Diten  in  tie  6nn  ÖOffrufive  in  der
Buloreina  P0r.  Mi-  vor  hili  Der  Gegner  b1
sic  hier  in  deitlebten  Wochen  ganz  bedeutend
ver  arit  und  gell  in  einer  ise  gegen  die  uber
bemaldete  Söhen  laufenden  Siellungen  der  Ver
bundeten  vor.  die  an  die  wülendilen  Ansturme
der  Karpalhenschlacht  erinnert.  Sein  Erfolg
bieibt  jedoch  immer  auf  ortisch:  Vorteile  beschrankt.
  In  Ostgalizien  gelangen  den  Verbun
delen  verschiedene  Fronwerbesserungen.  In  Sie
beuburgen  erfuhr  die  Lage  kteine  Aenderung.
Die  Kamnpftatigleit  beick  rantie  üch  auf  gegenieitige
  Fühlungnahme,  die  zu  Plänkeleien  fuhrt.
Die  Verlune  der  k.  u.  k.  Trunven  sind  dabei  sehr
gering.

 

2  t

Hockersreulich  sn  die  Ersoige  der  Verbündeten
  in  der  Dobrudid.a.  Di:  Meldung  von  der
Eroberung  der  befesrigten  Vorstellungen  des
Bruckenkopfes  von  Tuttakan  wurde  ergänzt
durd,  den  Bericht,  daß  sieben  Werke  dieses  als
Festung  ausgebauten  Brückenkopses  gestürmt
wurden,  und  daß  der  Angriff  glänzend  vor
wärts  gebt.  Daß  die  deutid,  bulgarischen  Trup.
nen  auch  sontt  in  dem  Tempo  vorwärts  gehen,
das  sie  uns  in  Serbien  bewundern  lehrten,
zeigen  die  Vorgänge  auf  dem  rechten  Flügel  der
verbündeten  Armeen.  Rufiich-rumänische  Trupven,
  die  sich,  nördlich  von  Dobric  den  deurschbulgarischen
  Truppen  entgegengestellt  haben.
wurden  geworfen.  Damit  itt  die  Legende  zerstört,
  daß  bulgarische  Truppen  zögern  würden.
geg#en  russische  Truppen  zu  lampfen.  Noch  großer
  sast  sind  die  Ersolge  an  der  Küste  des
Schwarzen  Meeres.  Der  zumtänische  Hasen  Balcick,
  12  Kilometer  von  der  bulgarischen  Grenze.
und  der  Küstenort  Kavarnc,  15  Kilomeier
nordöstlich  von  Balkick,  siel  den  deutsch  bulgarischen
  T  Tur-  n  in  di  e  Hönde.  wie  d%  Vorgebirge
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